30. Juni 2013

Kreiswohnbau: Bestes Ergebnis seit der Fusion

1,4 Millionen Euro Jahresüberschuss / Seniorengerechte Wohnungen gefragt

(lv) Land­kreis. Die Kreis­wohn­bau Hil­des­heim hat das bes­te Jahr seit der Fusi­on mit Alfeld hin­ter sich. Der Jah­res­über­schuss betrug 2012 rund 1,4 Mil­lio­nen Euro. Im Vor­jahr waren es noch 890.700 Euro. Die Gesell­schaf­ter – Land­kreis, Städ­te und Gemein­den – erhal­ten eine Divi­den­de in Höhe von ins­ge­samt 268.000 Euro. Die­se Zah­len stell­ten Kreis­wohn­bau-Geschäfts­füh­rer Mat­thi­as Kauf­mann und Auf­sichts­rats-Chef Klaus Bru­er am Diens­tag der Pres­se vor.

 

Für die Zukunft sieht Kauf­mann die glei­chen Trends wie im Vor­jahr. Zum einen müs­se die Ener­gie­wen­de geschul­tert wer­den. Für die Woh­nungs­wirt­schaft bedeu­te dies drei­er­lei: Strom spa­ren, bes­ser däm­men, erneu­er­ba­re Ener­gi­en nut­zen.

 

Der zwei­te Trend sei der demo­gra­fi­sche Wan­del. Außer in Sar­stedt und Hol­le ist die Bevöl­ke­rung im gesam­ten Land­kreis in den ver­gan­ge­nen zehn Jah­ren zurück­ge­gan­gen, im Süd­kreis beson­ders mas­siv (sie­he Gra­fik). Die Kreis­wohn­bau hat hier unter ande­rem mit ihren Argen­tum-Wohn­an­la­gen gegen­ge­steu­ert. Das Haus in Sar­stedt mit 25 Woh­nun­gen soll im August fer­tig wer­den und ist bereits kom­plett ver­mie­tet. Auch der Umbau des Kai­ser­hofs in Bad Salz­det­furth stößt auf reges Inter­es­se. „Auf die 18 Woh­nun­gen haben sich 25 Leu­te bewor­ben – ohne über­haupt den Preis zu wis­sen“, freut sich Kauf­mann. Doch die Kreis­wohn­bau will nicht nur im höhe­ren Preis­seg­ment tätig wer­den. Auch die Bestands­woh­nun­gen sol­len nach und nach alten­ge­recht umge­baut wer­den. Zudem will sich der Geschäfts­füh­rer bis 2020 von 450 Woh­nun­gen tren­nen und gleich­zei­tig 150 neu bau­en. „Es gibt genug Woh­nun­gen, aber nicht die rich­ti­gen.“ Der Leer­stand hat sich außer im Raum Bocke­nem noch­mals gegen­über dem Vor­jahr ver­rin­gert. Grund sei­en hier die Ent­las­sun­gen bei den Mete­or-Gum­mi­wer­ken. Die Mie­ten sind im Schnitt um 1,1 Pro­zent gestie­gen, in Städ­ten wie Alfeld aller­dings stär­ker. „In Alfeld waren die Mie­ten lan­ge Zeit so nied­rig, dass es schon ein Inves­ti­ti­ons­hin­der­nis war“, sag­te Kauf­mann

 

Quel­le: Kehr­wie­der am Sonn­tag, 30. Juni 2013

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