DRK plant Pfle­ge­be­ra­tung und Café im künf­ti­gen Argentum

27. Okto­ber  –  Alex­an­der Raths

DRK will ein Lokal und dazu ein Ser­vice­bü­ro im künf­ti­gen Nordstem­mer Wohn­kom­plex ein­rich­ten / Ziel­grup­pe sind Senioren

 

Nordstem­men. In der neu­en Argen­tum- Wohn­an­la­ge der Kreis­wohn­bau­ge­sell­schaft Hil­des­heim (kwg) plant das DRK ein brei­tes Ange­bot. Vor­ge­se­hen ist in Nordstem­men auch ein Pfle­ge- und Bera­tungs­stütz­punkt im Ober­ge­schoss des Gebäu­des, das zur­zeit errich­tet wird. Dazu soll auch ein Café in dem alten Fach­werk­haus – die Hof­s­tel­le Bar­tels von 1841 – ein­ge­rich­tet wer­den. Das Lokal wird den­sel­ben Namen wie das Argen­tum tra­gen: Brun­nen­hof. Der Gas­tro-Betrieb soll den Bewoh­nern, vor allem hoch­be­tag­te Senio­ren, Früh­stück, einen Mit­tags­tisch und Kaf­fee und Kuchen sowie ande­re Spei­sen bie­ten. Alko­ho­li­sche Geträn­ke wer­den dort nicht aus­ge­schenkt. „Wir wol­len die Ver­sor­gung der Men­schen im Argen­tum sicher­stel­len“, berich­tet Mar­kus Dolat­ka, der sich für das DRK um das Argen­tum küm­mert, auf Nach­fra­ge der HAZ.

Die­ser Anblick wird künf­tig das Orts­bild prä­gen. In dem Argen­tum-Wohn­kom­plex in Nordstem­men sind ein Lokal mit Mit­tags­tisch sowie ein neu­er Pfle­geund Bera­tungs­stütz­punkt des DRK vor­ge­se­hen. Öff­nen soll die Wohn­an­la­ge im Som­mer 2021. FOTOMONTAGE: KWG
So soll das Café im Unter­ge­schoss des alten Bau­ern­hau­ses auf dem Argen­tum-Gelän­de aus­se­hen. FOTOMONTAGE: DRK

Dolat­ka sieht das Lokal auch als Begeg­nungs­stät­te für die Senio­ren. Dies sei ein sozia­ler Treff­punkt, in dem sich die Rent­ner etwa zur gemein­sa­men Lek­tü­re bei Vor­le­se­aben­den tref­fen könn­ten. Das Café soll bis Som­mer kom­men­den Jah­res sei­ne Pfor­ten öff­nen – zeit­gleich mit der Fer­tig­stel­lung des Argentums.

 

Geplant sind dort 26 bis 30 Sitz­plät­ze, hin­zu kom­men auf einer Ter­ras­se zehn bis zwölf wei­te­re. In dem Lokal sol­len drei bis vier Mit­ar­bei­ter beschäf­tigt wer­den. Betrie­ben wer­den soll es vom DRK. Die­ses kann sich aber noch ändern, so Dolatka.

 

Wich­tig ist dem DRK zufol­ge auch ein wei­te­rer Ser­vice im Argen­tum. Dort soll im Ober­ge­schoss ein Büro ein­ge­rich­tet wer­den, das als Pfle­ge- und Bera­tungs­stütz­punkt des DRK gedacht ist. Für eine Pau­scha­le, die ähn­lich wie im Argen­tum Alger­mis­sen 39 Euro pro Monat betra­gen könn­te, kön­nen sich die Haus­be­woh­ner dort bera­ten las­sen. Dabei geht es etwa um Haus­halts­hil­fen, the­ra­peu­ti­sche Ver­sor­gung oder auch Unter­stüt­zung bei Kon­tak­ten mit Behör­den. „Wenn zum Bei­spiel jemand mit einem For­mu­lar einer Behör­de nichts anfan­gen kann“, erklärt Dolat­ka. Das Ser­vice­bü­ro ist für den Bedarf des „hoch­be­tag­ten Kli­en­tels“ gedacht, das in dem Argen­tum künf­tig leben wird und All­tags­hil­fen benö­tigt. In dem Stütz­punkt soll eine Kraft arbei­ten. Die­ser soll eben­falls ab kom­men­den Som­mer geöff­net sein.

 

Etwa 4,8 Mil­lio­nen Euro inves­tiert die kwg in den Bau mit 19 bar­rie­re­frei­en und alten­ge­rech­ten Miet­woh­nun­gen an der Brun­nen­stra­ße. Es gab bereits mehr als 70 Bewer­bun­gen für eine Woh­nung. Doch die Erfah­rung zei­ge, dass ein Teil davon wie­der abspringt. Die Ver­ga­be soll bis­lang laut kwg über das so genann­te Wind­hund­ver­fah­ren – wer sich zuerst gemel­det hat, bekommt den Zuschlag – erfol­gen. Die Plä­ne der kwg und des DRK auf dem Argen­tum-Gelän­de sol­len dem Nordstem­mer Orts­rat am heu­ti­gen Diens­tag, 19 Uhr, im Rat­haus vor­ge­stellt werden.

Quel­le: Hil­des­hei­mer All­ge­mei­ne Zei­tung, 27. Okto­ber 2020