Die kwg baut in Schel­ler­ten eine Seniorenwohnanlage

15. Janu­ar 2021 — Andrea Hempen

Kreis­wohn­bau­ge­sell­schaft plant 18 bar­rie­re­freie Woh­nun­gen und ein Gebäu­de für die gewerb­li­che Nut­zung an der Bun­des­stra­ße 1
Foto Matthias Kaufmann und Gerold Schäfer, kwg Hildesheim
Mat­thi­as Kauf­mann und Gerold Schä­fer von der kwg vor dem Schel­ler­ter Volks­bank­ge­bäu­de, das im Zuge des Neu­baus abge­ris­sen wird. FOTO: ANDREA HEMPEN

Schel­ler­ten. Die Kreis­wohn­bau­ge­sell­schaft Hil­des­heim (kwg) plant den Bau einer Senio­ren­wohn­an­la­ge in Schel­ler­ten. Das Unter­neh­men hat im Som­mer das Gebäu­de der Volks­bank an der B1 gekauft, um die­ses und das dane­ben­lie­gen­de Grund­stück für den Bau zu nut­zen. 18 bar­rie­re­freie Woh­nun­gen sol­len im Argen­tum-Stil der kwg im Kern­ort der Gemein­de entstehen.

Schon Ende 2019 kauf­te die kwg das Grund­stück neben der Volks­bank in Schel­ler­ten. „Nach allem, was wir wis­sen, war die­ses Grund­stück noch nie bebaut“, erklärt kwg-Geschäfts­füh­rer Mat­thi­as Kauf­mann. Die archäo­lo­gi­schen Vor­un­ter­su­chun­gen hät­ten bis­her kei­ne Auf­fäl­lig­kei­ten erge­ben. So beson­de­re Fun­de wie etwa im Hol­ler Orts­kern erwar­tet Kauf­mann nicht. „Aber man kann nie wis­sen“, sagt er. In Hol­le baut die kwg im Orts­kern eben­falls ein Argen­tum. Bei den Unter­su­chun­gen des Are­als fan­den die Archäo­lo­gen so viel, dass sich der Bau­be­ginn ver­zö­ger­te. In Hol­le wer­den die Woh­nun­gen wahr­schein­lich im Mai die­ses Jah­res bezugs­fer­tig sein. In Schel­ler­ten wird sich das noch etwas hin­zie­hen. „Wir gehen von einem Bau­be­ginn im ers­ten Quar­tal 2022 aus“, erklärt Kaufmann.

Aktu­ell ist der Bebau­ungs­plan in der Aus­le­gung, danach fol­gen die wei­te­ren Pla­nungs­ar­bei­ten. Wie Pro­jekt­lei­ter Gerold Schä­fer erklärt, wird par­al­lel zur B 1 ein Gebäu­de gebaut, in dem eine Apo­the­ke, Ärz­te und auch die Volks­bank Platz fin­den wer­den. Doch für die genaue Bele­gung lau­fen die Gesprä­che noch. Das Haus wird auf zwei Eta­gen 670 Qua­drat­me­ter Platz bie­ten. Da die Volks­bank sich in Schel­ler­ten ver­klei­nern woll­te, ergriff die kwg die Chan­ce, um so mehr Platz für ihr Vor­ha­ben zu gewin­nen. „Sonst hät­ten wir ein Pro­blem mit den Park- und Ein­stell­plät­zen gehabt“, erklärt Kauf­mann. Ist das Gewer­be­ob­jekt an der B 1 fer­tig, wird das alte Bank­ge­bäu­de abge­ris­sen. Bis es soweit ist, bleibt die Bank am alten Stand­ort – als Mie­ter der kwg. An das Gewer­be­ge­bäu­de schlie­ßen sich Auf­zug und Trep­pen­haus für die Senio­ren­wohn­an­la­ge an.

Auf dem bis­her unbe­bau­ten Grund­stück wird das Argen­tum gebaut. „Wir bau­en 18 Woh­nun­gen mit zwei und drei Zim­mern auf 60 bis 75 Qua­drat­me­tern, es wird sechs Wohn­ein­hei­ten pro Eta­ge geben“, erläu­tert Schä­fer. Ins­ge­samt inves­tiert die kwg für das Pro­jekt in Schel­ler­ten sechs Mil­lio­nen Euro. Andert­halb Jah­re nach dem Bau­be­ginn – so der Plan – sol­len die Argen­tum-Woh­nun­gen in Schel­ler­ten bezugs­fer­tig sein.

Schä­fer und Kauf­mann sind mit der Lage des neu­en Objekts sehr zufrie­den, denn die künf­ti­gen Bewoh­ner haben es bis zu den Lebens­mit­tel­märk­ten nicht weit, auch Gas­tro­no­mie, das Rat­haus oder ein Blu­men­la­den sind in der Nähe. Soll­te Schel­ler­ten tat­säch­lich den bean­trag­ten Bahn­hal­te­punkt bekom­men, wäre das „fan­tas­tisch“, meint Schä­fer. Denn der Hal­te­punkt läge dann nahe der geplan­ten Wohnanlage.

Quel­le: Hil­des­hei­mer All­ge­mei­ne Zei­tung, 15.01.2021