04. Oktober 2012

Argentum“ wächst über Kellerdecke hinaus

Hightech-Wohnhaus entsteht an der Hildesheimer Straße / Kreiswohnbau plant Fertigstellung für den Sommer 2013

Sar­stedt (ph). An den bei­den Krä­nen kann man die Bau­stel­le schon von wei­tem erken­nen: An der Hil­des­hei­mer Stra­ße wächst das Senio­ren-Wohn­pro­jekt „Argen­tum“ der Kreis­wohn­bau. Wo noch vor drei Mona­ten eine Frei­flä­che lag, steht bereits das kom­plet­te Kel­ler­ge­schoss.

 

Wäh­rend der Kran die Beton-Fer­tig­tei­le über den Bau­zaun hievt, wächst der Roh­bau wei­ter aus der Erde. Trotz der täg­lich sicht­ba­ren Bau­fort­schrit­te wird es noch fast ein Jahr dau­ern, bis alles fer­tig ist.

 

Das liegt auch dar­an, dass die Innen­aus­stat­tung des Gebäu­des beson­ders auf­wän­dig ist. An der Hil­des­hei­mer Stra­ße oder viel­mehr an der Stra­ße Am Ried ent­ste­hen 25 bar­rie­re­freie senio­ren­ge­rech­te Woh­nun­gen, dar­un­ter zwei als Pent­house auf dem Dach.

 

Alle Woh­nun­gen wer­den mit einem Com­pu­ter-Tablet aus­ge­stat­tet, mit des­sen Hil­fe die Bewoh­ner ihre Hei­zung und Elek­tro­ge­rä­te über­wa­chen sowie Jalou­sien, Licht und Fens­ter­öff­ner steu­ern kön­nen. Nicht nur für ängst­li­che Gemü­ter ist es wich­tig: Es gibt einen zen­tra­len Abschalt­knopf, mit dem man alle elek­tri­schen Gerä­te in der Woh­nung sicher aus­schal­ten kann, von der Kaf­fee­ma­schi­ne bis zum Herd. Dann braucht sich nie­mand auf dem Weg in die Stadt zu fra­gen, ob er nicht doch viel­leicht das Bügel­eisen ein­ge­schal­tet ste­hen gelas­sen hat.

 

Es wird auch ein inter­nes Com­pu­ter­netz geben, eine Art Haus-Face­book, mit des­sen Hil­fe sich die Haus­be­woh­ner ver­stän­di­gen und abstim­men kön­nen. Sogar die Sonn­tags­bröt­chen und das Mit­tags­me­nü kann man sich per Com­pu­ter aus­su­chen und bestel­len. Hin­ter­grund: Die heu­te „Genera­ti­on 60 plus“ genann­te Genera­ti­on hat den Umgang mit Com­pu­ter und Inter­net drauf und möch­te auch nach der Pen­sio­nie­rung nicht auf des­sen Vor­tei­le ver­zich­ten.

 

Mila­no Wer­ner, Spre­cher der Kreis­wohn­bau: „Die Tech­nik ist als Unter­stüt­zung und Hil­fe gedacht, es geht natür­lich auch ohne die­se.“ So kön­nen sich die Bewoh­ner künf­tig auch direkt an die Ser­vice- und Bera­tungs­stel­le im Haus wen­den. Die wird von den Johan­ni­tern betreut. Und sie brau­chen nicht per Intra­net zu chat­ten, son­dern kön­nen sich auch in der gemein­sa­men Küche tref­fen oder am Kamin­ofen ein Glas genie­ßen.

 

Das Gan­ze kos­tet rund 3,5 Mil­lio­nen Euro und wird über die Mie­ten finan­ziert. Bereits jetzt ist die Nach­fra­ge grö­ßer als das Ange­bot, alle Woh­nun­gen sind ein Jahr vor der Fer­tig­stel­lung weg. Die Kreis­wohn­bau sieht die Sar­sted­ter Anla­ge als Pilot­pro­jekt. „Argen­tum soll kein Ein­zel­fall blei­ben“, sagt Wer­ner. Wei­te­re Stand­or­te im Land­kreis sei­en denk­bar. Intern berät die Kreis­wohn­bau der­zeit über wei­te­re Senio­ren­woh­nun­gen in Sar­stedt, etwa im Bereich Bres­lau­er und Lie­gnit­zer Stra­ße. Dort aller­dings nicht als Miet­woh­nun­gen, son­dern als Wohn­ei­gen­tum.

 

In den Neu­bau an der Hil­des­hei­mer Stra­ße wird eine umwelt­freund­li­che und CO2-neu­tra­le Hei­zung mit Holz­pel­lets ein­ge­baut, kom­bi­niert mit einer Solar­an­la­ge.

 

Der Name „Argen­tum“ kommt aus dem Latei­ni­schen und heißt Sil­ber, eine Anspie­lung auf die Genera­ti­on mit sil­ber­grau­em Haar.

 

Ange­hen­de Mie­ter und ande­re Inter­es­sen­ten kön­nen im Inter­net ver­fol­gen, wie ihre Woh­nung ent­steht: Die Kreis­wohn­bau stellt ein Foto-Bau­ta­ge­buch auf ihre Home­page. Dort gibt es auch Anga­ben über die Miet­prei­se. Die lie­gen zwi­schen 622 Euro für 55 Qua­drat­me­ter ohne Bal­kon und 1111 Euro für das 94-Qua­drat­me­ter-Pent­haus, jeweils kom­plett ein­schließ­lich Neben­kos­ten.

 

Nähe­res: www.kreiswohnbau-hi.de.

 

Quel­le: Sar­sted­ter Anzei­ger der Hil­des­hei­mer All­ge­mei­nen Zei­tung, 02. Okto­ber 2012

Veröffentlicht unter 2012

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