29. März 2018

Nachwuchsbäume für den Liebesgrund

Kreiswohnbau Gesellschaft spendet 6000 Euro für neue Sitzecke im Hildesheimer Grüngürtel

Von Nor­bert Mier­zow­sky

Hil­des­heim. Manch­mal sieht man den Wald vor lau­ter Bäu­men nicht. Nun sol­len aber zwei Neu­lin­ge die Auf­merk­sam­keit der Spa­zier­gän­ger in Hil­des­heim beson­ders auf sich zie­hen. Im Ein­gangs­be­reich zum Lie­bes­grund – gegen­über der Arne­ken Gale­rie – sind eine neun Meter hohe Stie­lei­che und eine sie­ben Meter hohe Blut­bu­che neu gepflanzt wor­den. Schräg gegen­über des Ver­wal­tungs­ge­bäu­des der Kreis­wohn­bau Gesell­schaft (KWG) – genau 268 Schrit­te von des­sen Ein­gang ent­fernt. Die hat KWG-Geschäfts­füh­rer Mat­thi­as Kauf­mann ges­tern Vor­mit­tag eigens gezählt. Denn sei­ne Gesell­schaft hat bei­de Bäu­me sowie die Sanie­rung des stei­ner­nen Eulen­tri­os bezahlt, das dort eben­falls im Lie­bes­grund steht. Seit einem Jahr sitzt die KWG-Ver­wal­tung in ihrem neu­en Domi­zil. „Wir woll­ten in unse­rem Nah­be­reich die Umwelt auf­wer­ten“, begrün­det Kauf­mann die 6000-Euro- Spen­de für Bäu­me und die Gestal­tung des Umfel­des. An der Eulen­skulp­tur haben Row­dys die Ohren und Nasen abge­schla­gen. Die sind Von Nor­bert Mier­zow­sky nun wie­der dran. Außer­dem soll die Flä­che davor geeb­net wer­den, und eine Sitz­bank kommt dort­hin. Das kün­digt jeden­falls Ralf Seve­rith, Mit­ar­bei­ter im städ­ti­schen Grün­flä­chen­amt, an, der ges­tern eben­falls vor Ort war. In sei­nem Gepäck drei Spa­ten, die er Kauf­mann und den bei­den stell­ver­tre­ten­den Orts­bür­ger­meis­tern des Orts­ra­tes Stadt­mit­te, Uwe Diet­rich und Niko­laus Schramm, in die Hand drückt. Letz­te­re sind anwe­send, um das Ereig­nis als Kom­mu­nal­po­li­ti­ker zu begrü­ßen. Sie müs­sen aber eben­so wie Kauf­mann nun für das künf­ti­ge Gelin­gen sor­gen, indem sie Pilz­dün­ger in die Erde rund um bei­de Bäu­me ein­bud­deln.

 

Wir haben extra bereits hoch­ge­wach­se­ne Bäu­me besorgt, damit man schon einen Ein­druck bekommt, wie es hier künf­tig aus­sieht“, sagt Seve­rith. Neben der Blut­bu­che ist auch einer der Grün­de zu sehen, wes­we­gen er sich über die Neu­an­pflan­zung freut: der Stumpf eines gefäll­ten Bau­mes.

 

Ins­ge­samt lässt die Stadt in die­sem Jahr 370 neue Bäu­me set­zen, die meis­ten als Aus­gleich für Fäl­lun­gen. Die bei­den Bäu­me am Lie­bes­grund sind wegen ihrer Grö­ße ein Son­der­fall, wes­we­gen auch die Aus­zu­bil­den­den im Grün­amt an der Akti­on betei­ligt waren. Vor kur­zem sind im Lie­bes­grund auch Nist­käs­ten ange­bracht wor­den. Einer, der für Eulen gedacht ist, ist frisch von einem Specht­pär­chen bezo­gen wor­den, teilt Seve­rith noch mit.

 

Quel­le: Hil­des­hei­mer All­ge­mei­ne Zei­tung, 28. März 2018

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