29. Januar 2014

Bagger frisst sich durchs Gebäude

Weite Teile des Kaiserhofes sind abgerissen / Platz für Seniorenwohnungen

Bad Salzdet­furth (uli). Seit rund zwei Wochen bah­nt sich der große Bag­ger seinen Weg. Schaufel für Schaufel frisst er sich durch einen Teil Bad Salzdet­fur­ther Geschichte. Er reißt weite Teile des Kaiser­hofes ein. Jeden Tag bleiben Spaziergänger an der Baustelle ste­hen und beobacht­en, wie die Arbeit­en vor­ange­hen.

 

Wie berichtet, hat die Kreis­wohn­bauge­sellschaft (KWG) den Gebäudekom­plex des ehe­ma­li­gen Hotels in der Kurstadt gekauft. Doch nicht, um es wieder zu eröff­nen. Geschäfts­führer Matthias Kauf­mann hat andere Pläne für den Stan­dort. Wo einst rauschende Hochzeit­en gefeiert wur­den, sollen in den kom­menden Monat­en 18 alten­gerechte Woh­nun­gen entste­hen. Dafür wird nun Platz gemacht.

 

Von der Bahn­hof­sstraße aus haben die Arbeit­er zunächst mit dem Abriss des Saales begonnen.

 

Weil an der Seite des Rathaus-Park­platzes die denkmalgeschützte Fas­sade des Saales erhal­ten bleiben soll, wurde die Mauer zuvor mit Holzbalken von Außen abgestützt. Nun ste­ht dort eine ein­same Mauer mit nichts dahin­ter – außer Schutt. Ist der kom­plett abgeräumt, wächst dort der Neubau für die Senioren­woh­nun­gen. Der schließt sich unmit­tel­bar an das Gast­stät­tenge­bäude an. In die ein­stige Kneipe wird nach dem Umbau der ASB mit der Tage­spflege einziehen.

 

In diesen Tagen fällt nun auch der Kaiser­hof-Anbau an der Ober­straße. Zwis­chen Gästevil­la und Gast­stätte klafft bere­its ein großes Loch. Weite Teile des Haus­es sind bere­its von dem Bag­ger ein­geris­sen. Links von der Abbruch­stelle gehen der­weil die Arbeit­en an der Gästevil­la in die End­phase. In weni­gen Wochen zieht dort die Job-Agen­tur ein, im Obergeschoss der ASB mit seinem Büro für die häus­liche Pflege.

 

Die Nach­barn wer­den erst in gut einem Jahr Ein­wei­hung feiern kön­nen. Die Bauar­beit­en neben dem Rathaus wer­den sich bis ins Früh­jahr 2015 hinziehen. 3,2 Mil­lio­nen Euro investiert die KWG in das kaiser­liche Wohn­pro­jekt.

 

Quelle: Hildesheimer All­ge­meine Zeitung, 28. Jan­u­ar 2014

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