03. September 2018

Erste Wahl“ in Nordstemmen

KWG möchte ein Argentum bei der ehemaligen Gärtnerei Ewald an der Brunnenstraße bauen

Von Anni­ka Stock

NORDSTEMMEN. „Wir möch­ten­dem Gebäu­de eine dau­er­haf­te Nut­zung ermög­li­chen“, sagt Kreis­wohn­bau-Geschäfts­füh­rer (KWG) Mat­thi­as Kauf­mann über die Plä­ne, zukünf­tig ein Argen­tum in der Brun­nen­stra­ße ent­ste­hen zu las­sen. Dort soll auf dem ehe­ma­li­gen Gelän­de der Gärt­ne­rei Ewald zukünf­tig älte­ren und pfle­ge­be­dürf­ti­gen Men­schen bar­rie­re­frei­es Woh­nen ermög­licht wer­den.

 

Die Archi­tek­ten vom Büro Hirsch aus Hil­des­heim stel­len sich so das zukünf­ti­ge Argen­tum in der Nordstem­mer Brun­nen­stra­ße vor. Der Bau könn­te laut Mat­thi­as Kauf­mann (KWG) bereits kom­men­des Jahr begin­nen. Foto: Hirsch Archi­tek­ten

In Argen­tum-Manier sol­len dort 19 Woh­nun­gen ent­ste­hen, davon sind 17 bar­rie­re­frei und zwei roll­stuhl­ge­recht. Das Gebäu­de wird neben dem Fach­werk­haus, das unter Denk­mal­schutz steht, ent­ste­hen und L-för­mig gebaut wer­den. „Wir wer­den uns wegen den Maß­nah­men im Fach­werk­haus noch mit der ört­li­chen Denk­mal­pfle­ge abstim­men“, blickt Kauf­mann vor­aus. Ziel sei es, auch das denk­mal­ge­schütz­te Haus einer „dau­er­haf­ten Nut­zung zu zufüh­ren.“ Unter ande­rem soll dort bei­spiels­wei­se das Trep­pen­haus erhal­ten wer­den. Die Gebäu­de wer­den durch einen Lau­ben­gang ver­bun­den wer­den, der Ein­gang zum Argen­tum wird in der Brun­nen­stra­ße sein. Das Gebäu­de wür­de ähn­lich wie der Bau in Elze wer­den, jedoch deut­lich klei­ner, wie Mat­thi­as Kauf­mann betont. Denk­bar wäre es zudem, im Fach­werk­haus eine Tages­pfle­ge, Sozi­al­sta­ti­on oder ein Nach­bar­ca­fé ent­ste­hen zu las­sen. „Das ist der­zeit noch offen, wir füh­ren aber dies­be­züg­lich Gesprä­che.“ Die KWG rech­net bei dem Bau des Argen­tums in Nordstem­men mit Kos­ten zwi­schen 4 und 4,5 Mil­lio­nen Euro. Der Bau könn­te in der zwei­ten Jah­res­hälf­te von 2019 begin­nen. Der Auf­sichts­rat der KWG hat schon das „Go“ für den Grund­stücks­kauf gege­ben, jetzt fehlt nur noch die Frei­ga­be für die Errich­tung des Gebäu­de­kom­ple­xes.

 

Wir wol­len mit dem Argen­tum Wohn­raum für älte­re Men­schen, die Pfle­ge­be­darf haben oder Betreu­ung benö­ti­gen, anbie­ten“, so Kauf­mann wei­ter. Wei­te­re Argen­tum- Stand­or­te sind in Sar­stedt, Bad Salz­det­furth, Elze, Alger­mis­sen und dem geplan­ten Gebäu­de in Hol­le.

 

Bereits neun Jah­re steht das Gebäu­de leer. Foto: Stock

Die ehe­ma­li­ge Gärt­ne­rei in der Brun­nen­stra­ße steht seit unge­fähr neun Jah­ren leer.

Bei einem Rund­gang durch den Ort mit Gemein­de­bür­ger­meis­ter Nor­bert Pal­len­tin fiel Mat­thi­as Kauf­mann gleich das Gebäu­de ins Auge. „Das war die ers­te Wahl“, sagt er mit Blick auf die vor­teil­haf­te und zen­tra­le Lage des Gelän­des, das direkt neben der Volks­bank liegt. Fuß­läu­fig sind hier Ärz­te, Super­märk­te, sowie ande­re Geschäf­te und natür­lich das Rat­haus gut zu errei­chen. Der schö­ne Aus­blick auf das Schloss Mari­en­burg kom­me noch dazu. „Es erscheint uns sehr vor­teil­haft“, so Kauf­mann. „Die Kom­bi­na­ti­on von Dienst­leis­tung und Pfle­ge sowie die alters­ge­rech­ten und bar­rie­re­frei­en Woh­nun­gen sind eine schö­ne Kon­stel­la­ti­on“, fin­det Gemein­de­bür­ger­meis­ter Nor­bert Pal­len­tin. „Einen bes­se­ren Bau­platz für die­ses Vor­ha­ben gibt es nicht von der Lage her.“ Außer­dem wür­de man sich dar­über freu­en, dass die  Wohn­rui­ne besei­tigt und das denk­mal­ge­schütz­te Fach­werk­haus erhal­ten bleibt. „Wir haben bis jetzt mit der Kreis­wohn­bau GmbH nur gute Erfah­run­gen gemacht, des­we­gen freut es umso mehr, dass sie sich des Grund­stücks anneh­men“, so Pal­len­tin.

 

Quel­le: Lei­ne-Deis­ter-Zei­tung, 01. Sep­tem­ber 2018

Veröffentlicht unter 2018