17. Dezember 2018

Gesprächsbedarf

Gemeinde Diekholzen und KWG sind sich uneins

Mat­thi­as Kauf­mann (links) und Klaus Bru­er. FOTO: STUMPE

HILDESHEIM/DIEKHOLZEN. Die Kreis­wohn­bau­ge­sell­schaft Hil­des­heim mbH (KWG) bie­tet der Gemein­de Diek­hol­zen auch wei­ter­hin an, bei der Erschlie­ßung des Bau­ge­bie­tes „Am Bahn­berg“ mit­zu­wir­ken. Vor­aus­ge­gan­gen waren Beschlüs­se des Gemein­de­ra­tes, das Vor­kaufs­recht in Anspruch zu neh­men.

 

Zu Unrecht sieht Geschäfts­füh­rer Mat­thi­as Kauf­mann die KWG in der Kri­tik. Zuvor wur­de der KWG Intrans­pa­renz vor­ge­wor­fen. Kauf­mann und der Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­de Klaus Bru­er kön­nen aber nicht ver­ste­hen, wie es zu die­sem Ein­druck habe kom­men kön­nen.

 

Wir sind gebo­re­ne Part­ner bei der Erschlie­ßung die­ses Gebie­tes“, so Kauf­mann. Die Gemein­de Diek­hol­zen sei schließ­lich auch Gesell­schaf­ter der KWG. „Wir haben früh­zei­tig die Bür­ger­meis­te­rin unter­rich­tet und sie beim Wett­be­werb mit ein­ge­bun­den.“ Zudem sei der Inhalt des Wett­be­wer­bes mit dem Rat abge­stimmt wor­den. Letzt­lich sei­en sogar Diek­hoff- Hübin­ger und der Rats­herr Dr. Mar­tin Federow­ski Mit­glie­der der Jury gewe­sen. In einem Brief an die Bür­ger­meis­te­rin, der auch an die Pres­se ging, ver­weh­ren sich die KWG-Ver­ant­wort­li­chen dage­gen, sie hät­ten die Gemein­de Diek­hol­zen nicht an der Pla­nung und am Wett­be­werb betei­ligt.

 

Auch weil die Ent­schei­dung beim Wett­be­werb nicht ein­stim­mig getrof­fen wur­de, hat­te die KWG den Auf­trag ange­nom­men, wei­te­re Details wie die Ver­kehrs­er­schlie­ßung, die Bau­dich­te und die Regen­was­ser­rück­hal­te­be­cken mit dem Wett­be­werbs­ge­win­ner, dem Büro Dr. Stauth aus Braun­schweig, abzu­stim­men. Man sei für die Gemein­de bereits in Vor­leis­tung getre­ten, so Bru­er. „Wir sehen eine viel­sei­ti­ge Bebau­ung für ver­schie­de­ne Ziel­grup­pen vor“, so Kauf­mann, der das Kon­zept für varia­bel und über­zeu­gend hält. „Ich arbei­te gern an die­sem Pro­jekt wei­ter. Wir sind als Part­ner bereit.“

 

Bür­ger­meis­te­rin Diek­hoff- Hübin­ger reagier­te nun ihrer­seits mit einem offe­nen Brief. Dar­in führt sie aus, dass ein „kom­ple­xer Ent­wurf mit einer so gro­ßen Bedeu­tung für unse­ren Ort auch nur in einer Sit­zung vor­ge­stellt wer­den kön­ne.“ So sei es Pra­xis im Gemein­de­rat. „Es reicht hier nicht die blo­ße Über­sen­dung der Unter­la­gen mit Text an die Rats­mit­glie­der aus, schließ­lich arbei­tet der Rat über­wie­gend ehren­amt­lich und die meis­ten Rats­mit­glie­der sind nicht vom (Bau-) Fach.“ Zudem habe sie alle Infor­ma­tio­nen der KWG und des Land­ra­tes immer an den Rat wei­ter­ge­lei­tet. Und die Ent­wür­fe sei­en noch nicht über­ar­bei­tet. hst

 

Quel­le: Kehr­wie­der am Sonn­tag, 15./16. Dezem­ber 2018

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