10. August 2011

Stadtmäuse“-Kita im Container

Übergangsquartier auf dem Schützenplatz bezogen / Provisorium kostet rund 140 000 Euro

Stadtmäuse-Kita im Container

Die Kita wird vor­aus­sicht­lich für sie­ben bis acht Mona­te in der pro­vi­so­ri­schen­Un­ter­kunft auf dem Schüt­zen­platz unter­ge­bracht sein. Foto: Knop­pik

Sar­stedt (skn). Die „Stadt­mäu­se“ haben ihr Über­gangs­quar­tier auf dem Schüt­zen­platz bezo­gen. In den kom­men­den vor­aus­sicht­lich sie­ben bis acht Mona­ten ist die Kin­der­ta­ges­stät­te hier in pro­vi­so­ri­schen Räu­men aus Con­tai­nern unter­ge­bracht. So lan­ge wird es dau­ern, bis das eigent­li­che Gebäu­de der Kita in der Fried­rich-Ebert- Stra­ße saniert ist.

 

Alles ist schon fer­tig ein­ge­rich­tet, ein­schließ­lich klei­ner Kin­der­stühl­chen und -tisch­chen, Rega­len mit Spiel­zeug, Küche und was sonst noch alles zu einer Kin­der­ta­ges­stät­te gehört. Und so sehen die pro­vi­so­ri­schen Räu­me der „Stadt­mäu­se“, die in ins­ge­samt 24 mit­ein­an­der ver­bun­de­nen Con­tai­nern unter­ge­bracht sind, von innen gar nicht so pro­vi­so­risch aus.„Daswar uns wich­tig, dass wir eine ver­nünf­ti­ge Lösung haben“, sagt Hei­ke Bren­ne­cke, die als Haupt­amts­lei­te­rin der Stadt­ver­wal­tung den­Um­zug orga­ni­siert hat.

 

Die Kin­der haben sich nach Anga­ben von Kita-Lei­te­rin Ange­li­ka Sti­ckel­bruck schon gut ein­ge­lebt: „Die ken­nen sich schon bes­tens aus und fin­den sich gut zurecht. Für die Kin­der ist das wie ein gro­ßes Aben­teu­er.“ Ins­ge­samt gehö­ren zur Kita drei Grup­pen mit ins­ge­samt 72 Kin­dern, die von acht Erzie­he­rin­nen betreut wer­den.

 

Grund für den vor­über­ge­hen­de­n­Um­zug auf den Fest­platz ist die Sanie­rung der eigent­li­chen Räu­me­der Kin­der­ta­ges­stät­te in der Fried­rich-Ebert-Stra­ße. Um die Sanie­rung küm­mert sich die Kreis­wohn­bau, die auch das Über­gangs­quar­tier auf dem Schüt­zen­platz ein­ge­rich­tet hat. Genau­er gesagt ist es nicht die­Kreis­wohn­bau selbst, son­dern die „Gesell­schaft für kom­mu­na­le Immo­bi­li­en mbH“. Die Kreis­wohn­bau hat die­ses Unter­neh­men zusam­men mit eini­gen Kom­mu­nen aus dem Land­kreis, dar­un­ter die Stadt Sar­stedt, gegrün­det. Sie soll sich um Pro­jek­te küm­mern, die nicht zu den Kern­auf­ga­ben der Kreis­wohn­bau, näm­lich dem Woh­nungs­bau, gehö­ren. Die Gesell­schaft über­nimmt die Inves­ti­ti­ons­kos­ten für die Stadt, die im Gegen­zug eine Mie­te für die Nut­zung der Räu­me zahlt.

 

Der Umbau der Tages­stät­ten-Räu­me kos­tet nach Anga­ben der Stadt­ver­wal­tung ins­ge­samt rund 1,2 Mil­lio­nen Euro. In die­ser Sum­me ent­hal­ten sind aller­dings bereits die­Kos­ten für dasÜber­gangs­quar­tier auf dem Schüt­zen­platz von maxi­mal 140000 Euro.

 

100 000 Euro kos­tet allein die Mie­te der Con­tai­ner. „Wobei wir davon aus­ge­hen, dass es deut­lich güns­ti­ger wird“, sagt Ralf Oel­kers, Tech­ni­scher Lei­ter der Kreis­wohn­bau. Denn die­Kal­ku­la­ti­onwur­de für eine Dau­er von neun Mona­ten gemacht. Der Umbau wird aber vor­aus­sicht­lich nur sie­ben bis acht Mona­te dau­ern. Die­Wahl fiel auf den Schützenplatz,weil dort ein gro­ßer Außen­be­reich ein­ge­rich­tet wer­den konn­te. Hier kön­nen die Kin­der auf Spiel­ge­rä­ten wip­pen und schau­keln oder in der Sand­kis­te bud­deln. Nur eine Turn­hal­le wie in ihren Räu­men in der Fried­rich-Ebert-Stra­ße haben die „Stadt­mäu­se“ auf dem­Schüt­zen­platz nicht. Dazu kön­nen mög­li­cher­wei­se ande­re Räu­me von Sport­ver­ei­nen genutzt wer­den, wenn auch nicht so regel­mä­ßig. Das ist laut Kita-Lei­te­rin Sti­ckel­bruck kein Pro­blem: „Dann machen wir eben mehr Spa­zier­gän­ge. So blei­ben die Kin­der auch in Bewe­gung.“

 

Quel­le: Hil­des­hei­mer All­ge­mei­nen Zei­tung, 09. August 2011

Veröffentlicht unter 2011