17. Februar 2017

Auf dem Sonnenkamp wohnen wie in Holland

Kreiswohnbau lässt am Standort Sarstedt zwölf Reihenhäuser für junge Familien errichten / Fertigstellung für das Frühjahr 2018 geplant

Eine Front-Ansicht der geplan­ten Rei­hen­häu­ser aus dem Pro­spekt. Der ers­te Spa­ten­stich (von links): Boris Wel­di, Mat­thi­as Kauf­mann, Hei­ke Bren­ne­cke, Klaus Bru­er und Mar­tin Weber. FOTO: KREISWOHNBAU/HÜBNER (1)

Von Vik­to­ria Hüb­ner

Sar­stedt. Ein Hauch von Hol­land soll ab dem Früh­jahr 2018 durch den Son­nen­kamp wehen. Denn dann ste­hen dort zwölf neue Rei­hen­häu­ser im offe­nen Stil der nie­der­län­di­schen Nach­barn – gedacht für jün­ge­re Fami­li­en mit Kin­dern. Die Kreis­wohn­bau als Bau­herr hat sich ent­schie­den, an ihrem größ­ten Stand­ort Eigen­hei­me in Reih und Glied zu bau­en. Ent­wor­fen hat das Wohn­kon­zept die Fir­ma Weber Mas­siv­haus aus Isern­ha­gen, den Ver­trieb über­nimmt die Spar­kas­se Hil­des­heim Gos­lar Pei­ne. Nun tra­fen sich alle Betei­lig­ten zum sym­bo­li­schen Spa­ten­stich auf dem letz­ten unbe­bau­ten Grund­stück an der Ecke Am Son­nen­kamp und Ger­trud-Kol­mar-Stra­ße.

 

Auf 156 bis 277 Qua­drat­me­ter gro­ßen Grund­stü­cken sol­len die Häu­ser in zwei Zei­len ent­ste­hen, so dass am Ende vier End- und acht Mit­tel­häu­ser her­aus­kom­men. Auf­ge­teilt sind die bei­den Blö­cke in Zei­len à fünf und à sie­ben Häu­ser. Die jewei­li­ge Wohn­flä­che beträgt zwi­schen 104 und 118 Qua­drat­me­tern. Anders als bei klas­si­schen Rei­hen­häu­sern, wo die Auf­tei­lung Küche vor­ne und Wohn­zim­mer hin­ten ist, setzt die Fir­ma Mas­siv­bau auf ein offe­nes Erd­ge­schoss. „Es gibt kei­ne abge­schlos­se­nen Räu­me“, betont Geschäfts­füh­rer Mar­tin Weber. Wohn­zim­mer, Küche und Ess­zim­mer gin­gen inein­an­der über. Durch gro­ße Fens­ter fällt viel Tages­licht.

 

Auch wenn die Häu­ser alle ein ein­heit­li­ches Design haben, sind sie unschwer als Archi­tek­ten­häu­ser zu erken­nen – die dabei auch noch bezahl­bar sind“, fin­det Kreis­wohn­bau-Geschäfts­füh­rer Mat­thi­as Kauf­mann. Zwi­schen 244 000 und 289 000 Euro wer­den für die Häu­ser fäl­lig. Inklu­si­ve Grund­stück und Stell­platz. Jedes Objekt hat so sei­nen eige­nen Gar­ten nebst Ter­ras­se und Gar­ten­haus. Damit der Nach­bar einem nicht das Steak vom Tel­ler guckt, trennt ein kom­bi­nier­tes Sicht­schutz- und Auf­be­wah­rungs­ele­ment die Par­zel­len. Auch Extras wie eine Solar­an­la­ge für die Warm­was­ser­be­rei­tung, teil­wei­se Voll­bä­der mit Wan­ne und Dusche sowie Stu­dio­zim­mer mit Pan­ora­ma-Dach­fens­tern sind mög­lich. Für Kauf­mann zudem ein Vor­teil: „Die Erwer­ber kau­fen ein Haus in einem bereits gewach­se­nen Bau­ge­biet.“

 

Doch bevor das Pro­jekt, so wie es jetzt steht, in tro­cke­nen Tüchern war, hat­te die Kreis­wohn­bau einen Wett­be­werb aus­ge­ru­fen. Bau­trä­ger aus Hil­des­heim und Han­no­ver soll­ten kom­plet­te Kon­zep­te ein­rei­chen. Eine mehr­köp­fi­ge Jury kür­te ein­stim­mig den Sie­ger: die Fir­ma Weber Mas­siv­haus. Kreis­wohn­bau und Weber haben sich zudem für eine exter­ne Bau­be­glei­tung ent­schie­den. Eine Qua­li­täts­si­che­rung durch Drit­te sozu­sa­gen. „Damit wir uns hin­ter­her gut in die Augen sehen kön­nen“, sag­te Kauf­mann und bedank­te sich bei Bür­ger­meis­te­rin Hei­ke Bren­ne­cke, dass die nöti­ge Ver­än­de­rung des Bebau­ungs­pla­nes von der Stadt „durch­ge­tra­gen wur­de.“ Bren­ne­cke freu­te sich indes, „dass wir so wei­ter­wach­sen“. Auch wenn es mit Kin­der­gar­ten und Krip­pen­plät­zen enger wer­de. Allein im Jahr 2016 regis­trier­te die Ver­wal­tung 176 Gebur­ten, in Alfeld waren es über 60 weni­ger. „Im Bereich der Kin­der­zah­len kön­nen wir im Land­kreis unse­re Stel­lung aus­bau­en.“

 

Quel­le: Hil­des­hei­mer All­ge­mei­ne Zei­tung, 17. Febru­ar 2017

Veröffentlicht unter 2017