10. September 2015

Mammutprojekt in Elze

Sechs Millionen Euro schwer: Kreiswohnbau plant „Argentum“ / MVZ mit an Bord

ELZE. Die Kreis­wohn­bau Hil­des­heim plant eine Mil­lio­nen-Inves­ti­ti­on in Elze: Das „Argen­tum“- Kon­zept soll auch in der Saa­le­stadt rea­li­siert wer­den. „Wir befin­den uns der­zeit in der Prü­fungs­pha­se und sehen die Rea­li­sie­rung auch als ers­ten Schritt zum Umbau und der Revi­ta­li­sie­rung von Elzes Kern­stadt“, so Mat­thi­as Kauf­mann, Geschäfts­füh­rer der Kreis­wohn­bau.

 

Geplant ist eine Ser­vice-Wohn­an­la­ge an der Königs­ber­ger Stra­ße, Ecke Haupt­stra­ße, mit 17 Zwei- und Drei­zim­mer-Woh­nun­gen in den Grö­ßen von 60 bis 100 Qua­drat­me­tern. Ergänzt wer­den soll das Ange­bot durch einen gro­ßen Gemein­schafts­be­reich als zen­tra­len Treff­punkt der Anla­ge, der als Nach­bar­schafts­treff genau­so wie für pri­va­te Fei­ern der Bewoh­ner genutzt wer­den kann. Eine Park­ga­ra­ge, die zum Teil im Hang „ver­schwin­det“, voll­endet den Bau.

 

Als Part­ner ist der Arbei­ter-Sama­ri­ter-Bund (ASB) vor­ge­se­hen, der neben Ser­vice­dienst­leis­tun­gen auch eine Tages­pfle­ge inte­grie­ren möch­te. Neben dem ASB stün­den bereits die Spar­kas­se, ein Fri­seur sowie die Heli­os-Grup­pe mit einem medi­zi­ni­schen Ver­sor­gungs­zen­trum, das heißt einer Arzt­pra­xis mit ver­schie­de­nen Ärz­ten, als Part­ner bereit, die das Ange­bot in den Gewer­be­flä­chen im Erd­ge­schoss kom­plet­tie­ren wür­den. Soll­te sich die Nach­fra­ge und das all­ge­mei­ne Inter­es­se als posi­tiv her­aus­stel­len und alles opti­mal lau­fen, könn­ten bereits im Früh­jahr oder Früh­som­mer 2016 die ers­ten Bag­ger anrol­len. Die ers­ten Bewoh­ner könn­ten im Früh­jahr 2017 ein­zie­hen.

 

Das Gesamt­vo­lu­men liegt bei rund sechs Mil­lio­nen Euro, wobei ein Teil der Inves­ti­tio­nen über För­der­mit­tel aus dem Stadt­um­bau finan­ziert wer­den wür­de. Die Kalt­mie­ten der Woh­nun­gen sol­len bei rund 500 bis 800 Euro pro Monat lie­gen. Im Zuge des demo­gra­fi­schen Wan­dels ist die pri­mä­re Ziel­grup­pe „der Mensch im fort­ge­schrit­te­nen Alter“, der mög­li­cher­wei­se nicht mehr in der Lage ist, ein gro­ßes Grund­stück und Haus in Schuss zu hal­ten. Aber von einem Ver­gleich mit „Alten­woh­nun­gen“ möch­te Kauf­mann nichts wis­sen. „Unser Ange­bot gilt dem Men­schen, der alters- und gesund­heits­be­dingt nicht mehr in der Lage ist, Hür­den – gleich wel­cher Art – zu über­win­den, genau­so wie dem Men­schen, der ein­fach aus Qua­li­täts­grün­den in den Genuss von Ser­vice- und Kom­fort­woh­nen kom­men möch­te“, erklärt der Geschäfts­füh­rer.

 

Mitt­ler­wei­le konn­te das kom­mu­na­le Woh­nungs­un­ter­neh­men bereits drei Argen­tum- Häu­ser in der Regi­on eta­blie­ren. Zum einen die Miet­woh­nungs­an­la­gen Am Ried in Sar­stedt und am Kai­ser­hof in Bad Salz­det­furth sowie das Argen­tum Lie­gnit­zer Stra­ße in Sar­stedt. Mehr Details zum Elzer Pro­jekt wer­den die kom­men­den Tage sicher fol­gen: Für heu­te haben die Ver­ant­wort­li­chen ein Pres­se­ge­spräch ange­setzt. as

 

Quel­le: Lei­ne-Deis­ter-Zei­tung, 10. Sep­tem­ber 2015

Veröffentlicht unter 2015