05. Juni 2013

Erst im Hotel – künftig in der Villa

Bad Salzdetfurth: Jobcenter zieht Ende Dezember ins ehemalige Gästehaus des Kronprinzen

Bad Salz­detfurth (uli). Das Unkraut wuchert im Vor­gar­ten, ein Bau­zaun ver­wehrt Unbe­fug­ten den Zutritt: Das Gäs­te­haus des ehe­ma­li­gen Hotels Kai­ser­hof in Bad Salz­detfurth ist ver­waist. Aber die ein­sa­men Zei­ten sol­len dort bald vor­bei sein. Läuft alles glatt, wer­den ab Ende Dezem­ber regel­mä­ßig Besu­cher ein- und aus­ge­hen. Das Job­cen­ter, das der­zeit noch im Erd­ge­schoss des Kron­prin­zen arbei­tet, will in einem guten hal­ben Jahr in die Vil­la ein­zie­hen. Der Miet­ver­trag ist jeden­falls bereits unter­schrie­ben.

 

Sabi­ne Fri­cke, Lars Jung­fer und Mat­thi­as Kauf­mann besich­ti­gen das noch leer ste­hen­de Gäs­te­haus des Kai­ser­ho­fes. Ende Dezem­ber will das Job­cen­ter ein­zie­hen. Foto: Kohrs

Im Trau­zim­mer des Rat­hau­ses sit­zen Sabi­ne Fri­cke, Geschäfts­füh­re­rin des Job­cen­ters Hil­des­heim, und Mat­thi­as Kauf­mann, Geschäfts­füh­rer der Kreis­wohn­bau, zusam­men und unter­zeich­nen die Papie­re. Wenn das kein gutes Omen ist. Denn immer­hin gehen die Kreis­wohn­bau als Ver­mie­ter und das Job­cen­ter als Mie­ter eine min­des­tens zehn­jäh­ri­ge Bezie­hung ein.

 

Bür­ger­meis­ter Erich Scha­per wohnt der „Zere­mo­nie“ bei und freut sich: „Für die Stadt ist es schließ­lich wich­tig, dass das Job­cen­ter hier eine Nie­der­las­sung hat.“ Und mit dem Umzug von der Unter­stra­ße in das Gebäu­de in der Ober­stra­ße geht für den Bür­ger­meis­ter auch noch ein Wunsch in Erfül­lung. Denn das ist der ers­te Schritt, den gesam­ten Kai­ser­hof-Kom­plex wie­der mit Leben zu fül­len. Wie berich­tet, will die GmbH in dem leer­ste­hen­den Hotel­ge­bäu­de am Rat­haus 16 alten­ge­rech­te Woh­nun­gen bau­en und auch ein Domi­zil für eine ange­glie­der­te Tages­pfle­ge schaf­fen.

 

Seit Sabi­ne Fri­cke im Jahr 2011 nach Hil­des­heim kam und auf ihrer Ein­füh­rungs­run­de alle Außen­stel­len des Job­cen­ters besuch­te, ist es ihr Wunsch, dass die Bad Salz­detfur­ther Kol­le­gen neue Büros bekom­men. Die Räu­me unter dem Kron­prin­zen sind zu klein, sechs Mit­ar­bei­ter wur­den des­halb schon in ande­re Gebäu­de aus­quar­tiert.

 

Nicht sel­ten müss­ten Akten­ber­ge im Ein­kaufs­wa­gen über die Stra­ße trans­por­tiert wer­den. Das sei kein Zustand, stell­te Fri­cke fest. Zumal die Nie­der­las­sung in der Kur­stadt viel zu tun habe. 1100 Fami­li­en wür­den von dort aus betreut.

 

Mit Kauf­mann sei sie bei der Bür­ger­meis­ter­ta­gung in Hohe­geiß ins Gespräch gekom­men, dabei habe sie gleich die Raum­pro­ble­ma­tik zur Spra­che gebracht, erin­nert sich Fri­cke. Und als die Kreis­wohn­bau vor weni­gen Mona­ten den Kai­ser­hof über­nahm, war schnell die Idee gebo­ren, dem Job­cen­ter ein Ange­bot zu unter­brei­ten, ergänzt Kauf­mann.

 

Bevor Fri­ckes Kol­le­gen aber die Kar­tons für den Umzug packen kön­nen, muss in dem Gebäu­de noch tüch­tig gear­bei­tet wer­den. „650 000 Euro wer­den wir in den Um- und Aus­bau inves­tie­ren“, ver­rät Kauf­mann.

 

Die Büros wer­den her­ge­rich­tet, der behin­der­ten­ge­rech­te Ein­gang von der Bahn­hofs­stra­ße aus ange­legt. Dabei sind auch Auf­la­gen der Denk­mal­pfle­ge zu berück­sich­ti­gen. Der Bau­an­trag ist bereits gestellt. Auf 450 Qua­drat­me­tern wird das Job­cen­ter künf­tig arbei­ten kön­nen und Fami­li­en aus Bad Salz­detfurth, Bocke­nem, Seh­lem, Har­barn­sen, Wol­ters­hau­sen, Lam­sprin­ge und Neu­hof betreu­en. Für Sabi­ne Fri­cke ist das ein gro­ßer Schritt zur Ver­bes­se­rung der Kun­den­zu­frie­den­heit – und auch zur Ver­bes­se­rung der Arbeits­be­din­gun­gen ihrer Mit­ar­bei­ter.

 

Neue Mie­ter wird es auch im Ober­ge­schoss des Gäs­te­hau­ses geben. Ver­mut­lich wird der Arbei­ter Sama­ri­ter Bund (ASB) dort ein­zie­hen und von dort aus sei­nen ambu­lan­ten Pfle­ge­dienst orga­ni­sie­ren.

 

Quel­le: Hil­des­hei­mer All­ge­mei­ne Zei­tung, 05. Juni 2013

Veröffentlicht unter 2013

Liebe Kundinnen und Kunden,
liebe Geschäftspartner,

 

seit dem 11.05.2020 haben wir unsere Geschäftsstellen wieder für den Publikumsverkehr geöffnet.
Bitte nutzen Sie dieses Angebot im Interesse Ihres eigenen Schutzes und des Schutzes unserer Mitarbeiter nur, wenn Ihr persönliches Erscheinen nicht vermeidbar ist. Ansonsten sind wir auch gern per Telefon oder Mail für Sie da.
Wenn Sie uns besuchen, bitten wir Sie
- einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen,
- sich in die vorgeschriebene Besucherliste einzutragen und
- die Abstandsvorschriften (>1,50m)
zu beachten.
Vielen lieben Dank und bleiben Sie gesund.
Ihre kwg