09. Juli 2014

In Rekordzeit zum Richtfest

Hölzerner Rohbau der neuen Krippe an der Sarstedter Edith-weyde-Straße ist fertig / Kurze Bauzeit soll Zuschüsse sichern

Ganz aus Holz und blitz­schnell fer­tig: die neue zwei­grup­pi­ge Kin­der­krip­pe an der Edith-Wey­de-Stra­ße. Fotos: wedig

Sar­stedt (tw). Schwupps, war der Roh­bau fer­tig: Die Hand­wer­ker der Fir­ma Holz­bau Moser aus dem säch­si­schen Hirsch­feld sind erst im letz­ten Juni-Drit­tel ange­rückt, um die neue Kin­der­krip­pe an der Edith-Wey­de-Stra­ße zusam­men­zu­zim­mern – und ges­tern wur­de schon Richt­fest gefei­ert. Das soll­te auch so sein, beton­te Kreis­wohn­bau-Geschäfts­füh­rer Mat­thi­as Kauf­mann ges­tern bei der Begrü­ßung der Richt­fest-Gäs­te. Denn der eine Mil­li­on Euro teu­re Neu­bau muss in die­sem Jahr noch fer­tig wer­den, damit die Stadt Sar­stedt sich fast 300 000 Euro Bun­des-Zuschüs­se sichert. So wird er fix in Holz­bau­wei­se hoch­ge­zo­gen.

 

Mat­thi­as Kauf­mann (rechts) begrüßt die Gäs­te im Namen der Gesell­schaft für kom­mu­na­le Immo­bi­li­en.

Bau­trä­ger des Pro­jek­tes ist die Gesell­schaft für kom­mu­na­le Immo­bi­li­en (GKHi), die Sar­stedt und vier wei­te­re Kom­mu­nen aus der Umge­bung zusam­men mit der Kreis­wohn­bau grün­de­ten – für öffent­li­che Bau­vor­ha­ben wie die neue Sar­sted­ter Krip­pe. „Die Kom­mu­nen kön­nen dabei die Erfah­rung der Kreis­wohn­bau nut­zen“, erklärt Kauf­mann, gleich­zei­tig Pro­ku­rist der GKHi. „Schließ­lich ist Bau­en unser täg­lich Brot.“ Die Stadt Sar­stedt zog schon zum zwei­ten Mal ein gro­ßes Bau­pro­jekt für die Kin­der­be­treu­ung unter dem Dach der GKHi durch: Zuvor war die Gesell­schaft auch schon für die umfang­rei­che Sanie­rung des Kin­der­gar­tens der „Stadt­mäu­se“ zustän­dig, die rund 1,2 Mil­lio­nen Euro kos­te­te. Ein drit­tes Pro­jekt ver­wirk­lich­te die GKHi bereits auf der ande­ren Sei­te von Hil­des­heim: ein neu­es Feu­er­wehr­haus in Diek­hol­zen.

 

Die neue Krip­pe an der Edith-Wey­de-Stra­ße in Sar­stedt habe unge­fähr das Volu­men von zwei Ein­fa­mi­li­en­häu­sern, rech­ne­te Kauf­mann vor: 326 Qua­drat­me­ter bebau­te Flä­che wer­den den Knirp­sen künf­tig zur Ver­fü­gung ste­hen. Zwei Grup­pen sind in dem Neu­bau geplant. Bür­ger­meis­ter Karl-Heinz Wond­rat­schek lob­te die Zusam­men­ar­beit mit der GKHi als „super­gut“. Mit den zwei neu­en Krip­pen­grup­pen und einer wei­te­ren neu­en im Pfarr­haus der Paul-Ger­hardt-Gemein­de kön­ne die Stadt künf­tig 165 Krip­pen­plät­ze in Ein­rich­tun­gen anbie­ten. Das sei bei durch­schnitt­lich 300 Klein­kin­dern pro Jahr eine über­durch­schnitt­lich gute Abde­ckung von 55 Pro­zent – mehr als in den meis­ten ande­ren Gemein­den in der Umge­bung. In der Tages­pfle­ge kom­men in Sar­stedt 50 wei­te­re Plät­ze dazu.

 

In einer Klein­stadt wie Sar­stedt sei ein gutes Krip­pen-Ange­bot noch wich­ti­ger als auf dem fla­chen Land, meint Wond­rat­schek. „Schließ­lich gibt es hier vie­le Aus­pend­ler, die tags­über zur Arbeit in die Groß­städ­te fah­ren und eine Betreu­ung für ihre Kin­der brau­chen.“

 

Die Kreis­wohn­bau kann gleich durch­fei­ern: Heu­te steht näm­lich schon ihr nächs­tes Richt­fest in Sar­stedt auf dem Pro­gramm – in der Wohn­an­la­ge Argen­tum an der Lie­gnit­zer Stra­ße.

 

Quel­le: Sar­sted­ter Anzei­ger der Hil­des­hei­mer All­ge­mei­nen Zei­tung, 09. Juli 2014

Veröffentlicht unter 2014