30. September 2019

Aus eins mach zwei

Kita- und Kindergartengruppen unter einem Dach

Die Kin­der durf­ten beim Umzug kräf­tig mit­hel­fen. FOTO: CARITAS-HILDESHEIM

DINGELBE. Anfang Sep­tem­ber war es so weit: Die von der Cari­tas betrie­be­ne Kin­der­ta­ges­stät­te St. Micha­el in Din­gel­be ist umge­zo­gen. Mit Bol­ler­wa­gen vol­ler Spiel­zeug haben sich Kin­der und Mit­ar­bei­ter vom bis­he­ri­gen Kin­der­gar­ten auf­ge­macht und den von der Gemein­de Schel­ler­ten mit einem Kos­ten­auf­wand von zwei Mil­lio­nen Euro errich­te­ten Neu­bau in Beschlag genom­men.

 

Wir freu­en uns, dass alles geklappt hat“, sagt Kita-Lei­te­rin Nadi­ne Hart­mann. In dem neu­en, von der Gemein­de Schel­ler­ten zur Ver­fü­gung gestell­ten Gebäu­de sind alle vier Krip­penund Kin­der­gar­ten­grup­pen mit ins­ge­samt 80 Kin­dern zusam­men mit ihren 15 Erzie­he­rin­nen und Erzie­hern nun unter einem Dach ver­eint.

 

Die Kin­der haben auch auf dem Außen­ge­län­de vie­le Mög­lich­kei­ten für span­nen­de Spie­le. FOTO: PEISKER

Der kom­mu­na­le Neu­bau wur­de auf einem knapp 2.600 Qua­drat­me­ter gro­ßen gemein­de­ei­ge­nen Grund­stück gebaut und umfasst cir­ca 660 Qua­drat­me­ter. Das ein­ge­schos­si­ge Gebäu­de glie­dert sich in einen zen­tra­len Ein­gangs- und Gemein­schafts­be­reich mit Küche und zwei Gebäu­de­flü­geln, in denen die KiTa und die Kin­der­krip­pe mit Grup­pen­räu­men, Per­so­nal­räu­men und Neben­räu­men unter­ge­bracht sind.

 

Die Räu­me sind hell und modern gestal­tet. FOTO: PEISKER

Es war eine span­nen­de und auf­re­gen­de Zeit für Kin­der und für Mit­ar­bei­ter,“ so Hart­mann. Sie hofft, dass sich alle schnell an die neu­en Gege­ben­hei­ten gewöh­nen und sich gut ein­le­ben. „Auch die Moti­va­ti­on der Eltern war sehr groß, uns zu unter­stütz­ten“, betont die neue Lei­te­rin, die zuvor schon als stell­ver­tre­ten­de Lei­te­rin in der Ein­rich­tung tätig war. Mitt­ler­wei­le ist der Betrieb im neu­en Gebäu­de bereits gestar­tet. Dem­nächst, so die Kin­der­gar­ten­lei­te­rin wei­ter, soll es auch eine offi­zi­el­le Fei­er zur Eröff­nung geben; der genaue Ter­min steht aller­dings noch nicht fest.

 

Die Gemein­de Schel­ler­ten nimmt auf Grund der inter­kom­mu­na­len Ver­ein­ba­rung mit dem Land­kreis Hil­des­heim in ihrem Gebiet die Auf­ga­be der Kin­der­ta­ges­be­treu­ung war.

 

Für die Finan­zie­rung des lau­fen­den Betrie­bes der in Trä­ger­schaft der Cari­tas, der ev. luth. Kir­che bezie­hungs­wei­se des DRK ste­hen­den fünf Kin­der­gär­ten wen­det die Gemein­de Schel­ler­ten jähr­lich rund 1,8 Mio. Euro auf.

 

Die Umsetzung

Die Gesell­schaft für Kom­mu­na­le Immo­bi­li­en Hil­des­heim (GKHi) hat im Auf­trag der Gemein­de Schel­ler­ten die Gesamt­pla­nung des Neu­bau­pro­jek­tes rea­li­siert. Die Pro­jekt­steue­rung wur­de von der kwg Kreis­wohn­bau­ge­sell­schaft Hil­des­heim mbH über­nom­men. Die kwg über­nimmt gene­rell für die GkHi die gesam­te Abwick­lung als Bau­trä­ger für die Umset­zung kom­mu­na­ler Auf­ga­ben wie bei­spiels­wei­se den Bau von Ret­tungs­wa­chen, Kitas, Grund­schu­len und sons­ti­ge kom­mu­na­le Bau­auf­ga­ben.

 

Umge­setzt wur­de das Pro­jekt vom Hil­des­hei­mer Archi­tek­turund Inge­nieur­bü­ro Him­stedt und Kol­li­en.

 

Der Verband

Der „Katho­li­sche Cari­tas­ver­band in Hil­des­heim“ wur­de im Jahr 1910 durch den dama­li­gen Bischof Dr. Adolf Bertram, dem spä­te­ren Erz­bi­schof und Kar­di­nal von Bres­lau gegrün­det. In der am 9. Dezem­ber 1910 geneh­mig­ten und im Kirch­li­chen Anzei­ger für das Bis­tum Hil­des­heim ver­öf­fent­lich­ten Sat­zung heißt es: „Die der Wohl­tä­tig­keit die­nen­den katho­li­schen Ver­ei­ne, Anstal­ten und Stif­tun­gen, sowie ein­zel­ne Cari­tas­freun­de der Stadt Hil­des­heim tre­ten zu einer frei­en Ver­ei­ni­gung unter dem Namen ‘Kath. Cari­tas­ver­band in Hil­des­heim’ zusam­men, um die Wer­ke der Nächs­ten­lie­be in plan­mä­ßi­ger Wei­se gemein­sam zu för­dern.…“ Die­ser Auf­trag gilt auch heu­te noch, obwohl sich seit der Grün­dung gesell­schaft­lich, inhalt­lich und orga­ni­sa­to­risch vie­les ver­än­dert hat.

 

Die Kin­der­ta­ges­stät­te in Din­gel­be besteht seit 1917. Im alten Haupt­haus, am Orts­rand, befan­den sich zuletzt die bei­den Krip­pen­grup­pen. Seit 2008 befan­den sich die Kin­der­gar­ten­grup­pen im alten Schul­ge­bäu­de. r/ela

 

Quel­le: Kehr­wie­der am Sonn­tag, 28./29. Sep­tem­ber 2019 (Son­der­ver­öf­fent­li­chung)

Veröffentlicht unter 2019