18. November 2019

Neue Heimat für neue Harsumer

Richtfest der kwg im Ährenkamp / 4,5 Millionen Euro Bau- und Entwicklungskosten für zwei Gebäudekomplexe

kwg-Geschäfts­füh­rer Mat­thi­as Kauf­mann begrüßt Hand­wer­ker und künf­ti­ge Bewoh­ner. Foto: Peis­ker

Von Hei­ko Stum­pe

Har­sum. Die Kreis­wohn­bau­ge­sell­schaft Hil­des­heim mbH (kwg) hat nach Har­sum ein­ge­la­den und vie­le sind gekom­men. Neben den Hand­wer­kern waren auch zahl­rei­che Eigen­tü­mer der neu­en Woh­nun­gen an ihren künf­ti­gen Lebens­mit­tel­punkt gekom­men. Der Gesell­schafts­zweck der kwg lau­tet unter ande­rem: Für Wohn­raum in der Regi­on zu sor­gen.

 

Auf den Grund­stü­cken am Ähren­kamp 5 und 5A sind seit Mai zwei Gebäu­de in die Höhe gewach­sen. 14 Mona­te Bau­zeit sind ins­ge­samt für das Pro­jekt ein­ge­plant. Ein mög­li­cher Ein­zugs­zeit­punkt wird auf Juli 2020 ter­mi­niert. Bis dahin wird die kwg 4,5 Mil­lio­nen Euro inves­tiert haben.

 

Geschäfts­füh­rer Mat­thi­as Kauf­mann bedank­te sich bei den neu­en Eigen­tü­mern für den Ver­trau­ens­vor­schuss. Die kwg wer­de als ver­läss­li­cher Bau­trä­ger aner­kannt. Kauf­mann dank­te auch den Hand­wer­kern und moti­vier­te sie für die künf­ti­gen Arbei­ten.

 

Gemein­de­bür­ger­meis­ter Mar­cel Lit­fin bedank­te sich bei den vie­len regio­na­len Bau­un­ter­neh­men. Einen Beleg dafür lie­fer­te der Hand­wer­ker, der den tra­di­tio­nel­len Richt­spruch sprach: der Zim­mer­mann­meis­ter Sebas­ti­an Vogel aus Har­sum. Lit­fin erin­ner­te auch dar­an, dass es am Anfang Ver­zö­ge­run­gen gege­ben hat­te. Feld­hams­ter muss­ten umge­sie­delt wer­den, was nicht ganz pro­blem­los ablief.

 

Auch wur­den auf dem Gelän­de archäo­lo­gi­sche Fun­de gemacht, die zu Bau­ver­zö­ge­run­gen führ­ten. An Ort und Stel­le wur­den Res­te ein Sied­lung aus­ge­gra­ben, die zu den ältes­ten bewohn­ten Plät­zen in Nord­deutsch­land gerech­net wer­den kön­nen. Hier leb­ten schon 5.500 vor Chris­tus Men­schen, die vier soge­nann­te Lang­häu­ser bewohn­ten. Lit­fin kom­men­tier­te, dass Har­sum offen­bar schon immer ein belieb­ter Wohn­ort gewe­sen sei.

 

In den Neu­bau­ten haben die neu­en Har­su­mer bes­te Wohn­be­din­gun­gen. Das Bau­ge­biet am Ähren­kamp bie­tet im ruhi­gen Ort trotz­dem gute Ein­kaufs­mög­lich­kei­ten und eine schnel­le Ver­bin­dung nach Hil­des­heim wie Han­no­ver. Zudem kann der Schie­nen­ver­kehr genutzt wer­den und auch der Auto­bahn­an­schluss ist nicht ent­fernt.

 

In zwei Wohn­ein­hei­ten wur­den Zwei-, Drei- und Vier Zim­mer­woh­nun­gen rea­li­siert mit Grö­ßen von 62 bis 98 Qua­drat­me­tern. Beson­ders attrak­tiv erschei­nen die Pent­häu­ser mit Dach­ter­ras­sen. Aber auch alle ande­ren Woh­nun­gen haben Bal­ko­ne, wobei die Erd­ge­schoss­woh­nun­gen auch über Ter­ras­sen ver­fü­gen. Für die 23 Ein­hei­ten ste­hen 29 Ein­stell­plät­ze zur Ver­fü­gung.

 

Selbst­ver­ständ­lich sind alle Ebe­nen bar­rie­re­frei gestal­tet, bei­spiels­wei­se mit geräu­mi­gen, stu­fen­lo­sen Duschen. Dazu kom­men Fuß­bo­den­hei­zun­gen oder Klin­gel­an­lan­gen mit Video­funk­ti­on, die dem Sicher­heits­wunsch der Bewoh­ner nach­kom­men. Elek­tri­sche Roll­lä­den und eine kon­trol­lier­te Lüf­tungs­an­la­ge mit Wär­me­rück­ge­win­nung sind über­all ver­baut. Der Ener­gie­be­darf ist mit 38 bis 40 Kilo­watt­stun­den pro Qua­drat­me­ter und Jahr auf dem Niveau von Nied­rig­ener­gie- Häu­sern. Solar­pa­ne­len befin­den sich auf dem Dach.

 

Für die Woh­nun­gen wur­den schnell Käu­fer gefun­den. Das Inter­es­se war groß, fasst Mila­no Wer­ner von der kwg zusam­men. Alle Woh­nun­gen sind bereits an Pri­vat­per­so­nen ver­kauft. Es ist aber anzu­neh­men, dass nicht alle Woh­nun­gen selbst genutzt son­dern zu einem spä­te­ren Zeit­punkt auch ver­mie­tet wer­den. Die Finan­zie­rung wur­de über loka­le Geld­in­sti­tu­te ermög­licht.

 

Quel­le: Kehr­wie­der am Sonn­tag, 17. Novem­ber 2019

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