14. Oktober 2014

Auch das Kaminzimmer bringt Punkte

Wohnhaus „Argentum“ wird mit dem Qualitätssiegel „Sicheres Wohnen“ ausgezeichnet

Von Peter Hart­mann

Sar­stedt. Wohnt man wirk­lich sicher? Das hängt unter ande­rem vom eige­nen Gefühl ab, auch von den Prio­ri­tä­ten, die man setzt. Das Nie­der­säch­si­sche Sozi­al­mi­nis­te­ri­um hat einen Kata­log zusam­men­ge­stellt und zeich­net bei­spiel­haf­te Wohn­häu­ser mit dem Güte­sie­gel „Siche­res Woh­nen“ aus. Bis­her sie­ben Mal, ges­tern auch in Sar­stedt.

 

Mat­thi­as Kauf­mann, Geschäfts­füh­rer der Kreis­wohn­bau, nahm für die Wohn­an­la­ge „Argen­tum“ in der Hil­des­hei­mer Stra­ße die Aus­zeich­nung ent­ge­gen, die Minis­te­ri­al­di­ri­gent Enno Gos­ling aus Han­no­ver mit­ge­bracht hat­te. Das Güte­sie­gel wür­digt dabei nicht unbe­dingt ver­git­ter­te Kel­ler­fens­ter und brand­si­che­re Trep­pen­häu­ser. Ein gan­zes Paket von Bedin­gun­gen muss erfüllt sein.

 

Das beginnt mit dem Städ­te­bau. Das Haus soll klar geglie­dert sein, die Ori­en­tie­rung erleich­tern. Tem­po 30 vor dem Ein­gang bringt eben­so Punk­te wie gut les­ba­re Haus­num­mern und eine hel­le Tief­ga­ra­ge. Tech­nisch muss die Aus­stat­tung mit Feu­er­mel­dern und ähn­li­chen Ein­rich­tun­gen stim­men. Dass man im Argen­tum alle Haus­halts­ge­rä­te mit einem Knopf­druck aus­schal­ten kann, wird eben­so gewür­digt wie der Gemein­schafts­raum, der den Bewoh­nern die Mög­lich­keit gibt, gemein­sam etwas zu unter­neh­men. In dem Raum, in den sogar ein künst­lich fla­ckern­des Kamin­feu­er ein­ge­baut ist, tref­fen sich Bewoh­ner zu Geburts­tags­fei­ern oder Gedächt­nis­trai­nings-Kur­sen. Die­ser sozia­le Aspekt trägt eben­falls zur Sicher­heit bei. Eben­so wie die Tat­sa­che, dass die Johan­ni­ter im Haus einen Ser­vice-Punkt unter­hal­ten und Betreu­ung anbie­ten.

 

Und schließ­lich bewer­te­te das Minis­te­ri­um, dass der Ver­mie­ter, in die­sem Fall die Kreis­wohn­bau, sich um das Gebäu­de küm­mert, dass etwa kein Unrat her­um­liegt.

 

Es ist ein Grund­be­dürf­nis der Men­schen, sich in ihrer Woh­nung sicher zu füh­len“, sag­te Enno Gos­ling ges­tern. Daher hät­ten Mie­ter­bund, Haus und Grund, die Archi­tek­ten­kam­mer und das Minis­te­ri­um das Qua­li­täts­sie­gel aus­ge­lobt, seit 2010 wird es ver­ge­ben.

 

Die Aus­zeich­nung kommt für Mat­thi­as Kauf­mann nicht ganz über­ra­schend. „Wir haben von der ers­ten Pla­nung an auf das The­ma Sicher­heit geach­tet“, berich­tet der Sar­sted­ter Kreis­wohn­bau- Ver­tre­ter Ralph Oel­kers. Unter ande­rem mit Unter­stüt­zung des Lan­des­kri­mi­nal­am­tes und des Dach­ver­ban­des der Woh­nungs­wirt­schaft habe man arbei­ten kön­nen. Das Sar­sted­ter Sie­gel ist das ers­te im Kreis­ge­biet. „Es wäre gut, wenn alle Pla­ner dar­an den­ken wür­den, dass sich spä­ter die Bewoh­ner in ihren Häu­sern sicher füh­len wol­len“, mein­te der Minis­te­ri­al­di­ri­gent und Lei­ter der Abtei­lung Bau im Minis­te­ri­um.

 

Kauf­mann kün­dig­te ges­tern in Sar­stedt an, dass sich die Kreis­wohn­bau auch dar­um bemü­hen wird, für die zwei­te Sar­sted­ter Argen­tum-Wohn­an­la­ge in der Lie­gnit­zer Stra­ße das Güte­sie­gel zu bekom­men. „Wir möch­ten das gene­rell für alle Argen­tum-Häu­ser, also auch für das in Bad Salz­det­furth, im Kai­ser­hof“, sag­te er. Im Übri­gen kün­dig­te Kauf­mann ges­tern auch an, dass die Kreis­wohn­bau den Ver­samm­lungs­raum im Argen­tum künf­tig auch als Nach­bar­schafts­treff nut­zen möch­te. Schließ­lich, sag­te er, habe man eini­ge Mie­ter direkt in der Nach­bar­schaft.

 

Die Sar­sted­ter, berich­te­te Bür­ger­meis­ter Karl-Heinz Wond­rat­schek, fühl­ten sich nach einer Umfra­ge in ihrer Stadt gene­rell sicher. Auf der Urkun­de ent­deck­te er einen bekann­ten Namen. Unter­schrie­ben hat die­se näm­lich Jörg Röh­mann, Staats­se­kre­tär im Sozi­al­mi­nis­te­ri­um in Han­no­ver. Wond­rat­schek kennt ihn: „Er war mal Lei­ter des Bil­dungs­zen­trums der AOK hier in Sar­stedt.“

 

Quel­le: Sar­sted­ter Anzei­ger der Hil­des­hei­mer All­ge­mei­nen Zei­tung, 14. Okto­ber 2014

Veröffentlicht unter 2014