14 neue Woh­nun­gen in Gronau

15. März 2021 — Micha­el Bornemann

kwg bebaut eine Brachfläche
kwg-Geschäft­füh­rer Mat­thi­as Kauf­mann plat­ziert die tra­di­tio­nel­le Zeit­kap­sel ins Mau­er­werk. FOTO: MICHAEL BORNEMANN

Gro­nau. Die Kreis­wohn­bau­ge­sell­schaft (kwg) Hil­des­heim inves­tiert 2,4 Mil­lio­nen Euro für neu­en Wohn­raum in der Gro­nau­er Innen­stadt. Das Fun­da­ment für den Neu­bau an der Burg­stra­ße – in dem 14 bar­rie­re­freie Miet­woh­nun­gen geplant sind – ist fer­tig. Der Start­schuss des Bau­pro­jekts fiel nun mit der Grund­stein­le­gung. Im Febru­ar 2022 sol­len die Arbei­ten abge­schlos­sen sein.

In den spe­zi­ell ange­fer­tig­ten Grund­stein leg­te kwg-Geschäfts­füh­rer Mat­thi­as Kauf­mann eine Zeit­kap­sel. Sie ent­hält Bau­plä­ne, aktu­el­le Tages­zei­tun­gen der Regi­on und Euro­mün­zen. Wie Kauf­mann beton­te, sei die kwg mit die­sem Kom­plex bewusst mit­ten in die Stadt gegan­gen. „Wir wer­den es uns auf Dau­er auch nicht leis­ten kön­nen, immer wei­ter in die Flä­che zu gehen“, beton­te er ins­be­son­de­re mit Blick auf öko­lo­gi­sche Aspek­te. So pla­ne die kwg in Gro­nau neben dem Neu­bau an der Burg­stra­ße einen zwei­ten Bau an der Junkernstraße.

Das „Stadt­haus“ an der Burg­stra­ße ent­steht auf einer 2250 Qua­drat­me­ter gro­ßen Brach­flä­che neben dem DRK-Alten­heim. Das Gebäu­de hat künf­tig eine Wohn­flä­che von 850 Quadratmetern.

Laut Kauf­mann sei es nicht immer ein­fach, in einen Orts­kern hin­ein zu bau­en. „Hier in Gro­nau war das anders und wir sind mit offe­nen Armen emp­fan­gen wor­den, wenn­gleich die Anlie­ger wäh­rend der Bau­pha­se Belas­tun­gen aus­ge­setzt sind.“

Bei den 14 Woh­nun­gen han­delt es sich um Zwei- und Drei- Zim­mer-Ein­hei­ten (Wohn­flä­che cir­ca 50 bis 80 Qua­drat­me­ter). Jede ver­fügt über eine Ter­ras­se oder einen Bal­kon. Damit alle bar­rie­re­frei erreich­bar sind, wird ein Lift ein­ge­baut. Zudem sind Park­plät­ze sowie sie­ben Car­ports und ein Fahr­rad­ab­stell­raum geplant.

„Die Bau­ar­bei­ten began­nen im ver­gan­ge­nen Novem­ber. Dabei ging es zunächst um das Set­zen von Pfäh­len“, so Kauf­mann. Die Boden­ver­hält­nis­se sei­en auf Grund der Nähe zur Lei­ne schwie­rig gewe­sen. Durch spe­zi­el­le „Ver­drän­gungs­pfäh­le“ sei es gelun­gen, in rund acht Meter Tie­fe auf trag­fä­hi­gen Boden zu gelangen.

Laut Kauf­mann sind bau­glei­che Häu­ser auch in Alger­mis­sen und Hase­de geplant. „Dort wol­len wir in Kür­ze eben­falls mit den Bau­ten begin­nen.“ Das Kon­zept sei eine der weni­gen Mög­lich­kei­ten für die kwg, Kos­ten zu sparen.

„Wir freu­en uns sehr, dass Sie uns bezahl­ba­ren Wohn­raum zur Ver­fü­gung stel­len“, so Gro­naus Bür­ger­meis­ter Ulf Gabri­el. „Jetzt hof­fe ich, dass die Arbei­ten unfall­frei über die Büh­ne gehen.“ Samt­ge­mein­de­bür­ger­meis­ter Rai­ner Mer­tens beton­te, dass es gera­de in der Innen­stadt wich­tig sei, mit den Flä­chen sorg­fäl­tig umzu­ge­hen. Wäh­rend die Bau­grund­stü­cke in Han­no­ver mitt­ler­wei­le unbe­zahl­bar gewor­den sei­en, gehe nun der Trend zurück aufs Land. „Doch auch wir kön­nen nicht über­all Ein­fa­mi­li­en­häu­ser hin­set­zen.“ Wie Kauf­mann berich­te­te, habe die Ver­mark­tung der Woh­nun­gen noch nicht begon­nen. „Es gibt aber schon Interessenten.“

Quel­le: Hil­des­hei­mer All­ge­mei­ne Zei­tung, 15.03.2021