19. Dezember 2018

Moderate Töne im Klinik-Streit

Bewegung in dem Konflikt um das alte Gelände in Diekholzen

Das alte Schild weist immer noch auf die Ex-Kli­nik hin. FOTO: ALEXANDER RATHS

Von Alex­an­der Raths

Diek­hol­zen. Nach dem Aus­tausch der offe­nen Brie­fe zwi­schen der Kreis­wohn­bau-Gesell­schaft (KWG) und der Gemein­de Diek­hol­zen im Kon­flikt um das frü­he­re Lun­gen­kli­nik- Gelän­de zeigt sich KWG-Chef Mat­thi­as Kauf­mann gesprächs­be­reit. In den Brie­fen hat­ten sich bei­de Sei­ten Unfair­ness vor­ge­wor­fen. Ver­stim­mung gibt es, seit die Gemein­de ihre recht­li­che Mög­lich­keit aus­schöpft und ihr Vor­kaufs­recht des frü­he­ren Kli­nik-Are­als aus­übt. Dort plant die KWG bis­her ein Bau­ge­biet.

 

Deren Chef Kauf­mann woll­te zu dem Schrei­ben von der Diek­holze­ner Bür­ger­meis­te­rin Bir­git Dieck­hoff- Hübin­ger kei­nen Kom­men­tar abge­ben – sagt aber dann doch so viel: „Für mich ist das erle­digt. Ich reagie­re nicht auf den Brief.“

 

Kauf­mann hob außer­dem her­vor, kei­ne „Dau­er-Aus­ein­an­der­set­zung“ mit der Gemein­de zu wol­len. Im Gegen­teil: Er kann sich eine Zusam­men­ar­beit mit der Kommune„absolut“ vor­stel­len, beton­te Kauf­mann. Er wies über­dies auf die jüngs­te Sit­zung des Diek­holze­ner Gemein­de­ra­tes hin: Auch dort sei die Rede davon gewe­sen, auf­ein­an­der zuzu­ge­hen. Die Tür zuzu­schla­gen, kommt für ihn nicht in Fra­ge. „Das ist Quatsch.“ Auch Bür­ger­meis­te­rin Dieck­hoff-Hübin­ger signa­li­sier­te, für Gesprä­che mit der KWG und dem Land­kreis offen zu sein. Der woll­te bis­lang das 55 000-Qua­drat­me­ter- Gelän­de am Bahn­berg kau­fen. Doch die Kom­mu­ne ging mit ihrem Vor­kaufs­recht dazwi­schen. Für den Kreis ist damit eige­nen Anga­ben zufol­ge die „Ange­le­gen­heit abge­schlos­sen.“ Land­rat Olaf Levo­nen will sich dazu nicht wei­ter äußern.

 

Offen ist die Fra­ge, ob die Gemein­de die Ent­wick­lung des Gebiets mög­li­cher­wei­se in Eigen­re­gie vo ran­treibt. Die Diek­holze­ner Ver­wal­tungs­chefin gibt sich in die­sem Punkt zurück­hal­tend – ver­weist aber auf den Gemein­de­rat. Der hat­te sich jüngst posi­tio­niert und sich in dem Kon­flikt geschlos­sen hin­ter die Bür­ger­meis­te­rin gestellt.

 

Deren Linie lau­tet: Der Rat soll die Rich­tung vor­ge­ben, wie es mit dem Gelän­de am Wald in den kom­men­den Jah­ren wei­ter­ge­hen soll. Klar ist jedoch schon jetzt, dass unter ande­rem eine wei­te­re Zufahrt zu dem Gebiet und ein Kreis­ver­kehr an der Alfel­der Stra­ße gebaut wer­den sol­len. Hin­zu kom­men ein oder meh­re­re Regen­rück­hal­te­be­cken.

 

Quel­le: Hil­des­hei­mer All­ge­mei­ne Zei­tung, 19. Dezem­ber 2018

Veröffentlicht unter 2018