22. Juni 2019

Aus der ehemaligen Hauptpost werden barrierefreie Wohnungen

Kreiswohnbaugesellschaft kauft ehemalige Hauptpost in Alfeld / Einbau von bis zu 19 Wohnungen geplant

Mat­thi­as Kauf­mann, Jose­phi­ne Sal­land, Bernd Beus­hau­sen (v.l.) FOTO: STUMPE

ALFELD. Die Kreis­wohn­bau­ge­sell­schaft Hil­des­heim mbH (KWG) kauft die ehe­ma­li­ge Haupt­post in Alfeld. In der Bahn­hof­stra­ße will das Woh­nungs­bau­un­ter­neh­men ihr Argen­tum- Kon­zept mit bar­rie­re­frei­en Woh­nun­gen umset­zen, das bei­spiels­wei­se schon in Elze rea­li­siert wur­de.

 

Die Vor­ge­schich­te: Die Alfel­der Stadt­ver­wal­tung woll­te in dem Gebäu­de­kom­plex eine Kita errich­ten und hat ihn dafür gekauft. Durch die Seve­so IIIRicht­li­nie wur­den Ein­bau und Betrieb in der Nähe der Papier­fa­brik prak­tisch aus­ge­schlos­sen. Die Stadt muss­te sich von der Immo­bi­lie wie­der tren­nen.

 

Schnell mel­de­te die KWG ihr Inter­es­se an dem Gebäu­de an. Zen­tral zwi­schen Bahn­hof und Innen­stadt gele­gen, erfüllt die Immo­bi­lie alle Ansprü­che. „Wir wol­len 17 bis 19 bar­rie­re­freie Woh­nun­gen ein­bau­en“, so Mat­thi­as Kauf­mann, Geschäfts­füh­rer der KWG.

 

Im Haupt­ge­bäu­de, 1926 erbaut, ste­hen dafür 3.400 Qua­drat­me­ter zur Ver­fü­gung. Der Kauf­preis beträgt 960.000 Euro. Zuvor hat­ten Stadt und KWG ein Wert­gut­ach­ten erstel­len las­sen, an dem sie sich ori­en­tiert haben. Damit kommt die Stadt Alfeld „plus-minus­null“ aus dem Kauf- und Ver­kauf des Post­grund­stü­ckes her­aus. In der Sit­zung am 20. Juni hat der Stadt­rat den Ver­kauf ein­stim­mig beschlos­sen.

 

Die Stadt kann die angren­zen­den Hal­len vor­läu­fig wei­ter­hin für Hoch­was­ser­schutz­ge­rä­te nut­zen – als Mie­ter. Der Ver­wal­tungs­chef Bernd Beus­hau­sen ist froh, dass die KWG als kom­mu­na­les Unter­neh­men ein­steigt. Alle freu­en sich über die sinn­vol­le Umwan­de­lung von Leer­stand in Wohn­raum. „Wir machen uns regel­mä­ßig Gedan­ken, wie wir etwas ent­wi­ckeln kön­nen“, so Kauf­mann zu dem Pro­jekt. Auch in Alfeld waren sie auf der Suche. Zum kon­kre­ten Pro­jekt wur­de eine Bau­vor­anfra­ge gestellt, die inner­halb von 14 Tagen posi­tiv beant­wor­tet wur­de.

 

Das Gebäu­de ist größ­ten­teils ent­kernt, die Grund­ris­se von Woh­nun­gen kön­nen frei gestal­tet wer­den – 60 bis 75 Qua­drat­me­ter wer­den die Woh­nun­gen mes­sen. „In 2021 wol­len wir mit dem ers­ten Bau­ab­schnitt fer­tig sein.“ Ein klei­ne­res Gebäu­de steht eben­falls für einen Umbau bereit und nach dem Abriss der Hal­len wäre dort auch noch ein Neu­bau mög­lich.

 

Die Optik des his­to­ri­schen Baus wird nicht gra­vie­rend ver­än­dert. Die Fas­sa­de sei stadt­bild­prä­gend und sol­le erhal­ten blei­ben. „Einen Mil­lio­nen­be­trag wer­den wir zum Kauf­preis noch inves­tie­ren“, skiz­ziert Kauf­mann die Kos­ten. Er betont, dass man kei­nen ver­gleich­ba­ren Roh­bau für die­sen Preis hät­te erstel­len kön­nen.

 

Für die Stadt muss jetzt noch eine Lösung für die Kin­der­gar­ten­plät­ze geschaf­fen wer­den, die ersetzt und neu geschaf­fen wer­den müs­sen. „Wir haben sechs Objek­te in die enge­ren Aus­wahl genom­men“, so Beus­hau­sen. Nach den Som­mer­fe­ri­en geht es bei der Suche wei­ter. hst

 

Quel­le: Kehr­wie­der am Sonn­tag, 22./23. Juni 2019

Veröffentlicht unter 2019

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