15. Juni 2016

Kaiserhof ausgezeichnet

Justizministerin verleiht Kreiswohnbau das Qualitätssiegel für sicheres Wohnen

BAD SALZDETFURTH. Erneu­te Aus­zeich­nung für die Kreis­wohn­bau Hil­des­heim: Bereits zum drit­ten Mal, nach 2014 und 2015, erhält das kom­mu­na­le Woh­nungs­un­ter­neh­men das nie­der­säch­si­sche Qua­li­täts­sie­gel für siche­res Woh­nen. Kreis­wohn­bau-Geschäfts­füh­rer Mat­thi­as Kauf­mann bekam aus den Hän­den von Jus­tiz­mi­nis­te­rin Ant­je Nie­wisch-Lenn­artz das Qua­li­täts­sie­gel für siche­res Woh­nen mit dem Prä­di­kat „hohe Qua­li­tät“ für das Objekt Argen­tum Kai­ser­hof in Bad Salz­det­furth ver­lie­hen.

 

Ziel die­ses Qua­li­täts­sie­gels ist es, Wohn­pro­jek­te in Städ­ten und Gemein­den, die eine hohe Lebens­qua­li­tät auf­wei­sen und aktiv an einem sozia­len Umfeld arbei­ten, aus­zu­zeich­nen. Die Beur­tei­lung wird in drei Kate­go­ri­en unter­teilt. So wer­den die Pro­jek­te 1.) nach dem Schutz durch städ­te­bau­li­che Form, archi­tek­to­ni­sche Gestal­tung und tech­ni­sche Aus­stat­tung, 2.) nach dem geleb­ten, sozia­len Schutz und 3.) nach dem Schutz durch Manage­ment, also dem Enga­ge­ment des Eigen­tü­mers und Ver­mie­ters unter die Lupe genom­men und beur­teilt.

 

Das Beson­de­re bei die­ser Ver­lei­hung ist, dass es sich bei dem Objekt Argen­tum Kai­ser­hof in Bad Salz­det­furth um einen „Misch­bau“ han­delt. Die Immo­bi­lie, ein ehe­ma­li­ges Hotel, ist ein his­to­ri­scher Bestand­teil der Kul­tur­stadt Bad Salz­det­furth, in dem nicht nur vie­le Hoch­zei­ten gefei­ert, son­dern auch wich­ti­ge poli­ti­sche Ent­schei­dun­gen getrof­fen wur­den. So bestand für die Kreis­wohn­bau die Auf­ga­be das denk­mal­ge­schütz­te Haupt­haus zu erhal­ten und nach denk­mal­schutz­auf­la­gen zu sanie­ren und dann archi­tek­to­nisch, ästhe­tisch in den Neu­bau zu inte­grie­ren. Das Ergeb­nis ist eine gelun­ge­ne Sym­bio­se von Alt-und Neu­bau. 19 bar­rie­re­freie Zwei- und Drei-Zim­mer-Woh­nun­gen wur­den geschaf­fen, bei Bedarf mit Tages­pfle­ge und einem Nach­bar­schafts­treff in zen­tra­le Lage.

 

Das wesent­li­che The­ma ist Sicher­heit und bei die­sem Objekt ist neben der bau­li­chen und tech­ni­schen Sicher­heit, die in enger Abstim­mung mit dem Lan­des­kri­mi­nal­amt erfolg­te, um den erfor­der­li­chen Sicher­heits­kri­te­ri­en gerecht zu wer­den, auch die gefühl­te Sicher­heit, also das gegen­sei­tig auf­ein­an­der Auf­pas­sen und sich ver­ant­wort­lich füh­len. So ist es sicher auch von Vor­teil, dass sich das Argen­tum Kai­ser­hof in direk­ter Nach­bar­schaft von Poli­zei, Feu­er­wehr und Rat­haus befin­det.

 

Jus­tiz­mi­nis­te­rin Ant­je Nie­wisch-Lenn­artz über­reich­te das Sie­gel mit den Wor­ten: „Es ist mir eine gro­ße Freu­de und Ehre die Kreis­wohn­bau Hil­des­heim heu­te erneut mit dem Nie­der­säch­si­schen Qua­li­täts­sie­gel für Siche­res Woh­nen aus­zu­zeich­nen. Älte­re Men­schen neh­men Sicher­heit beson­ders wahr. Und die­se Sicher­heit des bau­li­chen aber auch des sozia­len Schut­zes durch intak­te und geför­der­te Nach­bar­schaf­ten erhö­hen ganz mas­siv die Lebens­qua­li­tät. Das denk­mal­ge­schütz­te Gebäu­de aus der Grün­der­zeit ist auch bau­tech­nisch sicht­bar ein beson­de­res Objekt“, so die Minis­te­rin und erin­ner­te an das „vor­bild­li­che Umset­zen der Bau­maß­nah­me in Sib­bes­se im letz­ten Jahr“, als die Kreis­wohn­bau das Qua­li­täts­sie­gel für siche­res Woh­nen für die Sanie­rung einer soge­nann­ten Bestands­im­mo­bi­lie erhielt.

 

Kauf­mann, der auch als Bot­schaf­ter des The­mas Sicher­heit für den Ver­band agiert, freu­te sich sehr über die erneu­te Ehrung und dank­te für die Ein­la­dung. Zugleich er es aber auch als kom­mu­na­le und genos­sen­schaft­li­che Auf­ga­be sieht, in Sachen „Akti­ves Woh­nen“ eine gewis­se Vor­bild­funk­ti­on zu über­neh­men.

 

Die Urkun­de aus den Hän­den der Minis­te­rin nahm er mit Stolz ent­ge­gen und beton­te noch­mals die Beson­der­heit die­ser Ver­lei­hung. „Der Ort Bad Salz­det­furth befin­det sich in einer demo­gra­fisch schwie­ri­gen Lage im Süd­kreis des Land­krei­ses. Der Kreis zeigt hier, ähn­lich wie das Land Nie­der­sach­sen ins­ge­samt, ein nicht uner­heb­li­ches Nord- Süd-Gefäl­le. So dro­hen teil­wei­se eini­ge Zen­tren aus­zu­blu­ten“, so der Geschäfts­füh­rer: „Umso wich­ti­ger sei es, die Zen­tren mit Leben und attrak­ti­ven Ange­bo­ten zu fül­len, dazu gehö­ren auch unse­re Ser­vice­wohn­an­la­gen.“

 

Quel­le: RUBS „Rund um Bad Salz­det­furth, 15. Juni 2016

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