11. Januar 2013

Argentum“ als mögliche Konkurrenz?

„Integra“-Seniorenpflegezentrum und Seniorenresidenz Nordstemmen äußern sich zum geplanten „Nachbarn“

Nordstem­men (cv). Das Inter­es­se am neu­en Wohn­heim für Senio­ren der Kreis­wohn­bau­ge­sell­schaft Hil­des­heim (KWG) in Nordstem­men scheint groß zu sein. 14 Woh­nun­gen in ver­schie­de­nen Grö­ßen sol­len in einem moder­nen Kon­zept mit dem Namen „Argen­tum“ ab 2015 den Senio­ren in Nordstem­men die Mög­lich­keit bie­ten, bar­rie­re­frei woh­nen zu kön­nen.

 

Bis­her befin­det sich das Pro­jekt noch in der Pla­nungs­pha­se, ent­ste­hen soll das drei­stö­cki­ge und hoch­mo­der­ne Gebäu­de aber schon ab Som­mer 2014 im Bau­ge­biet Mah­ler­ter Stra­ße Nord, Lan­ge Maße. In direk­ter Nach­bar­schaft befin­det sich bereits das Senio­ren­pfle­ge­zen­trum „Inte­gra“ und im wei­te­ren Kreis die Senio­ren­re­si­denz Nordstem­men. Kon­kur­renz erwar­ten die Betrei­ber des „Inte­gra“ in Nordstem­men nicht. „Das Kon­zept ist ja ein ganz ande­res und eher eine Ergän­zung zum bestehen­den Ange­bot“, sagt Ein­rich­tungs­lei­te­rin Ellen Schif­fer: „Bis­her ste­cken die Pla­nun­gen der Gemein­de und der KWG offen­sicht­lich noch in den Kin­der­schu­hen. Wir könn­ten uns jedoch, wenn es denn dazu kommt, in Zukunft eine Koope­ra­ti­on vor­stel­len.“ Ers­te Gesprä­che hier­für hät­ten laut Ellen Schif­fer bereits statt­ge­fun­den. Die Plä­ne sei­en bis­her aber ledig­lich „Gedan­ken­spie­le“. Die Senio­ren­re­si­denz Nordstem­men wie­der­um liegt zwar nicht in direk­ter Nach­bar­schaft der geplan­ten Bau­stät­te, man betrach­tet den Zuwachs an Wohn­an­ge­bo­ten für Senio­ren in der Regi­on jedoch mit gro­ßer Auf­merk­sam­keit. Hans-Joa­chim Schnei­der ist Geschäfts­füh­rer der Senio­ren­re­si­denz Nordstem­men und erwar­tet das „Argen­tum“ der KWG Hil­des­heim für die Gemein­de mit gemisch­ten Gefüh­len: „Grund­sätz­lich sind wir es ja all­ge­mein gewohnt, dass eine Kon­kur­renz­si­tua­ti­on rui­nö­se Zustän­de ver­brei­tet.“

 

Mat­thi­as Kauf­mann von der Kreis­wohn­bau­ge­sell­schaft sieht künf­tig kein Über­an­ge­bot für Senio­ren in der Gemein­de Nordstem­men.

Kri­tisch nimmt Schnei­der die Ent­wick­lung der ver­gan­ge­nen Jah­re mit Blick auf den star­ken Zuwachs von Wohn- und Pfle­ge­ein­rich­tun­gen für Senio­ren in der Regi­on zur Kennt­nis. „Wir beob­ach­ten ja selbst einen leich­ten Bedarfs­zu­wachs für sol­che Ein­rich­tun­gen ganz all­ge­mein, aber das hier in der Regi­on wirk­lich ein Bedarf für eine wei­te­re Ein­rich­tung besteht, sehe ich nicht“, so Schnei­der, der eher skep­tisch ist bei der Fra­ge, ob das von der Kreis­wohn­bau­ge­sell­schaft Hil­des­heim geplan­te Pro­jekt trotz des bereits bestehen­den (Über)angebots über­haupt aus­rei­chend Zuspruch fin­det. Anders als das „Inte­gra“ kön­ne sich Schnei­der eine Koope­ra­ti­on nicht vor­stel­len. „Das „Inte­gra“ ist hier sicher­lich durch die direk­te Nach­bar­schaft der ers­te Ansprech­part­ner“, so Schnei­der wei­ter. Man sei sol­che Markt­si­tua­tio­nen aber gewohnt und erwar­tet bei dem Pro­jekt der KWG Hil­des­heim und einer mög­li­chen Zusam­men­ar­beit durch das „Inte­gra“ ledig­lich eine „über­schau­ba­re Kon­kur­renz“. Der Geschäfts­füh­rer der Kreis­wohn­bau­ge­sell­schaft in Hil­des­heim, Mat­thi­as Kauf­mann, sieht grund­sätz­lich kein Über­an­ge­bot für die Regi­on und bestä­tigt ers­te Ver­hand­lun­gen mit dem vor­aus­sicht­lich direk­ten Nach­barn „Inte­gra“. „Wir haben bereits gemein­sam an einem Tisch geses­sen und die Mög­lich­kei­ten bespro­chen. Die Gesprä­che ver­lie­fen bis­her sehr posi­tiv“, so Kauf­mann. Einen Trä­ger für die geplan­te „Argen­tum“- Wohn­an­la­ge habe man aber noch nicht gefun­den. „Prio­ri­tät haben zur­zeit die Ver­hand­lun­gen mit der Gemein­de. Wir haben aber bereits ers­te Gesprä­che mit ver­schie­de­nen Ver­bän­den aus der Regi­on geführt“, macht Kauf­mann deut­lich, dass sich alle Par­tei­en auf einem guten Weg befin­den, bis­her aber noch nichts end­gül­tig beschlos­sen ist.

 

Quel­le: Lei­ne-Deis­ter-Zei­tung, 11. Janu­ar 2013

Veröffentlicht unter 2013