05. Februar 2018

Bau-Boom in Nordstemmen

Argentum auf ehemaligem Ewald-Gelände geplant / Zwei zusätzliche Baugebiete in Burgstemmen

Von Sebas­t­ian Knop­pik

Nord­stem­men. Die Gemeinde Nord­stem­men wächst weit­er. Zusät­zlich zu den ohne­hin geplanten weit­eren Bauge­bi­eten in Barn­ten und im Ker­nort pla­nen die Gemeinde sowie mehrere Inve­storen nun weit­ere Bauge­bi­ete sowie einzelne Wohn­häuser. So will die Kreis­wohn­bau im Zen­trum Nord­stem­mens auf dem Gelände der ehe­ma­li­gen Gärt­nerei Ewald ein senioren­gerecht­es Wohn­haus bauen, die Fir­ma Albert Fis­ch­er plant dort zwei Mehrfam­i­lien­häuser.

 

Zwei neue Wohnge­bi­ete kön­nte es kün­ftig in Burg­stem­men geben. Dort gibt es bere­its einen gülti­gen Bebau­ungs­plan für einen derzeit­i­gen Ack­er am Müh­len­weg, direkt neben der Gärt­nerei Lehn­hart. „Man kön­nte the­o­retisch mor­gen anfan­gen zu bauen“, sagt Bürg­er­meis­ter Nor­bert Pal­lentin (SPD). Dieser Plan aus dem Jahr 2007 soll aber nach dem Willen von Pal­lentin zunächst nachgebessert wer­den.

 

Da sind diverse Prob­leme einge­baut, die die zur Ver­fü­gung gestellte Net­to-Bauland­fläche verklein­ern“, erk­lärt Pal­lentin. So enthält der dama­lige Entwurf einen Lärm­schutzwall, auf den möglicher­weise verzichtet wer­den kann. Dadurch kön­nten dann mehr Häuser auf der Fläche unterge­bracht wer­den.

 

Außer­dem soll der Plan an neue geset­zliche Vorschriften, etwa zu Abstän­den, angepasst wer­den. „Da soll ein neuer Bebau­ungs­plan erstellt wer­den, der den heuti­gen Anforderun­gen an mod­ernes Wohnen gerecht wird“, sagt der Bürg­er­meis­ter. Bis die ersten Häuser am Müh­len­weg gebaut wer­den, wird es aber wohl noch einige Zeit dauern. Das The­ma sei zunächst zurück­gestellt, sagt Pal­lentin, und werde wohl „früh­estens im näch­sten Jahr“ weit­er bear­beit­et.

 

Neues Bauland soll in Burg­stem­men auch an ander­er Stelle entste­hen, auf ein­er freien Fläche zwis­chen Bun­desstraße 1 und Raif­feisen­straße. Dieses Grund­stück hat laut Pal­lentin ein Investor aus Berlin gekauft und will es für Wohn­häuser ver­mark­ten. „Der hat sich sehr inten­siv mit Nord­stem­men auseinan­derge­set­zt.“ Es habe erste Vorge­spräche mit dem Investor gegeben, so Pal­lentin: „Ich gehe davon aus, dass er dieses Jahr noch offiziell auf uns zukom­men wird.“ Und sobald das passiert ist, werde auch der Ort­srat einge­bun­den, ver­spricht der Bürg­er­meis­ter.

 

Bau­pläne gibt es aber auch für den Nord­stem­mer Ker­nort – und zwar auf dem schon lange brach liegen­den Grund­stück der ehe­ma­li­gen Gärt­nerei Ewald in der Nähe des Rathaus­es, direkt neben der Volks­bank. Auf den bebaut­en Gärt­nerei- Flächen will die Kreis­wohn­bau ein senioren­gerecht­es Wohn­haus bauen lassen.

 

Es soll sich wieder um ein Mehrparteien- Gebäude nach dem Argen­tum- Prinzip han­deln. Diese Häuser ver­fü­gen unter anderem über intel­li­gente Haustech­nik. Durch die Koop­er­a­tion mit Pflege­di­en­stleis­tern kön­nen Bewohn­er sich zudem bei Bedarf im All­t­ag unter­stützen lassen. Argen­tum-Gebäude gibt es bis­lang bere­its in Sarst­edt, Bad Salzdet­furth und Elze.

 

Eine Bebau­ung der Fläche in Nord­stem­men ist schwierig, weil das alte Wohn­haus der Fam­i­lie Ewald aus dem Jahr 1841, das unter Denkmalschutz ste­ht, nicht abgeris­sen wer­den darf. Das his­torische Gebäude soll nun in das Argen­tum- Pro­jekt inte­gri­ert wer­den, wie Kreis­wohn­bau-Geschäfts­führer Matthias Kauf­mann bestätigte. Wie genau dies umge­set­zt wird, ste­ht aber noch nicht fest.

 

Und schließlich soll auch die Brach­fläche der ehe­ma­li­gen Gärt­nerei auf der anderen Seite der Brun­nen­straße bebaut wer­den. Dort plant die Fir­ma Albert Fis­ch­er aus Elze, ein Sechs-Fam­i­lien- sowie ein Acht-Fam­i­lien-Haus zu bauen. Bei­de sollen bar­ri­ere­frei sein, also mit Aufzug und ohne Türschwellen.

 

Quelle: Hildesheimer All­ge­meine Zeitung, 03. Feb­ru­ar 2018

Veröffentlicht unter 2018