20. Oktober 2011

Hässlicher Klotz weicht schönen Bauplätzen

Abriss des Alfelder Schwesternwohnheims beginnt

Alfeld. Seit rund fünf Jah­ren steht das Schwes­tern­heim schräg gegen­über dem Alfel­der Kran­ken­haus schon leer. Die ehe­mals dar­in unter­ge­brach­te Schwes­tern­schu­le exis­tiert eben­falls nicht mehr. Nun soll der ver­fal­len­de und stark in die Jah­re gekom­me­ne Kom­plex aus den Sech­zi­ger­jah­ren, der frü­her über 100 Kran­ken­schwes­tern beher­bergt hat, abge­ris­sen wer­den. Sobald das gesche­hen ist, wer­den dort vier Bau­grund­stü­cke für Ein­fa­mi­li­en­häu­ser erschlos­sen.

 

Abriss des Alfelder Schwesternwohnheims beginnt

Weg mit dem Schand­fleck: Olaf Levo­nen (links) schwingt sym­bo­lisch den Vor­schlag­ham­mer. Dane­ben: Gui­do Sie­vers, Mat­thi­as Kauf­mann und Bernd Beus­hau­sen. Foto: Schwar­zer-Schulz

Ab Früh­jahr 2012 sol­len die Grund­stü­cke fer­tig zur Bebau­ung sein“, teilt Mat­thi­as Kauf­mann, Geschäfts­füh­rer der Kreis­wohn­bau Hil­des­heim GmbH, mit. Der Eigen­tü­mer des Schwes­tern­heims, die Kran­ken­haus Alfeld GmbH, hat die Kreis­wohn­bau GmbH mit dem Abriss und der Erschlie­ßung beauf­tragt. Dass das Gebäu­de dem­nächst der Abriss­bir­ne zum Opfer fällt, stimmt kaum jeman­den trau­rig: „Wir sind froh, dass es ver­schwin­det“, meint Alfelds Bür­ger­meis­ter Bernd Beus­hau­sen. „Die Schwes­tern woh­nen heu­te lie­ber in ihrem Umfeld. Und zeit­ge­mäß war es ohne­hin nicht mehr – mit Duschen und Toi­let­ten auf dem Flur. Auch die Anwoh­ner hin­ter dem Wohn­heim freu­en sich schon dar­auf, dass die Sicht­blo­cka­de weg­kommt.“ Kein Wun­der ange­sichts der bevor­zug­ten, weil son­ni­gen Wohn­la­ge mit Blick ins Lei­ne­tal, die zu den schöns­ten Alfelds zählt.

 

Für die Kreis­wohn­bau gehö­ren sol­che Auf­ga­ben zum Tages­ge­schäft: „Aber hier waren wir erstaunt, wie preis­wert der Abriss wird, auch weil etli­che der Mate­ria­li­en wie­der ver­wend­bar sind“, sagt Mat­thi­as Kauf­mann: Inklu­si­ve Erschlie­ßung der Bau­grund­stü­cke rech­ne man mit 150 000 Euro. Ein Bebau­ungs­plan sei nicht vor­han­den – die Bau­kör­per sol­len sich ledig­lich an der Nach­bar­schafts­be­bau­ung ori­en­tie­ren.

 

Die Initia­to­ren Olaf Levo­nen als Geschäfts­füh­rer der Kran­ken­haus GmbH sowie Pro­ku­rist Gui­do Sie­vers sehen die Abriss­ak­ti­on, aus der schmu­cke Ein­fa­mi­li­en­häus­chen auf rund 800 Qua­drat­me­ter- Bau­plät­zen mit unver­bau­ba­rem Blick über die Stadt ent­ste­hen sol­len, auch als ent­schei­den­den Bei­trag zur Stadt­bau­pla­nung. Aus­künf­te über die Grund­stü­cke gibt Kreis­wohn­bau- Mit­ar­bei­ter Mila­no Wer­ner unter der Tele­fon­num­mer 05121-97646.

 

Pres­se­mit­tei­lung der Lei­ne-Deis­ter-Zei­tung vom 19.10.2011

 

 

Veröffentlicht unter 2011