05. Juni 2018

Grüne Lunge“ statt Klinik

In Diekholzen soll bis 2020 ein neues Wohngebiet am Waldrand entstehen / Mehr als 50 Häuser und auch eine Kita sind bislang geplant

Die Lun­gen­kli­nik FOTO: MORAS

 

Von Alex­an­der Raths

Diek­hol­zen. Die Zukunft des Gelän­des der Lun­gen­kli­nik in Diek­hol­zen ist geklärt. Nach Anga­ben der Kreis­woh­nungs­bau­ge­sell­schaft (KWG) soll ein Wohn­ge­biet mit mehr als 50 Häu­sern ent­ste­hen.

 

 

 

 

Grü­ne Lun­ge“ – so lau­tet der klin­gen­de Name des Pro­jek­tes. Was mit Blick auf die Geschich­te des Are­als gut passt, meint KWG-Geschäfts­füh­rer Mat­thi­as Kauf­mann. Die KWG ent­wi­ckelt das Vor­ha­ben, Eigen­tü­mer des 55 000 Qua­drat­me­ter gro­ßen Gelän­des ist der Land­kreis. 43 000 Qua­drat­me­ter sol­len bebaut wer­den. Dies soll bis 2020 gesche­hen. Der Schwer­punkt soll klar bei Ein­fa­mi­li­en- und Dop­pel­häu­sern lie­gen. Die Grund­stü­cke wer­den vor­aus­sicht­lich zwi­schen 400 und 800 Qua­drat­me­tern groß sein. Der Preis ist noch offen, eben­so ob Bür­ger aus Diek­hol­zen mög­li­cher­wei­se ein Vor­kaufs­recht bekom­men.

 

Das Archi­tek­tur­bü­ro Rei­chel und Stauth aus Braun­schweig hat sich bei einem Ide­en­wett­be­werb durch­ge­setzt. Das Gre­mi­um wähl­te den Braun­schwei­ger Ent­wurf aus, weil die­ser das Bau­pro­jekt gut in die Umge­bung ein­bet­te. Zudem sei das Gebiet mit einem zen­tra­len Platz gut struk­tu­riert. Und: An den Gren­zen des Bau­ge­bie­tes wer­den weni­ger Häu­ser als in der Mit­te ste­hen. „Der Wald­rand und die Hang­la­ge machen das Gebiet inter­es­sant“, meint Kauf­mann.

 

In dem ehe­ma­li­gen Ver­wal­tungs­ge­bäu­de der Kli­nik sol­len mög­li­cher­wei­se eben­falls Woh­nun­gen ent­ste­hen. Auch eine Pra­xis für Kran­ken­pfle­ge könn­te sich dort nie­der­las­sen, so Kauf­mann. „Wir haben Platz für 350 Men­schen, die in Ein­fa­mi­li­en- oder auch Mehr­fa­mi­li­en­häu­ser ein­zie­hen kön­nen“, so der KWG-Chef.

 

An dem 2500 Qua­drat­me­ter gro­ßen Platz in dem Quar­tier soll auch eine Kita errich­tet wer­den. Denn mit dem Bau­ge­biet wol­len die Pla­ner ins­be­son­de­re jun­gen Fami­li­en ein neu­es Zuhau­se bie­ten. „Wich­tig ist auch, dass dort ein Regen­rück­hal­te­be­cken gebaut wird“, fügt Kauf­mann hin­zu. Bedeu­tend sei über­dies, das Gebiet an die Alfel­der Stra­ße anzu­bin­den.

 

Die Gemein­de Diek­hol­zen hat bei alle­dem die Pla­nungs­ho­heit. Und zeigt sich von den Vor­ha­ben über­zeugt. Dies sei zwar noch nicht aus­ge­reift, aber: „Wir sind auf einem sehr guten Wege“, sagt Bür­ger­meis­te­rin Bir­git Dieck­hoff-Hübin­ger. Die Plä­ne sol­len als Nächs­tes im Gemein­de-Aus­schuss für Tech­nik und Umwelt und danach im Rat vor­ge­stellt wer­den.

 

In der Poli­tik stößt das Pro­jekt bis­lang auf Zuspruch. „Wir haben in Diek­hol­zen einen Man­gel an Wohn­raum“, so Uwe Stein­häu­ser, Vor­sit­zen­der der Unab­hän­gi­gen im Land­kreis Hil­des­heim, der eben­falls Mit­glied der Jury des Ide­en­wett­be­werbs war, die aus Ver­tre­tern des Land­krei­ses, der KWG, der HAWK und der Gemein­de Diek­hol­zen bestand.

 

Und was sagen die aktu­el­len Nut­zer? „Das ist eine logi­sche Ent­wick­lung“, meint der Ärzt­li­che Direk­tor der Lun­gen­kli­nik, Micha­el Hamm ange­sichts des Vor­ha­bens. Für eine wei­te­re medi­zi­ni­sche Nut­zung sei­en die alten Gebäu­de ohne­hin nicht mehr zeit­ge­mäß. Dann also ein neu­es Bau­ge­biet: „Das ist eine schö­ne Wohn­la­ge mit Aus­sicht in die Natur“, fin­det Hamm.

 

Quel­le: Hil­des­hei­mer All­ge­mei­ne Zei­tung, 05. Juni 2018

Veröffentlicht unter 2018