19. August 2016

In Sachen Argentum geht es weiter

Das Großprojekt ist jetzt vertraglich unter Dach und Fach / Service-Wohnanlage soll im Frühjahr 2018 fertig sein

Argentum: Nun kann das Großprojekt verwirklicht werden Nachdem letzte kleine Änderungswünsche eingepflegt wurden, sind sich die Stadt Elze und die Kreiswohnbau Hildesheim (KWB) im Hinblick auf ihr Elzer Großprojekt mehr als einig: Gestern unterzeichneten Bürgermeister Rolf Pfeiffer (r.) und KWB-Geschäftsführer Matthias Kaufmann im Rathaus den sogenannten Durchführungsvertrag für das Elzer Argentum. Die Kreiswohnbau investiert in der Saalestadt damit über sechs Millionen Euro – und geht insgesamt mit dem vierten Argentum an den Start. Nach dreieinhalbjähriger Planung geht das Vorhaben nun in Richtung Umsetzung. Noch in diesem Herbst soll mit dem Abriss von Gebäuden begonnen werden, im Frühjahr 2018 soll das Argentum dann fertiggestellt sein.

Argen­tum: Nun kann das Groß­pro­jekt ver­wirk­licht wer­den
Nach­dem letz­te klei­ne Ände­rungs­wün­sche ein­ge­pflegt wur­den, sind sich die Stadt Elze und die Kreis­wohn­bau Hil­des­heim (KWB) im Hin­blick auf ihr Elzer Groß­pro­jekt mehr als einig: Ges­tern unter­zeich­ne­ten Bür­ger­meis­ter Rolf Pfeif­fer (r.) und KWB-Geschäfts­füh­rer Mat­thi­as Kauf­mann im Rat­haus den soge­nann­ten Durch­füh­rungs­ver­trag für das Elzer Argen­tum. Die Kreis­wohn­bau inves­tiert in der Saa­le­stadt damit über sechs Mil­lio­nen Euro – und geht ins­ge­samt mit dem vier­ten Argen­tum an den Start. Nach drei­ein­halb­jäh­ri­ger Pla­nung geht das Vor­ha­ben nun in Rich­tung Umset­zung. Noch in die­sem Herbst soll mit dem Abriss von Gebäu­den begon­nen wer­den, im Früh­jahr 2018 soll das Argen­tum dann fer­tig­ge­stellt sein.

Von Marei­ke Ehlers

ELZE. In Sachen Argen­tum ist die Stadt Elze mit dem Groß­pro­jekt einen ent­schei­den­den Schritt wei­ter: Ges­tern Nach­mit­tag haben Bür­ger­meis­ter Rolf Pfeif­fer und Geschäfts­füh­rer Mat­thi­as Kauf­mann von der Kreis­wohn­bau Hil­des­heim (KWB) nun das letz­te und wesent­li­che Ver­trags­werk im Elzer Rat­haus unter­zeich­net. Damit ist das zukunfts­wei­sen­de und sechs Mil­lio­nen Euro schwe­re Pro­jekt für die Stadt Elze unter Dach und Fach, so dass die Rea­li­sie­rung in Angriff genom­men wer­den kann.

 

In Elzes Innen­stadt an der Königs­ber­ger Stra­ße / Ecke Haupt­stra­ße soll auf einem rund 2 200 Qua­drat­me­ter gro­ßen Grund­stück in den nächs­ten ein­ein­halb Jah­ren das soge­nann­te Argen­tum mit rund 2 800 Qua­drat­me­tern Geschoss­flä­che ent­ste­hen. Wie berich­tet, hat sich die Stadt Elze für das Mam­mut­pro­jekt die Kreis­wohn­bau Hil­des­heim ins Boot geholt. Die inves­tiert in der Saa­le­stadt mehr als sechs Mil­lio­nen Euro in das Vor­ha­ben – und geht neu in der Saa­le­stadt mit dem Argen­tum an den Start. In Sar­stedt und Bad Salz­det­furth hat die KWB bereits ins­ge­samt drei der Ein­rich­tun­gen gebaut. Nun sol­len auch in Elze die Bag­ger anrol­len.

 

Heu­te ist es einer der letz­ten und wesent­li­chen Ver­trä­ge, um unser Bau­vor­ha­ben zu ver­wirk­li­chen“, erläu­ter­te Bür­ger­meis­ter Rolf Pfeif­fer. Vor­an­ge­gan­gen waren in der Ver­gan­gen­heit zunächst zwei Grund­stücks­ver­trä­ge sowie ein Ord­nungs­maß­nah­men­ver­trag. In dem Durch­füh­rungs­ver­trag jetzt sei indes das kon­kre­te Vor­ha­ben und der Zeit­rah­men gere­gelt. Ein­ein­halb Jah­re soll es dau­ern, bis das Argen­tum steht und ein­ge­weiht wer­den kann. „Wir möch­ten noch die­sen Herbst mit dem Abriss der ent­spre­chen­den Gebäu­de begin­nen und mit dem Bau des Argen­tums dann im Früh­jahr 2018 fer­tig sein“, berich­te­te KWB-Geschäfts­füh­rer Mat­thi­as Kauf­mann. Dass man für ein Pro­jekt die­ser Grö­ßen­ord­nung gut drei Jah­re in Gesprä­chen und Ver­hand­lun­gen gestan­den habe, sei nor­mal. Immer­hin wer­de nicht mehr wie frü­her ins „Grü­ne“ gebaut, son­dern direkt in die Innen­stadt, was etwai­ge Ange­le­gen­hei­ten im Vor­feld schwie­ri­ger gestal­te. Nun sei aber alles unter Dach und Fach und sämt­li­che Fra­gen und mög­li­che Pro­ble­me rund um das Argen­tum inten­siv und ver­nünf­tig ange­gan­gen wor­den. „Es ist ein rich­tig gutes Ergeb­nis, weil die Stadt mit uns so part­ner­schaft­lich zusam­men­ge­ar­bei­tet hat“, resü­miert Kauf­mann zufrie­den.

 

So soll es aussehen, wenn es fertig ist – das Elzer Argentum an der Königsberger Straße / Ecke Hauptstraße. Neben 17 barrierefreien Wohnungen gibt es Platz für gewerbliche Dienstleister sowie einen Servicepartner.

So soll es aus­se­hen, wenn es fer­tig ist – das Elzer Argen­tum an der Königs­ber­ger Stra­ße / Ecke Haupt­stra­ße. Neben 17 bar­rie­re­frei­en Woh­nun­gen gibt es Platz für gewerb­li­che Dienst­leis­ter sowie einen Ser­vice­part­ner.

Das Kon­zept der Kreis­wohn­bau zielt mit dem Argen­tum-Kon­zept auf bar­rie­re­frei­es Woh­nen im Alter in unmit­tel­ba­rer Nähe des Zen­trums ab, bei dem diver­se Erle­di­gun­gen auf kür­zes­tem Wege erfol­gen kön­nen. Kurz­um: Es han­delt sich um eine Ser­vice-Wohn­an­la­ge im mitt­le­ren bis geho­be­nen Preis­seg­ment mit 17 Zwei- und Drei­zim­mer­woh­nun­gen. Gut 70 bis 80 Pro­zent der Woh­nun­gen sei­en aktu­ell weg, wer noch Inter­es­se hat, habe in jedem Fall noch Chan­cen.

 

Im Ver­gleich zu den ande­ren Ein­rich­tun­gen sieht das Kon­zept in Elze aller­dings deut­lich mehr gewerb­li­che Dienst­leis­ter vor, die im Erd­ge­schoss an der Haupt­stra­ße ihren Platz fin­den wer­den, erläu­tert Kauf­mann. Neben der Spar­kas­se als Anker­mie­ter wer­de ein ansäs­si­ger Fri­sör aus Elze im Argen­tum ein Geschäft betrei­ben, mit denen Vor­ver­trä­ge gemacht wur­den. Dar­über hin­aus habe man mit Heli­os einen Vor­ver­trag geschlos­sen, die mit einem medi­zi­ni­schen Ver­sor­gungs­zen­trum das Argen­tum ergän­zen wer­den. Fer­ner wer­de es im ers­ten Ober­ge­schoss eine Tages­pfle­ge mit 15 Plät­zen des Arbei­ter-Sama­ri­ter-Bun­des (ASB) geben, fasst Kauf­mann kurz zusam­men, was das Argen­tum ins­ge­samt zu bie­ten hat. „Wir ver­spre­chen uns davon eine Revi­ta­li­sie­rung der Kern­städ­te und wol­len die Men­schen an Dienst­leis­tun­gen her­an­füh­ren“, erläu­tert Kauf­mann das all­ge­mei­ne Argen­tum-Kon­zept. In Elze sei es zudem ein Bei­trag für den geplan­ten Stadt­um­bau – sprich der ers­te gro­ße Bau­stein, der dazu­ge­hört.

 

Ja, wir kön­nen jetzt in den rich­tig gro­ßen Umbau der Stadt ein­stei­gen und mit unse­rem Argen­tum begin­nen“, pflich­te­te Pfeif­fer erfreut bei. Aller­dings müss­te dazu im Vor­feld auch ein erheb­li­cher Teil an Gebäu­den zunächst abge­ris­sen wer­den, um schließ­lich das Bau­ob­jekt am besag­ten Platz errich­ten zu kön­nen.

 

Apro­pos: Im Rah­men einer Bedarfs­ana­ly­se sei wei­te­rer Bedarf an bar­rie­re­frei­em Woh­nen bezie­hungs­wei­se Woh­nen im Alter fest­ge­stellt wor­den. Mög­li­cher­wei­se wür­de die Kreis­wohn­bau in Elze dar­über hin­aus noch ein ande­res Wohn-Kon­zept, das es so bis­her in der Form noch nicht gibt, rea­li­sie­ren – und zwar eine Anla­ge im Markt­seg­ment, die vom Preis und der Qua­li­tät sozu­sa­gen eine Eta­ge unter dem Argen­tum lie­ge.

 

Momen­tan wür­den dies­be­züg­lich Gesprä­che lau­fen, ver­rie­ten Kauf­mann und Pfeif­fer am Ran­de. Noch sei aber nichts spruch­reif, beton­ten sie.

 

Quel­le: Lei­ne-Deis­ter-Zei­tung, 19. August 2016

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