22. November 2017

Großes Interesse an Baugebiet Ostend

200 Bürger bei Vermarktungs-Auftakt der Stadt / Namensgeberin ausgezeichnet

Von Rebec­ca Hürter

Hildesheim. Die Ver­mark­tung der Grund­stücke in dem neuen Bauge­bi­et Ostend hat begonnen: Inter­essen­ten, die in dem Stadtquarti­er leben, ein Mehrfam­i­lien­haus bauen oder ein Geschäft eröff­nen möcht­en, kön­nen sich ab heute bei der Stadt bewer­ben. Ober­bürg­er­meis­ter Ingo Mey­er lud gestern zu ein­er Auf­tak­tver­anstal­tung in das Roe­mer- und Pelizaeus-Muse­um ein. Etwa 200 Men­schen kamen.

 

Eine Fläche in der Größe von zwölf Fußballfeldern ste­ht nach Angaben von Stadt­bau­rätin Andrea Döring zur Ver­fü­gung. Viele Fam­i­lien, Alle­in­ste­hende und Men­schen, die auf soziale Hil­festel­lun­gen angewiesen sind, sollen in dem Bere­ich, der an die Ost­stadt angren­zt, ein neues Zuhause find­en – laut Mey­er ist Platz für etwa 1200 Per­so­n­en. Auch Gewer­be­fläche ist einge­plant: Einzel­han­dels- und Dien­stleis­tungsange­bote sollen entste­hen.

 

Den nördlichen Teil des Bauge­bi­ets übernehmen die Kreis­wohn­bauge­sellschaft, der Beamten­woh­nungsvere­in und die Gemein­nützige Bauge­sellschaft. Sie küm­mern sich Mey­er zufolge darum, dass 25 Prozent der Bau­fläche für sozialen Woh­nungs­bau genutzt wird.

 

Die übrige Fläche ste­ht zum Verkauf. Wer nach einem freis­te­hen­den Ein­fam­i­lien­haus sucht, ist im Ostend allerd­ings nicht richtig. Rei­hen­häuser- und Mehrfam­i­lien­häuser sollen entste­hen, eben­so wie einige große Wohnge­bäude mit Tief­gara­gen. Die Flächen kosten zwis­chen 150 und 330 Euro pro Quadrat­meter. Alle neuen Gebäude müssen min­destens drei Geschosse haben.

 

Wer pri­vat bauen möchte, kann sich alleine oder gemein­sam mit ein­er Bau­gruppe bewer­ben: Die Stadt bietet im Inter­net eine Stadthaus­börse an, in der sich Inter­essen­ten abstim­men kön­nen. Gewerbliche Nutzer haben die Möglichkeit, sich direkt an die Stadt zu wen­den, um über geeignete Flächen zu sprechen.

 

Die Bewer­bung für Einzel­bauher­ren und Bau­grup­pen laufen bis zum 4. April 2018, soge­nan­nte Anker­nutzer, die eine Bau­fläche mit Tief­garage erwer­ben möcht­en, haben bis zum 28. Feb­ru­ar 2018 Zeit. Danach entschei­det die Stadt, wer eine Bau­fläche bekommt.

 

Dafür ist nicht der Bewer­bungszeit­punkt entschei­dend, son­dern das ein­gere­ichte Konzept. Beispiel­sweise wer­den Baupro­jek­te mit sozialer Zielset­zung, beson­dere Architek­turkonzepte sowie ressourcens­parende Kon­struk­tion­sweisen bevorzugt. Aber auch junge Fam­i­lien, die kostengün­stig bauen wollen, sollen bedacht wer­den

 

 

Info: Inter­essen­ten haben ver­schiedene Möglichkeit­en, um mit der Stadt Kon­takt aufzunehmen und die Bewer­bung­sun­ter­la­gen anzu­fordern. Sie kön­nen eine E-Mail an ostend@stadthildesheim. de senden oder sich tele­fonisch unter 301‑3027 an Detlef Brün­er, unter -3023 an Hei­di Schu­mach­er und unter -3036 an Evelin El Bast wen­den. Auch im Inter­net auf der Seite www.hildesheim.de/ostend sind Bewer­bun­gen möglich. Hier gibt es auch weit­ere Infor­ma­tio­nen. Bewer­bun­gen kön­nen postal­isch gesendet wer­den an Stadt Hildesheim, FB Stadt­pla­nung und Stad­ten­twick­lung, Betr­e­ff: Ostend, Markt 3, 31134 Hildesheim.

 

Gabi Graf ist die Namensge­berin für das neue Stadtvier­tel „Ostend“. FOTO: MORAS

Namenswettbewerb: Gewinner bekommen Preise

Der Beginn der Bewer­bungsphase fol­gt auf eine Diskus­sion über den Namen des neuen Quartiers. Bürg­er kon­nten Vorschläge ein­re­ichen. Ober­bürg­er­meis­ter Ingo Mey­er gab gestern im Rathaus die Gewin­ner bekan­nt. Gabi Graf hat­te die Idee, das Vier­tel „Ostend“ zu nen­nen. Sie erhielt einen IKEA-Gutschein im Wert von 1000 Euro. Auch der Name „Am Wasser­w­erk“ kam gut an. A.-Hilmar Hen­necke bekam einen 1000-Euro- Gutschein von Ham­mer Heim­tex. Der dritte Preis, zwei Abos für das The­ater für Nieder­sach­sen, ging an Ste­fan Wolf-Beyrich für „Frieden­squarti­er“. Aus­geze­ich­net wur­den auch die Vorschläge „Quell­gar­ten“, „Hanse-Quarti­er“ und „Europaquarti­er“. Die Kreis­wohn­bauge­sellschaft, der Beamten­woh­nungsvere­in und die Gemein­nützige Bauge­sellschaft haben den Wet­tbe­werb gespon­sort. Der Gewin­ner­in war es beson­ders wichtig, dass der Name geografisch passt. Sie habe eine enge Verbindung zu der Fläche, weil sie schon als Kind in der benach­barten Ste­in­grube gespielt habe.

 

Quelle: Hildesheimer All­ge­meine Zeitung, 22. Novem­ber 2017

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