15. März 2019

Die Klinik gehört jetzt der Gemeinde

Entwurf für Bebauungsplan soll in etwa zwei Monaten vorliegen / Gespräche mit kwg über Projekte

Die Pla­nung für eine Nach­nut­zung der ehe­ma­li­gen Lun­gen­kli­nik läuft auf Hoch­tou­ren. FOTO: CLEMENS HEIDRICH

Von Tho­mas Wedig

Diek­hol­zen. Das Gelän­de der ehe­ma­li­gen Lun­gen­kli­nik samt Gebäu­den gehört inzwi­schen der Gemein­de Diek­hol­zen. Sie hat wie geplant von ihrem Vor­kaufs­recht Gebrauch gemacht, der Ver­kauf ist for­mal abge­wi­ckelt. „Wir haben auch schon die Schlüs­sel bekom­men“, berich­tet Bür­ger­meis­te­rin Bir­git Dieck­hoff- Hübin­ger.

 

Zur­zeit feilt ein Pla­nungs­bü­ro im Auf­trag der Gemein­de an dem Bebau­ungs­plan, der die Wei­chen für künf­ti­ges Woh­nen am Bahn­berg stel­len soll. Ins­ge­samt ste­hen 55 000 Qua­drat­me­ter zur Ver­fü­gung. Wie vie­le Häu­ser oder Woh­nun­gen ste­hen, ist noch völ­lig offen. Der Rat hat Anfang Dezem­ber einem ers­ten Ent­wurf zuge­stimmt, in dem das Gebiet grob auf­ge­teilt wird: der größ­te Bereich für mög­li­che Wohn­be­bau­ung, dazu meh­re­re Regen­rück­hal­te­be­cken zur Süd­wald­stra­ße hin und im süd­west­li­chen Zip­fel „nicht stö­ren­des Gewer­be und öffent­li­che Nut­zun­gen“, wie es im Ent­wurf heißt.

 

Die Ver­mes­sungs­ar­bei­ten sind nun in vol­lem Gan­ge. Sie sol­len die Grund­la­ge für einen detail­lier­te­ren Bebau­ungs­plan sein. Die Bür­ger­meis­te­rin rech­net damit, dass der Plan in etwa zwei Mona­ten vor­lie­gen dürf­te. Dann geht die Bera­tung in den Rats­gre­mi­en los.

 

Zwi­schen­zeit­lich hat­te es Unstim­mig­kei­ten zwi­schen der Gemein­de und der kwg (Kreis­wohn­bau) gege­ben, weil die Gemein­de recht über­ra­schend auf ihr Vor­kaufs­recht poch­te. Zu die­sem Zeit­punkt hat­te die kwg bereits Plä­ne gemacht, wie das Gelän­de genutzt wer­den könn­te – in der Annah­me, der Land­kreis Hil­des­heim als Mehr­heits­ge­sell­schaf­ter der kwg könn­te das Gelän­de nach dem Umzug der Lun­gen­kli­nik ins Hil­des­hei­mer Heli­os- Haupt­haus zurück­kau­fen. Doch dar­aus wur­de nichts.

 

Die besag­ten Unstim­mig­kei­ten sind indes abge­hakt, wie Dieck­hoff- Hübin­ger und kwg-Geschäfts­füh­rer Mat­thi­as Kauf­mann ein­mü­tig beto­nen.

 

Das ist Schnee von ges­tern“, sagt die Bür­ger­meis­te­rin und will dem­nächst mit Kauf­mann über mor­gen spre­chen, das heißt über mög­li­che Bei­trä­ge der kwg für die geplan­te neue Wohn­land­schaft am Bahn­berg. Das Unter­neh­men kön­ne dort einer von meh­re­ren Inves­to­ren wer­den.

 

Kauf­mann kann sich vor­stel­len, mit der kwg auf dem Gelän­de ein­zel­ne Pro­jek­te zu rea­li­sie­ren – zum Bei­spiel Rei­hen­häu­ser oder eine Wohn­an­la­ge Mar­ke „Argen­tum“, mit dem die kwg bereits in einer Rei­he von Kom­mu­nen im Kreis Hil­des­heim ver­tre­ten ist.

 

Die Gemein­de Diek­hol­zen gehört indes unter den Kom­mu­nen im Kreis­ge­biet zu den Gesell­schaf­tern mit den größ­ten Antei­len an der Kreis­wohn­bau. Mehr­heits­eig­ner ist der Land­kreis, dann fol­gen Sar­stedt, Nordstem­men, Bocke­nem, Har­sum, Bad Salz­det­furth und Diek­hol­zen mit rund 166 000 Euro.

 

Quel­le: Hil­des­hei­mer All­ge­mei­ne Zei­tung, 15. März 2019

Veröffentlicht unter 2019