23. Mai 2013

Rettungswache ist fertig

„Tag der offenen Tür“ am kommenden Sonnabend ab 11 Uhr

SEHLEM (ckb). „Wir sind über­glück­lich“, schil­dert Man­fred Quen­sen die Stim­mung bei den Mit­ar­bei­tern der ASB-Ret­tungs­wa­che in Seh­lem. Am Sonn­abend, 25. Mai, soll ab 11 Uhr in ihrem neu­en Domi­zil in der Even­ser Stra­ße ein „Tag der offe­nen Tür“ statt­fin­den. Mit einem Pro­gramm für die gan­ze Fami­lie und zünf­ti­ger Bekös­ti­gung sind Gäs­te herz­lich will­kom­men.

 

Die neue Ret­tungs­wa­che kann bezo­gen wer­den: Ralf Oel­kers, Mat­thi­as Kauf­mann (bei­de Kreis­wohn­bau), Joa­chim Kieh­ne vom Land­kreis, Man­fred Quen­sen und Moha­med Abou-Taam vom ASB tref­fen sich zum Orts­ter­min. Fotos: Kol­be-Bode

In der neu­en Ret­tungs­wa­che fin­den vier Mit­ar­bei­ter inklu­si­ve der Wachen­lei­tung Platz. Das rund 450 Qua­drat­me­ter gro­ße Gebäu­de beinhal­tet eine Fahr­zeug­hal­le mit drei Gara­gen und eine eige­ne Wasch­hal­le mit einem direkt angren­zen­den Raum zum Rei­ni­gen und Ste­ri­li­sie­ren von kon­ta­mi­nier­ter Klei­dung und Ein­sat­zu­ten­si­li­en. Zudem befin­den sich im Erd­ge­schoss vier Ruhe­räu­me. Für weib­li­che und männ­li­che Mit­ar­bei­ter sind getrenn­te Sani­tär­räu­me vor­han­den. Eine nach­hal­ti­ge und kli­ma­freund­li­che Behei­zung des Gebäu­des erfolgt über eine moder­ne Wär­me­pum­pe.

 

Umschich­tig küm­mern sich rund um die Uhr 13 Mit­ar­bei­ter, dar­un­ter drei Frau­en, die Men­schen im Süd­kreis im Not­fall schnell zu ver­sor­gen. Dadurch, dass der ASB bei der neu­en Aus­schrei­bung des Ret­tungs­diens­tes den Zuschlag erhal­ten hat, wur­de dem Aus­bau eines Schu­lungs­raums vom Land­kreis Hil­des­heim zuge­stimmt. Der Raum befin­det sich im Dach­ge­schoss und bie­tet Platz für etwa 30 Per­so­nen. Damit ist dem Wunsch des ASB, die Ret­tungs­wa­che zu einer Lehr­ret­tungs­wa­che zu machen, ent­spro­chen wor­den.

 

Das gan­ze Pro­jekt hat ein Inves­ti­ti­ons­vo­lu­men von rund einer Mil­li­on Euro. Der Land­kreis hat­te als Trä­ger des Ret­tungs­diens­tes den Neu­bau aus­ge­schrie­ben. Die Kreis­wohn­bau erhielt den Zuschlag, erwarb das Grund­stück, berei­te­te die Pla­nung vor und ist Bau­herr des Gebäu­des.

 

Für die nächs­ten sechs Jah­re ist dort der ASB gemein­nüt­zi­ge Gesell­schaft für Sozi­al­diens­te und Kran­ken­trans­por­te mbH aus Han­no­ver, als Mie­ter vor­ge­se­hen. Eine vom Land­kreis Hil­des­heim über 32 Jah­re zuge­si­cher­te Miet­aus­fall­bürg­schaft, garan­tiert den Betrieb der Ret­tungs­wa­che auch in Zukunft. Der ASB-Ret­tungs­dienst-Hil­des­heim über­nimmt die Pro­jekt­steue­rung am Stand­ort.

Rie­si­ger Moti­va­ti­ons­schub

Arbeits­be­din­gun­gen im alten Domi­zil waren sehr dürf­tig

Per­sön­li­che Ruhe­räu­me für die Nacht­schicht. Meik Hüp­per, Lei­ter Ret­tungs­dienst des ASB Stadt und Land­kreis Hil­des­heim, inspi­ziert die Ein­rich­tung.

Bei der Pla­nung konn­te auf die Erfah­run­gen der Errich­tung der Ret­tungs­wa­che Bocke­nem zurück­ge­grif­fen wer­den, die eben­falls durch die Kreis­wohn­bau rea­li­siert wur­de. Moha­med Abou-Taam, Geschäfts­füh­rer des ASB Han­no­ver, lob­te die gute Zusam­men­ar­beit mit dem Land­kreis Hil­des­heim und der Kreis­wohn­bau. Man­fred Quen­sen erklär­te dazu: „Wir konn­ten vie­le Wün­sche und Anre­gun­gen mit ein­brin­gen“. Wei­ter berich­tet er als Lei­ter der Ret­tungs­wa­che: „Der Neu­bau ist für die Mit­ar­bei­ter ein rie­si­ger Moti­va­ti­ons­schub. Die Arbeits­be­din­gun­gen im alten Domi­zil waren sehr dürf­tig.“

 

Gan­ze 19 Jah­re dien­te ein ehe­ma­li­ges Schlacht­haus an der Orts­durch­fahrt als Stütz­punkt der ehren­amt­li­chen Hel­fer. Mit­ar­bei­ter und Arbeits­ma­te­ria­li­en waren auf engs­tem Raum unter­ge­bracht.

 

Der Umzug bie­tet auch für die Anwoh­ner der Orts­durch­fahrt einen Vor­teil. Quen­sen erklärt: „Wegen des star­ken Stra­ßen­ver­kehrs muss­ten wir oft­mals schon im Ort die Mar­tins­hör­ner benut­zen. Meist geht die Fahrt in Rich­tung Bocke­nem und wir müs­sen nun nicht mehr durch Seh­lem fah­ren. Für die Anwoh­ner wird es des­halb deut­lich ruhi­ger“.

 

Quel­le: Son­der­ver­öf­fent­li­chung der RUBS, 22. Mai 2013

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