11. September 2019

Kipphut: Müllkippen-Aushub muss auf Deponien

In den 1950er-Jahren haben die Sarstedter im alten Kalksteinbruch ihren Hausmüll entsorgt – vor allem Asche fiel dort an

Bis Mon­tag soll die Abfuhr des Aus­hubs von der Bau­stel­le abge­schlos­sen sein. FOTO: THORSTEN PIFAN

Von Thors­ten Pifan

Sar­stedt. Es geht vor­an: Die Arbei­ten zum Bau des fünf­ten Hoch­hau­ses am Kipp­hut gehen jetzt wei­ter. Zuletzt war dort vier Wochen nichts pas­siert, weil beim Aus­hub der Bau­gru­be Tei­le der alten Müll­kip­pe zuta­ge tra­ten: „Pro­ble­me mach­ten aber weni­ger die Fun­de, son­dern viel­mehr die Tat­sa­che, dass wir erst Kapa­zi­tä­ten auf aktu­el­len Depo­ni­en fin­den muss­ten, um das Mate­ri­al zu ent­sor­gen“, sag­te Bau­in­ge­nieur Ste­fan Mai von der kwg. Bis Mon­tag soll die Abfuhr abge­schlos­sen sein.

 

Die Müll­kip­pe in einem ehe­ma­li­gen Kalk­stein­bruch war noch bis in die 1950er-Jah­re geöff­net. Dort wur­de der Haus­müll der Sar­sted­ter ent­sorgt – „Vor allem Asche aus den Öfen der Haus­hal­te“, sag­te Stadt­hei­mat­pfle­ger Wer­ner Vahl­bruch. Von der Stadt beauf­tragt war die Fir­ma Stef­fen – ein Land­wirt, der mit Pferd und Wagen den Müll aus den Häu­sern abhol­te, und zum Kipp­hut brach­te.

 

Das war damals ja alles noch gar nicht bebaut“, erin­nert sich Die­ter Pet­zold. Als jun­ger Mann hat er dort auf der Müll­kip­pe gespielt. „Wir sind 1951 mit mei­nen Eltern an die Oster­tor­stra­ße gezo­gen. Und in der Ver­län­ge­rung der Stra­ße war die alte Müll­kip­pe“, erzählt Pet­zold. Da sei alles rein­ge­kom­men, was damals so an Rest­müll ange­fal­len ist. Viel sei es nicht gewe­sen, weil das meis­te zuerst in den Öfen ver­feu­ert wor­den sei.

 

Hin und wie­der hät­ten aber auch die Apo­the­ken aus der Umge­bung dort ihren Abfall abge­la­den. „Das war dann für uns beim Spie­len ein tol­ler Spaß, wenn wir auf die Creme- Tuben tra­ten und die Sal­be durch die Gegend schoss“, sagt er schmun­zelnd, wenn er an die Jugend­strei­che denkt. Auch an die Müll­kut­sche kann sich Pet­zold noch erin­nern. Das war ein Holz­wa­gen mit zwei Pfer­den davor.

 

Auf­grund der Ver­zö­ge­rung bei den Erd­ar­bei­ten wird auch der Bau des fünf­ten Hoch­hau­ses ein wenig spä­ter fer­tig als geplant. Ende Sep­tem­ber oder Anfang Okto­ber soll es dann mit dem Bau wei­ter­ge­hen. Noch im Juni hat­te sich kwg-Chef Mat­thi­as Kauf­mann zuver­sicht­lich gezeigt, dass es kei­ne Ver­zö­ge­run­gen geben wer­de. Anfang August war dann bekannt­ge­wor­den, dass der Aus­hub nicht sofort abge­fah­ren wer­den kann und es län­ger dau­ert, bestä­tig­te sei­ner­zeit Ste­fan Mai.

 

In dem Gebäu­de sol­len unter ande­rem 22 Woh­nun­gen mit zwei bis drei Zim­mern sowie zehn Appar­te­ments für pfle­ge­be­dürf­ti­ge Men­schen ent­ste­hen. Hin­zu kommt eine Kin­der­ta­ges­stät­te mit zwei Grup­pen, die die Stadt betreibt.

 

Die Miet­woh­nun­gen sol­len zwi­schen 8 und 9 Euro pro Qua­drat­me­ter kos­ten. Für die Pent­house­woh­nun­gen müs­sen Mie­ter tie­fer in die Tasche grei­fen, die Prei­se stün­den aber noch nicht genau fest, hat­te Kauf­mann im August gesagt. Im Früh­jahr 2021 soll der bar­rie­re­freie Kom­plex mit 2500 Qua­drat­me­tern Wohn­flä­che fer­tig sein. Die kwg inves­tiert für das Pro­jekt 7,5 Mil­lio­nen Euro.

 

Quel­le: Hil­des­hei­mer All­ge­mei­ne Zei­tung, 11. Sep­tem­ber 2019

Veröffentlicht unter 2019

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