17. Dezember 2016

Kreiswohnbau will in den nächsten Jahren 380 neue Wohnungen bauen

Klaus Bruer bleibt nach der Kreistagswahl weiterhin Aufsichtsratsvorsitzender / Von jedem eingenommenen Euro werden 53 Cent in den Bestand investiert

Hil­des­heim. Die Kreis­wohn­bau hat nach der Kreis­tags­wahl einen neu­en Auf­sichts­rat bekom­men. In der kon­sti­tu­ie­ren­den Sit­zung sind die Kreis­tags­ab­ge­ord­ne­ten Mar­ti­na Wie­gand (CDU) aus Alfeld, Ramon Herbst (CDU) aus Hil­des­heim, Joa­chim Sauer­mann (AfD) aus Einum und Land­rat Olaf Levo­nen neu in das Gre­mi­um ein­ge­zo­gen. Aus­ge­schie­den sind hin­ge­gen Ste­fa­nie Uhlig (SPD) aus Söhl­de, Bir­git von Cramm (CDU) aus Elze, Klaus Krum­fuß (CDU) aus Duin­gen und der ehe­ma­li­ge Land­rat Rei­ner Weg­ner.

 

Bei der Wahl zum Vor­stand wur­den sämt­li­che Amts­in­ha­ber ein­stim­mig wie­der­ge­wählt: Vor­sit­zen­der bleibt der Kreis­tags­ab­ge­ord­ne­te Klaus Bru­er (SPD) aus Sar­stedt, Dr. Bern­hard Evers (CDU) aus Bad Salz­det­furth ist auch wei­ter­hin stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der, die Sar­sted­ter Bür­ger­meis­te­rin Hei­ke Bren­ne­cke ist als Schrift­füh­re­rin und die Kreis­tags­ab­ge­ord­ne­te Eri­ka Hanen­kamp (SPD) aus Sor­sum als ihre Stell­ver­tre­te­rin gewählt.

 

In der ers­ten Auf­sichts­rats­sit­zung in neu­er Zusam­men­set­zung beriet das Gre­mi­um mit Geschäfts­füh­rer Mat­thi­as Kauf­mann über die mit­tel- und lang­fris­ti­ge Wirt­schafts- und Finanz­pla­nung bis zum Jahr 2025. Die Kreis­wohn­bau plant neben umfang­rei­chen Erhal­tungs- und Moder­ni­sie­rungs­maß­nah­men in ihrem Woh­nungs­be­stand den Neu­bau von 255 Miet­woh­nun­gen und 125 Woh­nun­gen, die als Eigen­tums­woh­nun­gen ange­bo­ten wer­den sol­len.

 

Das aus­klin­gen­de Jahr habe die Kreis­wohn­bau sehr erfolg­reich abge­schlos­sen, sag­te Kauf­mann, der Jah­res­über­schuss wird vor­aus­sicht­lich bei etwa 1,8 Mil­lio­nen Euro lie­gen. Die Leer­stands­quo­te habe auf 1,3 Pro­zent gesenkt wer­den kön­nen. Die Kreis­wohn­bau ist bemüht, wei­ter­hin bezahl­ba­ren Wohn­raum anzu­bie­ten, die durch­schnitt­li­che Mie­te betra­ge 5,02 Euro pro Qua­drat­me­ter und Monat. Auch der Miet­preis­an­stieg sei mode­rat aus­ge­fal­len, die Mie­ten sei­en in die­sem Jahr nur um 1,8 Pro­zent gestie­gen. Auch bei Neu­ver­mie­tun­gen, denen in der Regel häu­fig eine Bade­zim­mer­mo­der­ni­sie­rung oder ande­re Moder­ni­sie­run­gen vor­aus­ge­hen, betra­ge die durch­schnitt­li­che Kalt­mie­te ledig­lich 5,35 Euro pro Qua­drat­me­ter.

 

Eines der gro­ßen Pro­jek­te der KWG: der Umbau des alten Kreis­hau­ses. ARCHIVFOTO: KAISER

Die Kreis­wohn­bau habe im ablau­fen­den Jahr erneut über­durch­schnitt­lich in ihren Bestand inves­tiert, habe 53 Pro­zent der Miet­ein­nah­men wie­der in die Immo­bi­li­en gesteckt. Die Auf­wen­dun­gen für Moder­ni­sie­rung und Instand­hal­tung betru­gen im Mit­tel 32 Euro pro Qua­drat­me­ter. Die bau­li­chen Ver­bes­se­run­gen kämen Mie­tern, den kom­mu­na­len Gesell­schaf­tern und der Gesell­schaft selbst zugu­te. So wur­den vor allem Vor­stell­bal­ko­ne errich­tet, Bäder moder­ni­siert und Gebäu­de ener­ge­tisch saniert. Und nicht zuletzt wur­de der Umbau der ehe­ma­li­gen Kreis­ver­wal­tung vor­an­ge­trie­ben, die vor­aus­sicht­lich im April das neue Domi­zil der Kreis­wohn­bau wer­den soll.

 

Die Bau­ar­bei­ten wer­den im nächs­ten Jahr wei­ter­ge­hen: Aus­ga­ben von 18 Mil­lio­nen Euro für diver­se Pro­jek­te sind geplant. Die Kreis­wohn­bau, die inzwi­schen fast 70 Jah­re am Markt ist, ver­fügt aktu­ell über 4100 Wohn- und Gewer­be­ein­hei­ten – von der Ret­tungs­wa­che bis zur Schu­le – sowie 1100 Gara­gen und Ein­stell­plät­ze. Dane­ben ver­wal­tet sie als Dienst­leis­ter für Drit­te wei­te­re 600 Wohn­ein­hei­ten. Ha

 

Quel­le: Hil­des­hei­mer All­ge­mei­ne Zei­tung, 17. Dezem­ber 2016

Veröffentlicht unter 2016