05. April 2013

Wichtige Sache für das Kulturleben“

Verein „Brunottescher Hof“ erhält 4 000-Euro-Spende von der Kreiswohnbau / Geld fließt in den letzten Bauabschnitt

Von Jen­ni­fer Klein

Wal­len­stedt. Noch immer herrscht Win­ter­ru­he auf der Bau­stel­le des Bru­not­tes­chen Hofes. Trotz­dem bleibt Vor­sit­zen­der Die­ter Hel­wes opti­mis­tisch, den ange­streb­ten Zeit­plan ein­zu­hal­ten – wenn auch die Finan­zie­rung für den drit­ten Bau­ab­schnitt „noch nicht in tro­cke­nen Tüchern“ ist. Für fro­hes Mutes sorgt da die 4 000-Euro-Spen­de der Kreis­wohn­bau Hil­des­heim.

 

Vor eini­gen Wochen bereits über­zeug­te sich Mat­thi­as Kauf­mann, der Geschäfts­füh­rer der Kreis­wohn­bau Hil­des­heim GmbH, von der bau­his­to­ri­schen Bedeu­tung des Bru­not­tes­chen Hofes, dem ältes­ten Fach­werk-Bau­ern­hau­ses in Süd­nie­der­sach­sen. „Gera­de im länd­li­chen Raum soll­te es unser Ziel sein, orts­bild­prä­gen­de Gebäu­de zu erhal­ten“, beton­te Die­ter Hel­wes im Rah­men der gest­ri­gen Spen­den-Über­ga­be: Und der Bru­not­tes­che Hof sei „die Nase von Wal­len­stedt“. Des­halb sei die Freu­de groß, dass die Kreis­wohn­bau die Bedeu­tung des his­to­ri­schen Bau­werks, des­sen sich der gleich­na­mi­ge Ver­ein ange­nom­men hat, zu schät­zen weiß. Die 4 000 Euro-Spen­de stär­ke die finan­zi­el­le Basis des Ver­eins, der sich ja stets mit Eigen­mit­teln in die Restau­rie­rung ein­bringt. Somit soll das Geld in den drit­ten und letz­ten Bau­ab­schnitt flie­ßen, ver­mut­lich im Som­mer sol­len die Arbei­ten begin­nen.

 

Es ist nicht das ers­te Mal, dass die Kreis­wohn­bau dem Wal­len­sted­ter Ver­ein unter­stüt­zend unter die Arme greift. Als das Vor­ha­ben noch am Anfang stand hat sie mit 1 000 Euro für die Anschub-Finan­zie­rung gesorgt und so die kom­mu­na­le Unter­stüt­zung ermög­licht. Schon zu die­sem Zeit­punkt ist laut Mat­thi­as Kauf­mann klar gewe­sen, dass es „zwei Schei­ben“ geben wird. „Die Samt­ge­mein­de Gro­nau ist eine mei­ner Gesell­schaf­ter“, begrün­de­te er die Spen­den­be­reit­schaft an die­ser Stel­le – und noch dazu „wich­tig“. Auch des­halb, weil die Kreis­wohn­bau gut 300 Woh­nun­gen, vor allem im Stadt­ge­biet Gro­naus, hat. Zudem sei das Hil­des­hei­mer Unter­neh­men eben­so am The­ma rund um Gebäu­de-, Haus- und Woh­nungs­er­hal­tung inter­es­siert wie an Bau­kul­tur. „Die­ses Bau­werk ist für das Kul­tur­le­ben eine wich­ti­ge Sache“, hob Mat­thi­as Kauf­mann her­vor, der dem Ver­ein wei­ter­hin die Dau­men drü­cke, die Ziel­ge­ra­de, näm­lich die Fer­tig­stel­lung des Hau­ses, wie geplant zu errei­chen. Zudem setz­te der Kreis­wohn­bau-Geschäfts­füh­rer noch eine Spen­de oben­drauf, als er von der geplan­ten Streu­obst-Wie­se auf dem Gelän­de des Bru­not­tes­chen Hofes hör­te: Er sicher­te zu, einen Apfel­baum zu stif­ten. Wie Die­ter Hel­wes infor­mier­te, ist der Ver­ein auf „einem guten Weg“, auch wenn er noch an der Finan­zie­rung arbei­ten müs­se. In der kom­men­den Woche sol­len die Bau­ar­bei­ten fort­ge­setzt wer­den: Die Arbei­ter der Qua­li­fi­zie­rungs­maß­nah­me von Hand­werks­kam­mer und Job­cen­ter, die zuvor am Nordstem­mer Bahn­hof beschäf­tigt waren, sol­len ange­sichts der dort ruhen­den Bau­stel­le nun in Wal­len­stedt ihre Qua­li­fi­ka­ti­on im Lehm­bau erhal­ten. Sobald die Tem­pe­ra­tu­ren stei­gen, sol­len auch die Außen­putz­ar­bei­ten fort­ge­setzt wer­den. „Ich begrü­ße es sehr, dass die­ses ganz beson­de­re Bau­werk durch das Enga­ge­ment erhal­ten wer­den kann“, freu­te sich Samt­ge­mein­de­bür­ger­meis­ter Rai­ner Mer­tens nicht nur über das Wir­ken des Ver­eins, son­dern auch über die Unter­stüt­zung der Kreis­wohn­bau. Nur durch deren schnel­le Hil­fe schon am Anfang des Pro­jek­tes habe man die­ses letzt­lich anschie­ben kön­nen. Nun ist das Ende bereits in Sicht: Aktu­el­len Pla­nun­gen zufol­ge strebt der Ver­ein an, das Haus im kom­men­den Jahr fer­tig­stel­len zu kön­nen.

 

Quel­le: Lei­ne Deis­ter Zei­tung, 05. April 2013

Veröffentlicht unter 2013