16. April 2013

Argentum Nummer 3 – diesmal für Käufer

Kreiswohnbau erschließt das Eckgrundstück an der Liegnitzer Straße / Acht Wohnungen schon fest gebucht

Sar­stedt (ph). Das Inter­es­se für das Wohn­bau­kon­zept „Argen­tum“ mit senio­ren­ge­rech­ten Woh­nun­gen der Kreis­wohn­bau ist groß. Vie­le inter­es­sie­ren sich nicht nur fürs Woh­nen, sie wol­len die eige­nen vier Wän­de auch als Geld­an­la­ge nut­zen. In Sar­stedt errich­tet die Kreis­wohn­bau ein sol­ches Gebäu­de, Bau­be­ginn soll bereits im Som­mer sein.

 

Mat­thi­as Kauf­mann, Chef der kreis­ei­ge­nen Woh­nungs­bau­ge­sell­schaft, steht zu Sar­stedt: „Das ist der bes­te Stand­ort im Land­kreis“, sagt er. Das ers­te Argen­tum- Pro­jekt an der Hil­des­hei­mer Stra­ße hat genü­gend Mie­ter ange­lockt, das zwei­te ent­steht der­zeit in Bad Salz­det­furth, nun kommt das drit­te wie­der nach Sar­stedt. Aller­dings mit Ver­än­de­run­gen. War­um? Kauf­mann: „Meh­re­re Inter­es­sen­ten haben den Wunsch geäu­ßert, statt zu mie­ten eine Woh­nung kau­fen zu wol­len. Auf die­sen Wunsch gehen wir jetzt ein.“

 

Das Bau­grund­stück zwi­schen Bres­lau­er (hin­ten) und Lie­gnit­zer Stra­ße gilt als Filet­stück: Nah an der Innen­stadt und doch im Grü­nen. Foto: P. Hart­mann

Das seit Jah­ren brach lie­gen­de Grund­stück an der Lie­gnit­zer Stra­ße, zwi­schen die­ser, der Königs­ber­ger und der Bres­lau­er Stra­ße, gilt als Filet­stück in Sar­stedt: Es liegt ver­kehrs­güns­tig, aber nicht zu laut, im Grü­nen, aber innen­stadt­nah. Den hin­te­ren Teil hat die Kreis­wohn­bau zu Grund­stü­cken für Eigen­hei­me auf­ge­teilt, die sind rei­ßend weg­ge­gan­gen. Dazwi­schen wird eine schma­le Stich­stra­ße mit Car­ports und Gara­ge ent­ste­hen, davor dann der L-för­mi­ge Neu­bau. Der wird drei­ge­schos­sig plus Pent­haus­woh­nun­gen auf dem Dach mit jeweils eige­ner Ter­ras­se. Die Woh­nun­gen im Erd­ge­schoss bekom­men zusätz­lich einen eige­nen klei­nen Gar­ten, den die Besit­zer selbst gestal­ten kön­nen, plus eben­erdi­ger Ter­ras­se. Mar­ke­ting- Mann Mila­no Wer­ner: „Vie­le Inter­es­sen­ten ver­kau­fen ihr Haus, weil sie die Arbeit nicht mehr schaf­fen. Ihnen kön­nen wir die Mög­lich­keit bie­ten, zumin­dest einen klei­nen Gar­ten zu behal­ten.“

 

Das Haus wird ener­ge­tisch nach dem aktu­el­len Stand der Tech­nik gebaut, es bekommt eine zusätz­li­che Solar­an­la­ge zur Warm­was­ser­er­zeu­gung auf dem Dach. Errich­tet wird das Gebäu­de kon­ven­tio­nell, also aus Kalk­stein-Mau­er­werk. Das Erd­ge­schoss bekommt eine Natur­stein­ver­klei­dung.

 

Wann es los­geht, ent­schei­den die Käu­fer selbst. Kauf­mann: „Bau­be­ginn ist, wenn 60 Pro­zent aller Woh­nun­gen ver­kauft sind.“ Zur­zeit ist man auf dem Weg dort­hin. Ver­mark­tet wer­den die Woh­nun­gen über die Volks­bank Hil­des­hei­mer Bör­de. Hayo Degen­hardt, Geschäfts­füh­rer Immo­bi­li­en dort: „Wir haben bereits Reser­vie­run­gen für acht Woh­nun­gen.“ Erst seit ein paar Tagen ist das Ange­bot auf dem Markt. Degen­hardt und Kauf­mann rech­nen damit, dass bis zum Som­mer alles klar ist. Die Stadt Sar­stedt ändert der­zeit noch den Bebau­ungs­plan für die Flä­che, was aber poli­tisch unum­strit­ten ist und ohne Ver­zö­ge­run­gen über die Büh­ne gehen dürf­te. Der Bau­an­trag wur­de ver­gan­ge­nes Jahr ein­ge­reicht und liegt im Kreis­haus.

 

Das Haus wird 23 Zwei- bis Drei­zim­mer- Woh­nun­gen zwi­schen 60 und 93 Qua­drat­me­tern ent­hal­ten. Die Prei­se pro Qua­drat­me­ter lie­gen zwi­schen 2100 und 2600 Euro fürs Pent­haus. Also kos­tet eine Woh­nung je nach Grö­ße und Lage zwi­schen 147 000 und 260 000 Euro ein­schließ­lich Gara­gen­platz. Degen­hardt: „Wir ver­kau­fen die Woh­nun­gen aller­dings fix und fer­tig, man kann sofort ein­zie­hen.“ Zudem sei die Innen­aus­stat­tung hoch­wer­tig, von der moder­nen Groß­flie­se bis zum Buchen­holz­par­kett.

 

Das Haus ist bar­rie­re­frei, ein Lift wird ein­ge­baut. Nicht vor­ge­se­hen sind Gemein­schafts­ein­rich­tun­gen wie der Miet­er­treff im Pro­jekt Hil­des­hei­mer Stra­ße. Unter Eigen­tü­mern, meint Wer­ner, sei die Nach­fra­ge nicht groß, zumal alle Eigen­tü­mer an der Finan­zie­rung betei­ligt sei­en. Aber: „Die tech­ni­schen Vor­aus­set­zun­gen für Bewoh­ner, die Hil­fen von Pro­fis in Anspruch neh­men wol­len, sind gege­ben.“ Über ein Zusatz­mo­dul wer­de es mög­lich sein, Tablet-Com­pu­ter, Lap­top oder Smart­pho­ne als Steue­rungs­ein­hei­ten für die Haus­tech­nik ein­zu­set­zen. Vor­ge­se­hen sind ein Ein­bruchs­schutz durch gesteu­er­te Licht­sze­nen, eine zen­tra­le Abschal­tung kri­ti­scher Elek­tro­ge­rä­te wie Herd und Bügel­eisen direkt an der Ein­gangs­tür und eine leicht zu bedie­nen­de Steue­rung der Haus­tech­nik durch Schal­ter (Hei­zung, Jalou­si­en).

 

Auf dem Grund­stück bleibt der Wall in Rich­tung Bres­lau­er Stra­ße erhal­ten, eben­so ein Teil des Baum­be­stan­des. „Das behält einen park­ar­ti­gen Cha­rak­ter“, sagt Kauf­mann.

 

Quel­le: Sar­sted­ter Anzei­ger der Hil­des­hei­mer All­ge­mei­nen Zei­tung, 16. April 2013

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