10. April 2017

Bestens aufgestellt für die Zukunft – Umzug nach über 60 Jahren

Neuer Name - neues Logo - neue Anschrift: Kreiswohnbau heißt jetzt kwg! Kaiserstr. 15, 31134 Hildesheim

Begrü­ßung der Gäs­te vor dem neu­en Fir­men­sitz der kwg Kreis­wohn­bau­ge­sell­schaft Hil­des­heim mbh. Und die Span­nung steigt: Wann wird das neue Logo des Unter­neh­mens end­lich ent­hüllt?

Seit fast 70 Jah­ren errich­tet die kwg Kreis­wohn­bau­ge­sell­schaft Hil­des­heim mbh für ande­re das neue Zuhau­se. Jetzt hat sie auch erfolg­reich an einer moder­nen Fir­men­zen­tra­le für das eige­ne Unter­neh­men gebaut: Am Don­ners­tag konn­te das neue Domi­zil in der ehe­ma­li­gen Kreis­ver­wal­tung an der Kai­ser­stra­ße 15, nur einen Stein­wurf vom bis­he­ri­gen Stand­ort in der Kai­ser­stra­ße 21 ent­fernt, im Bei­sein vie­ler pro­mi­nen­ter Gäs­te offi­zi­ell ein­ge­weiht wer­den.

 

In der bis­he­ri­gen Zen­tra­le konn­ten Müt­ter mit Kin­der­wa­gen oder Senio­ren mit Rol­la­to­ren die Anmel­dung im Hoch­par­terre nur mit Hil­fe errei­chen.

Bereits 2009 hat­te die Bau­ge­sell­schaft das geschichts­träch­ti­ge Gebäu­de vom Land­kreis über­nom­men. Von hier aus waren fast vier Jahr­zehn­te des­sen Geschi­cke gesteu­ert wor­den, bevor das jet­zi­ge Kreis­haus 1989 in der Bischof-Jans­sen-Stra­ße ent­stand. Zunächst ver­mie­te­te die kwg Hil­des­heim Erd­ge­schoss und die bei­den dar­über lie­gen­den Eta­gen mit ins­ge­samt 1800 Qua­drat­me­tern Büro­flä­che kom­plett an das Job­cen­ter, Geschäfts­füh­rer Mat­thi­as Kauf­mann lieb­äu­gel­te aller­dings längst selbst mit einem neu­en Fir­men­sitz an die­ser Stel­le – und zwar im 600 Qua­drat­me­ter gro­ßen Dach­ge­schoss. Denn Kauf­mann war mit den Gege­ben­hei­ten in der Kai­ser­stra­ße 21 alles ande­re als zufrie­den. Die Büros der Mit­ar­bei­ter erstreck­ten sich auf 550 Qua­drat­me­tern über vier Eta­gen, kei­ne davon bar­rie­re­frei zu errei­chen. „Wir haben kei­nen behin­der­ten­ge­rech­ten Zugang, was für ein Woh­nungs­bau­un­ter­neh­men, wo auch Müt­ter mit Kin­der­wa­gen oder Senio­ren mit Rol­la­to­ren hin­kom­men, sehr ungüns­tig ist“, sag­te Kauf­mann sei­ner­zeit.

 

Mat­thi­as Kauf­mann

Das star­ke Wachs­tum und eine geän­der­te Orga­ni­sa­ti­on des größ­ten Wohn­bau­un­ter­neh­mens im Land­kreis sowie die Straf­fung der Auf­ga­ben­be­rei­che waren wei­ter Grün­de, die die Umzugs­plä­ne zur beschlos­se­nen Sache mach­ten. In den neu­en Räu­men sind alle 23 Hil­des­hei­mer Mit­ar­bei­ter jetzt auf einer Ebe­ne ansäs­sig, was für beson­ders trans­pa­ren­te Arbeits­ab­läu­fe sorgt. „Als die kwg Hil­des­heim das alte Ver­wal­tungs­ge­bäu­de 1954 bezog, gehör­ten ihr 1300 Woh­nun­gen, heu­te sind es mehr als 4000“, sag­te Mat­thi­as Kauf­mann anläss­lich des Richt­fes­tes im Juli des ver­gan­ge­nen Jah­res. Und er nann­te auch den Grund, war­um man rela­tiv viel Geld in ein Bestands­ge­bäu­de inves­tie­re und nicht etwa auf der „grü­nen Wie­se“ baue: „Unser Unter­neh­men gehört ein­fach mit­ten in die Kreis­stadt!“

 

Lohnende Investitionen in ein zeitgemäßes Bürogebäude

 

Um aus dem ehe­ma­li­gen Kreis­haus ein moder­nes Büro­ge­bäu­de zu machen, muss­te viel Geld in die Hand genom­men wer­den, der Zahn der Zeit hat­te nicht uner­heb­lich an den alten Gemäu­ern genagt: Der ältes­te Teil des Gebäu­des, das Zugän­ge sowohl von der Kai­ser­stra­ße als auch von der Spei­cher­stra­ße hat, stammt aus der Zeit um 1910. 1928, 1938 und 1952 wur­de es erwei­tert. Im ers­ten Bau­ab­schnitt, den sich die kwg Hil­des­heim 1,5 Mil­lio­nen Euro kos­ten ließ, muss­te der Unter­grund, der für die vie­len Ris­se im Gebäu­de ver­ant­wort­lich war, ver­fes­tigt wer­den. Mas­si­ve Set­zungs­schä­den hat­ten zu die­sen vie­len Ris­sen geführt, die beson­ders zwi­schen den Anbau­ten des Ursprungs­ge­bäu­des aus den 1920er Jah­ren und dem Gebäu­de­trakt aus den 50er Jah­ren des ver­gan­ge­nen Jahr­hun­derts deut­lich zu sehen waren. Der Unter­grund wur­de dazu mit einer spe­zi­el­len Emul­si­on mit Hoch­druck unter­presst und so sta­bi­li­siert. Das allein habe mit rund 250 000 Euro zu Buche geschla­gen, erklärt Mat­thi­as Kauf­mann. Ein wei­te­rer Sanie­rungs­schwer­punkt waren ver­schie­de­ne grö­ße­re Brand­schutz­maß­nah­men hin­sicht­lich der Trep­pen­häu­ser und der Abschot­tung. So wur­de ein altes Trep­pen­haus kom­plett zuge­baut, ein neu­es als zusätz­li­cher Flucht­weg an ande­rer Stel­le hoch­ge­trie­ben. Dar­über hin­aus erhiel­ten die Flu­re meh­re­re Brand­schutz­tü­ren, um den neu­en gesetz­li­chen Bestim­mun­gen zu genü­gen. Auch ein moder­ner, glä­ser­ner Fahr­stuhl mit LED-Licht­band wur­de instal­liert. Alle Eta­gen sind seit­her bar­rie­re­frei zu errei­chen – auch der Kel­ler mit einer Nutz­flä­che von 400 Qua­drat­me­tern samt Tre­sor­raum (ca. 60 Qua­drat­me­ter). „Die Sanie­rungs­ar­bei­ten waren umfang­rei­cher als ursprüng­lich gedacht, zumal es für das Job­cen­ter kei­ne Aus­weich­mög­lich­kei­ten gab und der Betrieb trotz­dem wei­ter­ge­hen muss­te“, erin­nert sich Kauf­mann.

 

Freut sich über den tol­len Aus­blick: Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­der Klaus Bru­er.

Nach dem Umzug des Job­cen­ters in den Hohen Weg im März 2016 konn­te der nächs­te Schritt in Angriff genom­men wer­den. Rund 3,5 Mil­lio­nen Euro flos­sen in die Sanie­rungs­maß­nah­men, mit denen im April des ver­gan­ge­nen Jah­res begon­nen wur­de. Vor allem im Dach­ge­schoss haben die Hand­wer­ker gan­ze Arbeit geleis­tet. Dafür wur­de das obers­te Stock­werk ange­ho­ben, etwas zurück­ge­setzt und mit einem Flach­dach ver­se­hen, die win­zi­gen Dach­gau­ben wur­den gegen brei­te Fens­ter­fron­ten aus­ge­tauscht. Auch die Dach­ter­ras­se wur­de rund­läu­fig wie­der her­ge­stellt.

 

Noch ist das neue Logo der kwg Kreis­wohn­bau­ge­sell­schaft Hil­des­heim mbh (oben rechts) am neu­en Stand­ort nicht ent­hüllt.

Außer­dem wur­de die Fas­sa­de neu gestal­tet, unter ande­rem mit einem Kunst­stein­be­hang im Sockel­be­reich. Dar­über hin­aus wur­den die Flä­chen im ers­ten und zwei­ten Ober­ge­schoss moder­ni­siert und der Innen­hof auf­ge­wer­tet. Stell­plät­ze wur­den eben­falls geschaf­fen.

 

Auch das Kul­tur­bü­ro des Land­krei­ses ist in der Kai­ser­stra­ße 15 zu fin­den.

Fast alle Flä­chen im ehe­ma­li­gen Kreis­haus sind inzwi­schen wie­der ver­mie­tet: an die Wirt­schafts­för­de­rungs- Gesell­schaft Hi-Reg, die Kli­ma­schutz­agen­tur Hil­des­heim- Pei­ne und an den Kul­tur­be­reich des Land­krei­ses. An den Räu­men im Erd­ge­schoss zeigt sich eine Arzt­pra­xis inter­es­siert. Und ab sofort ist nun end­lich auch die kwg Kreis­wohn­bau­ge­sell­schaft Hil­des­heim mbh, die pünkt­lich zur Ein­wei­hung ihrer neu­en Zen­tra­le ihren neu­en Namen und ihr neu­es Logo prä­sen­tiert, am neu­en Stand­ort hoch oben im licht­durch­flu­te­ten moder­nen Dach­ge­schoss in der Kai­ser­stra­ße 15 zu errei­chen – selbst­ver­ständ­lich bar­rie­re­frei. ra

 

Info

Die kwg Kreis­wohn­bau­ge­sell­schaft Hil­des­heim mbh ist ein kom­mu­na­les Woh­nungs­un­ter­neh­men, das für bezahl­ba­ren und moder­nen Wohn­raum sorgt. 4100 Wohn- und Gewer­be­ob­jek­te – von der Ret­tungs­wa­che bis zur Schu­le – zäh­len zum Bestand. Wei­te­re 600 Woh­nun­gen wer­den für Drit­te ver­wal­tet.

Seit fast 70 Jah­ren arbei­tet die kwg Hil­des­heim kun­den­ori­en­tiert, nach­hal­tig, ziel­grup­pen­ori­en­tiert und erfolg­reich in der Immo­bi­li­en­wirt­schaft. Mit sei­nen sozia­len Dienst­leis­tun­gen und den eige­nen Pro­jekt­ent­wick­lun­gen trägt das Unter­neh­men zur Attrak­ti­vi­tät und Zukunfts­fä­hig­keit der kin­der- und fami­li­en­freund­li­chen Regi­on Hil­des­heim bei. Die 40 Mitarbeiter/innen und sechs Aus­zu­bil­den­den der kwg sind sich ihrer sozia­len, öko­lo­gi­schen und wirt­schaft­li­chen Ver­ant­wor­tung immer bewusst.

Im ver­gan­ge­nen Jahr hat die kwg Hil­des­heim erneut über­durch­schnitt­lich in ihren Bestand inves­tiert, 53 Pro­zent der Miet­ein­nah­men wie­der in die Immo­bi­li­en gesteckt. Die Auf­wen­dun­gen für Moder­ni­sie­rung und Instand­hal­tung betru­gen im Mit­tel 32 Euro pro Qua­drat­me­ter. Die bau­li­chen Ver­bes­se­run­gen kom­men Mie­tern, den kom­mu­na­len Gesell­schaf­tern und der Gesell­schaft selbst zugu­te. So wur­den vor allem Vor­stell­bal­ko­ne errich­tet, Bäder moder­ni­siert und Gebäu­de ener­ge­tisch saniert.

Die Bau­ar­bei­ten gehen auch in die­sem Jahr wei­ter: Aus­ga­ben von 18 Mil­lio­nen Euro für diver­se Pro­jek­te sind geplant, dar­un­ter wei­te­re Argen­tum-Ein­rich­tun­gen in Alger­mis­sen und Hol­le sowie der Bau eines neu­en Hoch­hau­ses in Sar­stedt.

 

Quel­le: Hil­des­hei­mer All­ge­mei­ne Zei­tung, 08. April 2017 (Son­der­ver­öf­fent­li­chung)

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