29. April 2019

Neue Mitte für Nordstemmen

20 Wohnungen und Café im Fachwerkhaus geplant / Kreiswohnbau investiert 4,6 Millionen Euro

Ein völ­lig neu­er Anblick im Kern­ort der Gemein­de: Die Ansicht des geplan­ten Argen­tums an der Brun­nen­stra­ße in Nordstem­men. FOTO: HIRSCH ARCHITEKTEN BDA (PLANUNGSBÜRO)/KWG HILDESHEIM

Von Alex­an­der Raths

Nordstem­men. Das Orts­bild von Nordstem­men soll sich in abseh­ba­rer Zeit stark ver­än­dern. Bau­ar­bei­ten wer­den im kom­men­den Herbst begin­nen, so Archi­tekt Ste­fan Mai. Hin­ter­grund: Die Kreis­wohn­bau­ge­sell­schaft (kwg) plant einen neu­en Argen­tum-Kom­plex an der Brun­nen­stra­ße, zu dem 20 Miet­woh­nun­gen mit einer Grö­ße von 60 bis 90 Qua­drat­me­tern gehö­ren sol­len – mit Aus­blick aufs Schloss Mari­en­burg. Das Ange­bot rich­tet sich vor allem an Senio­ren.

 

Eben­falls vor­ge­se­hen auf dem Gelän­de ist ein Café in einem alten Fach­werk­haus, das die kwg sanie­ren will. Das Unter­neh­men inves­tiert nach eige­nen Anga­ben in das Pro­jekt ins­ge­samt 4,6 Mil­lio­nen Euro. Ähn­li­che Vor­ha­ben in der Regi­on hat die Gesell­schaft in Sar­stedt, Elze, Alger­mis­sen und Bad Salz­det­furth umge­setzt. Die Mie­ten wer­den in Nordstem­men vor­aus­sicht­lich zwi­schen fünf und zehn Euro pro Qua­drat­me­ter betra­gen. Nied­ri­ge­re Mie­ten kom­men für den Inves­tor nicht infra­ge. „Dafür stel­len wir kei­nen Neu­bau auf die Bei­ne“, so kwg-Chef Mat­thi­as Kauf­mann, der das Pro­jekt in Nordstem­men prä­sen­tier­te. Mit die­sem beschäf­tig­te sich der Bau- und Pla­nungs­aus­schuss der Gemein­de am Don­ners­tag­abend.

 

Die Poli­ti­ker zeig­ten sich gleich ange­tan von dem Vor­ha­ben. „Das ist eine neue Mit­te für Nordstem­men“, mein­te etwa Orts­bür­ger­meis­ter Bern­hard Fle­gel. „Eine tol­le Sache“, fand auch Andre­as Arlt (SPD). Um mit den Bau­ar­bei­ten begin­nen zu kön­nen, wird die kwg das ehe­ma­li­ge Blu­men­ge­schäft an der Brun­nen­stra­ße abrei­ßen. Dort war jah­re­lang auch ein Gar­ten­han­del unter­ge­bracht. Das maro­de Fach­werk­haus direkt dane­ben soll erhal­ten und umge­baut wer­den, um Platz für Gas­tro­no­mie zu bie­ten, erklär­te Kauf­mann, der das Pro­jekt im Aus­schuss zusam­men mit Archi­tekt Mai vor­stell­te. Eine gemein­nüt­zi­ge Ein­rich­tung könn­te das Lokal künf­tig im Erd­ge­schoss des Gebäu­des betrei­ben, so Kauf­mann wei­ter. Das Café mit Ter­ras­sen­plät­zen ist für die Bewoh­ner des neu­en Argen­tums, aber dazu auch für aus­wär­ti­ge Besu­cher gedacht.

 

Geplant sind in dem drei­ge­schos­si­gen Kom­plex bar­rie­re­freie Woh­nun­gen, die alle über Bal­ko­ne oder Ter­ras­sen ver­fü­gen. 14 von ihnen wer­den mit zwei Zim­mern aus­ge­stat­tet, sechs mit drei Zim­mern. Zudem soll jede Ein­heit einen Stell­platz für ein Auto bekom­men. Laut Kauf­mann ist ein Trep­pen­haus samt Auf­zug vor­ge­se­hen.

 

Was jedoch im Moment noch fehlt, das ist ein pas­sen­der Name für das Argen­tum. Kauf­mann for­der­te die Lokal­po­li­ti­ker im Aus­schuss dazu auf, dafür Ide­en zu ent­wi­ckeln und der kwg Vor­schlä­ge zu machen. So etwa sei „Mari­en­burg-Blick“ eine mög­li­che Bezeich­nung.

 

Die kwg rech­net damit, noch im kom­men­den Som­mer eine Bau­ge­neh­mi­gung vom Land­kreis Hil­des­heim zu bekom­men. Die­ser for­ma­le Akt gehe nicht schnel­ler über die Büh­ne, weil der Land­kreis der­zeit Per­so­nal­pro­ble­me habe, erklär­te Archi­tekt Mai.

 

Die Anla­ge ver­grö­ßert den Anteil der Immo­bi­li­en der Kreis­wohn­bau­ge­sell­schaft in Nordstem­men erheb­lich. Bis­lang besitzt das Unter­neh­men 63 Woh­nun­gen in der Gemein­de. Ins­ge­samt exis­tie­ren 4000 Woh­nun­gen unter dem Dach der kwg im Land­kreis Hil­des­heim. Kauf­mann deu­te­te im Bau­aus­schuss an, dass die­se Palet­te noch erwei­tert wer­den könn­te. „Es ist vor­stell­bar, in Nordstem­men noch mehr zu machen“, sag­te der 54-Jäh­ri­ge.

 

 

Kita-Bau schreitet weiter voran

Der Bau­fort­schritt in der Bött­cher­stra­ße in Nordstem­men war eben­falls The­ma im Pla­nungs­aus­schuss. Dort ent­steht eine neue Kita des CJD Elze. „Ich rech­ne damit, dass wir im Sep­tem­ber mit der Sache durch sind. Wir sind auf einem gutem Wege“, sag­te Archi­tekt Peter Appel, der dem Gre­mi­um das Vor­ha­ben erläu­ter­te.

 

Auf dem Gelän­de befan­den sich zuvor ein Pen­ny-Markt und eine Schle­cker-Filia­le. Eine Klin­ker­fas­sa­de soll zum Teil erhal­ten blei­ben. Geplant ist auch ein Sand­platz, auf dem die Kin­der spie­len kön­nen.

 

Die Ein­rich­tung soll ins­ge­samt 55 Betreu­ungs­plät­ze haben, 30 davon in zwei Krip­pen­grup­pen, 25 in einer Kin­der­gar­ten­grup­pe für die älte­ren Kin­der. Eltern kön­nen dort ihren Nach­wuchs von 8 bis 16.30 Uhr betreu­en las­sen. Etwa zwölf Mit­ar­bei­ter wird das CJD in Nordstem­men beschäf­ti­gen. Die Gemein­de inves­tiert 1,25 Mil­lio­nen Euro in das Pro­jekt. Neben­an ist außer­dem ein klei­nes Bau­ge­biet mit rund zehn Häu­sern geplant, die im Herbst fer­tig sein sol­len.

 

Das Gre­mi­um beschäf­tig­te sich außer­dem mit einem klei­ne­ren Bau­vor­ha­ben an der Claus­stra­ße in Rös­sing. Dort geht es um vier Wohn­häu­ser. Inves­tor ist das Fer­tig­haus-Unter­neh­men Mas­sa. Bau­be­ginn soll im Herbst sein. Auch die­se Ent­wick­lung stieß im Aus­schuss auf brei­te Zustim­mung. Die Poli­ti­ker spra­chen sich zudem ein­stim­mig dafür aus, wei­te­re Wohn­ge­bie­te im Gemein­de­ge­biet zu ent­wi­ckeln. Rats­mit­glie­der sol­len dafür zusam­men mit der Ver­wal­tung noch in die­sem Jahr ein Kon­zept erstel­len. ara

 

Quel­le: Hil­des­hei­mer All­ge­mei­ne Zei­tung, 27. April 2019

Veröffentlicht unter 2019

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