08. Juni 2019

kwg kauft Alte Post – Stadt mietet sie vorerst

Alfeld bekommt 960 000 Euro und steckt den größten Teil der Summe in den Schuldenabbau

Hat einen neu­en Eigen­tü­mer: Die Alte Post in Alfeld. FOTO: JAN LINKERSDÖRFER

Von Tho­mas Jahns

Alfeld. Die Stadt Alfeld hat einen Käu­fer für die Alte Post gefun­den – qua­si direkt vor der Haus­tür: Die kwg will die alte Post kau­fen. Einen ent­spre­chen­den Beschluss fass­te der Auf­sichts­rat der kom­mu­na­len Woh­nungs­bau­ge­sell­schaft wäh­rend sei­ner Sit­zung am Don­ners­tag­abend.

 

960 000 Euro bezahlt die kwg für das Gebäu­de der ehe­ma­li­gen Haupt­post an der Bahn­hof­stra­ße. Das bestä­tig­te Geschäfts­füh­rer Mat­thi­as Kauf­mann auf Anfra­ge.

 

Der Alfel­der Stadt­rat muss den Ver­kauf jetzt noch geneh­mi­gen. Das Gre­mi­um tagt am Don­ners­tag, 20. Juni, um 17 Uhr öffent­lich im gro­ßen Sit­zungs­saal des Rat­hau­ses. Anfang Mai hat­te der Alfel­der Ver­wal­tungs­aus­schuss den Ver­kauf des Gebäu­des beschlos­sen. Die Ein­nah­men sol­len die Stadt­kas­se so weit ent­las­ten, dass der Land­kreis den Haus­halts­plan für das lau­fen­de Jahr geneh­mi­gen kann.

 

Die kwg hat­te bereits früh­zei­tig nach dem Schei­tern der Kita- Plä­ne in der alten Post ein sehr star­kes Inter­es­se an der Immo­bi­lie bekun­det“, sag­te Alfelds Bür­ger­meis­ter Bernd Beus­hau­sen am Frei­tag. Es sei ein Wert­gut­ach­ten für das Gebäu­de erstellt wor­den und dabei der Ver­kaufs­preis von 960 000 Euro ermit­telt wor­den.

 

Mit die­sem Preis habe die Stadt unter dem Strich kei­nen Ver­lust mit der alten Post gemacht, so Beus­hau­sen. Die Kom­mu­ne habe für das 1926 errich­te­te Haupt­post­amt etwas weni­ger bezahlt, als sie jetzt bekom­men wer­de.

 

Die von der Stadt gezahl­te Frei­hal­te­prä­mie an den ehe­ma­li­gen Eigen­tü­mer ist spä­ter vom Kauf­preis abge­zo­gen wor­den“, beton­te der Ver­wal­tungs­chef und ergänz­te: „Wir haben den Gebäu­de­kom­plex ja auch genutzt.“ Seit dem Som­mer-Hoch­was­ser lage­re die Stadt in den ehe­ma­li­gen Fahr­zeug­hal­len Hoch­was­ser-Equip­ment sowie Uten­si­li­en für die Feu­er­weh­ren. „Dafür hät­ten wir sonst ein Lager anmie­ten müs­sen. Das hät­te zusätz­li­che Kos­ten ver­ur­sacht“, so Beus­hau­sen. Mit der kwg sei ver­ein­bart, dass die Kom­mu­ne die Lager­stät­ten für eine gerin­ge Mie­te für zunächst zwölf wei­te­re Mona­te nut­zen kön­ne.

 

Die Stadt tren­ne sich kei­nes­falls leich­ten Her­zens von der Immo­bi­lie, doch unter Berück­sich­ti­gung der Pro­ble­me mit der Seve­so-III-Richt­li­nie und ange­sichts der Haus­halts­la­ge sei es die rich­ti­ge Ent­schei­dung, sagt Beus­hau­sen. Die Stadt war in die Kri­tik gera­ten, weil sie das Gebäu­de erwor­ben hat­te, um eine Kita dort anzu­sie­deln – um dann fest­zu­stel­len, dass das auf­grund einer neu­en Richt­li­nie und der Nähe zum Sap­pi-Werk gar nicht geht.

 

Von der Kauf­sum­me flie­ßen nach Anga­ben des Bür­ger­meis­ters 860 000 Euro in den Schul­den­ab­bau. Mit der Ver­ab­schie­dung des Nach­trags­haus­halts sowie dem dar­in vor­ge­nom­me­nen Abbau von Kre­di­ten erfül­le Alfeld sei­nen Teil der Ver­ein­ba­rung mit der Kom­mu­nal­auf­sicht beim Land­kreis Hil­des­heim.

 

Quel­le: Hil­des­hei­mer All­ge­mei­ne Zei­tung, 08. Juni 2019

Veröffentlicht unter 2019

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