02. Februar 2017

Kreiswohnbau kauft alte Wohnblocks

Zwangsversteigerung auf Marienburger Höhe endgültig vom Tisch / Massive Sanierung geplant

Von Tarek Abu Aja­mieh

Hil­des­heim. Das Hin und Her um die Zukunft drei­er Mehr­fa­mi­li­en­häu­ser auf der Mari­en­bur­ger Höhe ist been­det: Die Kreis­wohn­bau hat die Wohn­blocks in der Ros­to­cker Stra­ße 4, 6 und 8 gekauft. Zuvor war unter ande­rem eine Zwangs­ver­stei­ge­rung geschei­tert. Über den Kauf­preis wur­de Still­schwei­gen ver­ein­bart. Kreis­wohn­bau-Geschäfts­füh­rer Mat­thi­as Kauf­mann kün­dig­te erheb­li­che Inves­ti­tio­nen in die arg sanie­rungs­be­dürf­ti­gen Gebäu­de an.

 

Die drei Wohn­häu­ser mit ins­ge­samt 24 Woh­nun­gen gehör­ten bis­lang einer Erben­ge­mein­schaft. Ein Mit­glied des Ver­bun­des hat­te bereits vor gut zwei Jah­ren eine Zwangs­ver­stei­ge­rung anbe­raumt. Aller­dings fand sich kein Inter­es­sent, der bereit war, 787 000 Euro zu inves­tie­ren – und damit min­des­tens 70 Pro­zent des von einem Gut­ach­ter ermit­tel­ten Ver­kaufs­wer­tes von 1,13 Mil­lio­nen Euro.

 

Zwei wei­te­re Zwangs­ver­stei­ge­rungs-Ter­mi­ne waren jeweils für Janu­ar 2016 und 2017 ange­setzt. In bei­den Fäl­len bean­trag­te der Betrei­ber jedoch, das Ver­fah­ren aus­zu­set­zen, um auf dem frei­en Markt einen Käu­fer für die Objek­te zu fin­den. Im ver­gan­ge­nen Jahr ging das noch schief. In die­sem Jahr mel­de­ten sich meh­re­re poten­zi­el­le Inves­to­ren bei der Spar­kas­se, die von der Erben­ge­mein­schaft mit dem Bie­ter­ver­fah­ren beauf­tragt war. „Wir haben offen­bar das inter­es­san­tes­te Ange­bot gemacht“, freut sich Kreis­wohn­bau-Chef Kauf­mann.

 

Für die kom­mu­na­le Immo­bi­li­en­ge­sell­schaft ist laut Kauf­mann vor allem die Lage der Wohn­blocks inter­es­sant: „Wir haben ganz in der Nähe schon rund 100 Woh­nun­gen, zudem ist der Stand­ort in einem Wohn­ge­biet, das sowohl nah an der Uni­ver­si­tät als auch nicht so weit weg vom Stadt­zen­trum liegt, recht attrak­tiv.“ Dass die Nach­fra­ge nach Woh­nun­gen in Hil­des­heim der­zeit durch Stu­den­ten und ande­re Neu­bür­ger wie berich­tet steigt, dürf­te ein Übri­ges getan haben.

 

Laut Kauf­mann sind der­zeit nur noch 13 der 24 Woh­nun­gen bewohnt. In den ver­gan­ge­nen Jah­ren waren – auch auf­grund der Unsi­cher­heit über die Eigen­tü­mer und man­geln­den Sanie­run­gen – meh­re­re Mie­ter aus­ge­zo­gen. Was der neue Besit­zer durch­aus auch prak­tisch fin­det: „Wenn wir umfang­rei­che Sanie­run­gen machen wol­len, etwa an Bädern, ist es gut, wenn wir Aus­weich-Woh­nun­gen im glei­chen Gebäu­de anbie­ten kön­nen“, sagt Kauf­mann.

 

Und sanie­ren und moder­ni­sie­ren will der neue Eigen­tü­mer reich­lich. „Da wird es sicher auch um Dach, Fens­ter und Däm­mung gehen“, sagt Kauf­mann, der betont, sein Unter­neh­men wis­se, wor­auf es sich ein­las­se: „Wir haben das vor ein paar Jah­ren mit einem ganz ähn­li­chen Gebäu­de in Och­ter­sum gemacht, das war eben­falls vom Archi­tek­ten Gey­er und aus der glei­chen Zeit.”

 

Von außen sicht­bars­te Ver­än­de­rung dürf­ten neue Fahr­stüh­le wer­den, die die Kreis­wohn­bau außen an den Gebäu­den instal­lie­ren will. „Um zumin­dest einen Teil der Woh­nun­gen bar­rie­re­frei anbie­ten zu kön­nen“, wie der Geschäfts­füh­rer sagt.

 

Quel­le: Hil­des­hei­mer All­ge­mei­ne Zei­tung, 01. Febru­ar 2017

Veröffentlicht unter 2017

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