16. März 2020

Historie und Moderne verbinden

Pläne der kwg: Kultur- und Heimatverein besichtigt Fachwerkhaus an der Brunnenstraße

Pro­jekt­lei­ter Ste­fan Mai (3.v.l.) führt Mit­glie­der des Kul­tur- und Hei­mat­ver­eins Nordstem­men durch das ehe­ma­li­ge Bau­ern­haus an der Brun­nen­stra­ße und infor­miert über die Plä­ne der kwg.

VON MAREIKE EHLERS

Nordstem­men – His­to­rie mit Moder­nem ver­bin­den – das hat sich die Kreis­wohn­bau­ge­sell­schaft (kwg) Hil­des­heim bei ihren Argen­tum-Plä­nen an der Brun­nen­stra­ße auf die Fah­nen geschrie­ben. Das unter Denk­mal­schutz ste­hen­de ehe­ma­li­ge Bau­ern­haus von 1841 wird in dem Zuge erhal­ten und soll mit dem moder­nen Neu­bau ver­bun­den wer­den. Die­ses Vor­ha­ben begrüßt der Kul­tur- und Hei­mat­ver­ein Nordstem­men. Vor­sit­zen­der Rolf Mül­ler hat­te jetzt für die Mit­glie­der einen exklu­si­ven Ter­min mit der kwg aus­ge­macht: Pro­jekt­lei­ter Ste­fan Mai führ­te die Run­de durch das Nordstem­mer Fach­werk­haus und erläu­ter­te, wo im Zuge der Sanie­rung was ent­steht. Gleich im Ein­gangs­be­reich soll künf­tig ein Café mit Tre­sen und Sitz­ge­le­gen­hei­ten ange­sie­delt wer­den. Fer­ner soll der Flie­sen­be­lag mög­lichst erhal­ten blei­ben, der der­zeit unter Plat­ten liegt.

 

Es gibt auch Kurio­ses zu entdecken–wie etwa die­sen Schorn­stein. Die Kreis­wohn­bau­ge­sell­schaft Hil­des­heim hat zudem noch die eine oder ande­re böse Über­ra­schung vor­ge­fun­den. FOTOS: EHLERS

Die Run­de schmun­zel­te etwa über den unge­wöhn­li­chen Schorn­stein und begab sich dann in die ers­te Eta­ge. „Der Denk­mal­schutz sieht die Trep­pe für erhal­tens­wert an, über sie bleibt der Zugang nach oben bestehen“, infor­mier­te Mai. Oben sei dann eine Ver­bin­dung zum Neu­bau vor­ge­se­hen – und damit dann auch zum Lift.

 

Grund­sätz­lich habe die kwg lei­der fest­stel­len müs­sen, dass sich das Gebäu­de in einem sehr schlech­ten Zustand befin­det. Aber Archi­tek­ten könn­ten auch nicht in die Wän­de schau­en, beton­te er.

Im Denk­mal­schutz ist auch erwähnt, dass die Trep­pe erhal­tens­wert ist.

Wirt­schaft­lich ist es nicht“, beton­te Mai, aber: „Wir ver­su­chen es für uns wirt­schaft­lich umzu­set­zen mit dem Neu­bau.“ Im Ober­ge­schoss bezieht das DRK-Büro­räu­me, es wird eine Woh­nung pri­vat ver­mie­tet und es sind Abstell­räu­me für den Neu­bau ein­ge­plant, infor­mier­te der Pro­jekt­lei­ter. Zu bedau­ern sei indes star­ker Pilz­be­fall im Gewöl­be, so dass der Dach­stuhl wahr­schein­lich kom­plett erneu­ert wer­den muss. Bei einer Neu­ein­de­ckung könn­te man jedoch allen heu­ti­gen Anfor­de­run­gen gerecht wer­den. Im Ober­ge­schoss zeig­te er der Run­de auch einen Bereich, in den es stark hin­ein­ge­reg­net hat. Hier sei nichts mehr zu ret­ten – das Bau­ele­ment müs­se an die­ser Stel­le kom­plett aus­ge­tauscht wer­den.

 

Fer­ner habe man fest­ge­stellt, dass Höl­zer, die im Gebäu­de ver­ar­bei­tet sind, offen­bar auch schon an ande­rer Stel­le ver­baut waren, berich­te­te Ste­fan Mai, was aber per se nicht Nega­ti­ves hei­ßen müs­se. Aber: „Wir haben ein paar Beschä­di­gun­gen ent­deckt, die wir am Anfang nicht auf dem Zet­tel hat­ten“, schil­der­te Mai. Des Wei­te­ren

Beschä­di­gun­gen: Mai zeigt, dass es an die­ser Stel­le rein­ge­reg­net hat und das Bau­teil kom­plett aus­ge­tauscht wer­den muss.

möch­te man das Gebäu­de auch ger­ne dämm­tech­nisch ertüch­ti­gen. Wäh­rend das Argen­tum in einem guten Jahr nach etwa 14-mona­ti­ger Bau­zeit fer­tig­ge­stellt sein soll, kön­ne man bei der Fach­werk­haus-Sanie­rung noch kein kon­kre­tes Zeit­fens­ter sagen, da immer auch die Unte­re Denk­mal­schutz­be­hör­de invol­viert ist, erläu­ter­te der Pro­jekt­lei­ter. Der Kul­tur- und Hei­mat­ver­ein kün­dig­te bereits an, dass er etwas zur Geschich­te des ehe­ma­li­gen Bau­ern­hau­ses der Fami­lie Ewald zusam­men­tra­gen möch­te.

 

Quel­le: Lei­ne Deis­ter Zei­tung, 14. März 2020

Veröffentlicht unter 2020

Sehr geehrte Kunden,

aufgrund des Corona-Virus und der empfohlenen Schutzmaßnahmen ist unser Betrieb leider für Besucher geschlossen. Mit dieser Maßnahme möchten wir Sie und unsere MitarbeiterInnen schützen.
In dringenden Fällen erreichen Sie uns während unserer Geschäftszeiten telefonisch unter 05121/976-0, per Mail oder nach telefonischer Terminvereinbarung.
Ihre persönlichen Ansprechpartner erreichen Sie wie gewohnt unter den bekannten Kontaktdaten.
Wir danken für Ihr Verständnis. Bitte bleiben Sie gesund!
Ihre