20. Juli 2018

Alle Augen auf die Kreiswohnbau

Argentum am Bockenemer Buchholzmarkt ist für die Neugestaltung des Platzes von großer Bedeutung

Von Micha­el Voll­mer

Bocke­nem. Mit gro­ßer Span­nung war­tet der Sanie­rungs­bei­rat der Stadt Bocke­nem auf die Ent­schei­dung der Kreis­wohn­bau­ge­sell­schaft (KWG), ob sie das Argen­tum-Pro­jekt am Buch­holz­markt in die Tat umsetzt. Ob und wann die bar­rie­re­freie Wohn­an­la­ge kommt, sei auch für die Neu­ge­stal­tung des Mark­tes von gro­ßer Bedeu­tung, sag­te der Vor­sit­zen­de Sieg­fried Ber­ner.

 

Bür­ger­meis­ter Rai­ner Block hofft dar­auf, im August oder Sep­tem­ber Klar­heit zu haben. Grund­sätz­lich sieht er die Din­ge posi­tiv. Der Bür­ger­meis­ter ist von den guten Bedin­gun­gen am Markt­platz für die Bewoh­ner der bar­rie­re­frei­en Woh­nun­gen über­zeugt. So sei­en zum Bei­spiel Ein­kaufs­märk­te oder Ärz­te schnell erreich­bar. Er weiß aber auch um die schwie­ri­gen Rah­men­be­din­gun­gen, an der Stel­le ein Pro­jekt mit 20 Wohn­ein­hei­ten umzu­set­zen. Es han­delt sich schließ­lich um meh­re­re Gebäu­de, Grund­stü­cke und Eigen­tü­mer. Und nicht zuletzt müs­sen auch die Belan­ge des Denk­mal­schut­zes mit berück­sich­tigt wer­den. Mit den zustän­di­gen Ämtern hat es auch bereits meh­re­re Gesprä­che gege­ben. Detail­lier­te Plä­ne exis­tie­ren bereits, sie sind aber noch nicht für die Öffent­lich­keit bestimmt. Wann die Arbei­ten bei einem posi­ti­ven Votum begin­nen, ist ein wei­te­rer Punkt, den der Sanie­rungs­bei­rat bren­nend inter­es­siert. Die Ver­wal­tung teil­te mit, dass das mit der Pla­nung des Buch­holz­mark­tes beauf­trag­te Büro mit in das Argen­tum-Pro­jekt ein­be­zo­gen ist. „Es ist wün­schens­wert, dass die Plä­ne umge­setzt wer­den. Am Markt lässt es sich gut leben“, sag­te Orts­bür­ger­meis­te­rin Chris­ti­na Phil­ipps.

 

Zum neu­en Stand­ort des Stadt­ar­chivs haben die Frak­tio­nen ent­spre­chen­de Anträ­ge for­mu­liert, die nun wei­ter bera­ten wer­den. Im Gespräch sind der­zeit die ehe­ma­li­ge Hei­lig-Geist-Kapel­le, die alte Schuh­mach­er­werk­statt zwi­schen dem Haus am Papen­berg und dem Muse­um sowie ein Gebäu­de­teil im Rah­men des Argen­tum-Pro­jek­tes. Frag­lich ist, ob eine Zwi­schen­la­ge­rung der alten Akten not­wen­dig wird. Das hängt in ers­ter Linie davon ab, ob die neu­en Räu­me für das Archiv bereits beim Aus­zug aus dem Haus Papen­berg bezo­gen wer­den kön­nen. Susan­ne Kem­pe wur­de für den ver­stor­be­nen Die­ter Zeh als Bür­ger­ver­tre­te­rin im Bei­rat begrüßt. „Als stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de des Kir­chen­vor­stan­des und Anwoh­ne­rin liegt ihr das Wohl der Stadt, des Mark­tes und der Kir­che beson­ders am Her­zen“, sag­te Ber­ner.

 

Quel­le: Hil­des­hei­mer All­ge­mei­ne Zei­tung, 20. JUli 2018.

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