13. März 2020

Endlich“: Baustart fürs neue Feuerwehrhaus

Vorhaben in Giften kostet 1,03 Millionen Euro / Städtisches Grundstück am Vierpaß genutzt

End­lich geht’s los: Ste­phan Weh­ling beschreibt lau­nig die Vor­freu­de der Gif­te­ner Feu­er­wehr, Jens Klug, Mat­thi­as Kauf­mann, Hei­ke Bren­ne­cke und Axel Hel­ler (hin­ten von links) lau­schen auf­merk­sam. FOTO: TAREK ABU AJAMIEH

Von Tarek Abu Aja­mieh

Gif­ten. Es hat, das sag­ten am Don­ners­tag­abend alle Betei­lig­ten, ziem­lich lan­ge gedau­ert – aber nun geht es los. Mit einem sym­bo­li­schen ers­ten Spa­ten­stich hat der Bau des neu­en Gif­te­ner Feu­er­wehr­hau­ses am Vier­paß begon­nen. Die Ein­rich­tung soll Platz für zwei Fahr­zeug bie­ten, wobei zunächst nur Raum für eins gebraucht wird. Hin­zu kom­men Sozi­al­räu­me für die der­zeit 27 akti­ven Mit­glie­der der Orts­feu­er­wehr, eben­so für Nach­wuchs und Alters­ka­me­ra­den. 1,03 Mil­lio­nen Euro soll das Gan­ze nach den letz­ten Berech­nun­gen kos­ten, noch vor zwei Jah­ren hat­ten die Ver­ant­wort­li­chen mit 770 000 Euro kal­ku­liert.

 

Der Bau­herr ist die Gesell­schaft für kom­mu­na­le Immo­bi­li­en (GKHI), eine Toch­ter­fir­ma der Hil­des­hei­mer Kreis­wohn­bau­ge­sell­schaft kwg. Die Stadt mie­tet das Gebäu­de dann an, ein Modell, das auch ande­re Kom­mu­nen im Land­kreis inzwi­schen wäh­len. kwg-Geschäfts­füh­rer Mat­thi­as Kauf­mann nutz­te die Gele­gen­heit ges­tern zu etwas Gesell­schafts­kri­tik: Er fin­de es „gut und rich­tig, dass das Feu­er­wehr­haus mit­ten ins Dorf kommt – es kann aber nicht sein, dass man dafür ein Lärm­schutz­gut­ach­ten braucht“. Wich­tig sei es doch, eine sol­che Ein­rich­tung zen­tral im Ort zu haben, so dass die Brand­schüt­zer im Not­fall schnell zur Stel­le sein könn­ten.

 

Kauf­mann for­der­te ein ver­ein­fach­tes Pla­nungs­recht: „Es kann nicht ein, dass immer wie­der eine klei­ne Min­der­heit etwas ver­hin­dert, weil sie sich gestört fühlt. Dann kom­men wir als Gesell­schaft irgend­wann nicht mehr vor­an. Was für Feu­er­wehr­häu­ser gel­te, gel­te sei­ner Ansicht nach übri­gens auch für Schu­len und Kin­der­gär­ten: „Sie gehö­ren ins Orts­zen­trum, und nie­mand soll­te sich beschwe­ren, wenn es da mal etwas lau­ter wird.“

 

Orts­brand­meis­ter Ste­phan Weh­ling war viel zu glück­lich über den Bau­start, um Kri­ti­sches von sich zu geben. Statt­des­sen fand er vie­le loben­de Wor­te. Einen iro­ni­schen Sei­ten­hieb konn­te er sich aber nicht ver­knei­fen: „Es hieß mal, wir könn­ten unser 125-jäh­ri­ges Bestehen im neu­en Feu­er­wehr­haus fei­ern. Nun, das Jubi­lä­um war vor fünf Jah­ren.“

 

Orts­bür­ger­meis­ter Axel Hel­ler fei­er­te indes Pre­mie­re –es war sein ers­ter öffent­li­cher Auf­tritt in neu­er Rol­le nach sei­ner Wahl vor eini­gen Tagen. Er lob­te vor allem Vor­gän­ger Det­lef Gold­am­mer, der sich inten­siv für das Pro­jekt ein­ge­setzt habe. Hel­ler räum­te ein, er sit­ze seit 14 Jah­ren im Orts­rat – „so lan­ge ist das min­des­tens schon The­ma.“ Mit Blick auf die Bau­kos­ten beton­te er: „Wenn es um die Feu­er­wehr geht, soll­te das Mone­tä­re nicht im Mit­tel­punkt ste­hen.“

 

Im Übri­gen gön­ne man sich in Gif­ten ja kei­ne ver­gol­de­ten Was­ser­häh­ne. Auch kwg-Chef Kauf­mann hat­te unter­stri­chen, dass die hohen Kos­ten vor allem den vie­len Ver­zö­ge­run­gen des Vor­ha­bens im Vor­feld geschul­det sei­en: „Und was inzwi­schen an Prei­sen auf dem Bau auf­ge­ru­fen wird, das kann man sich kaum noch vor­stel­len.“

 

Bür­ger­meis­te­rin Hei­ke Bren­ne­cke berich­te­te, es habe bei der Stadt durch­aus Über­le­gun­gen gege­ben, die Grund­stein­le­gung abzu­bla­sen. „Schließ­lich wer­den wegen des Coro­na­vi­rus der­zeit sehr vie­le Ver­an­stal­tun­gen abge­sagt.“ Ande­rer­seits sei die Vor­freu­de auf das Ereig­nis gera­de in Gif­ten so groß gewe­sen, dass die Stadt an dem Ter­min fest­ge­hal­ten habe. „Vor­sich­tig kön­nen wir ja trotz­dem sein.“

 

Stadt­brand­meis­ter Jens Klug lob­te den Bau­start als „Signal, dass in Sar­stedt auch die Bedürf­nis­se der Orts­feu­er­weh­ren erfüllt wer­den“.

 

Quel­le: Hil­des­hei­mer All­ge­mei­ne Zei­tung (Sar­sted­ter Anzei­ger), 13. März 2020

Veröffentlicht unter 2020

Sehr geehrte Kunden,

aufgrund des Corona-Virus und der empfohlenen Schutzmaßnahmen ist unser Betrieb leider für Besucher geschlossen. Mit dieser Maßnahme möchten wir Sie und unsere MitarbeiterInnen schützen.
In dringenden Fällen erreichen Sie uns während unserer Geschäftszeiten telefonisch unter 05121/976-0, per Mail oder nach telefonischer Terminvereinbarung.
Ihre persönlichen Ansprechpartner erreichen Sie wie gewohnt unter den bekannten Kontaktdaten.
Wir danken für Ihr Verständnis. Bitte bleiben Sie gesund!
Ihre