23. Dezember 2019

Neue Sozialwohnungen für Algermissen

Kreiswohnbaugesellschaft treibt Projekt voran / Schlichthaus: Immobilie mit bewegter Geschichte

Die­ser Alt­bau soll abge­ris­sen wer­den. Das Schlicht­haus hat in den ver­gan­ge­nen Jah­ren schon Schlag­zei­len gemacht. Foto: Hans-Theo Wie­chens

Von Alex­an­der Raths

Alger­mis­sen. In der Her­mann-Löns-Stra­ße soll ein Schlicht­haus ver­schwin­den. Die Kreis­wohn­bau­ge­sell­schaft (kwg) ent­kernt der­zeit nach eige­nen Anga­ben das Gebäu­de. Die­ses soll bald abge­ris­sen wer­den.

 

Das Unter­neh­men plant auf dem ins­ge­samt 1000 Qua­drat­me­ter gro­ßen Grund­stück einen Neu­bau. Die kwg will ein Zehn­fa­mi­li­en­haus errich­ten.

 

Das ist sozia­ler Woh­nungs­bau. Wenn man es wie im Volks­mund aus­drückt“, erklärt Ste­fan Mai von der kwg. Die inves­tiert etwa 1,8 Mil­lio­nen Euro, um Men­schen mit mitt­le­ren Ein­kom­men ein güns­ti­ges Zuhau­se zu bie­ten. Der Preis pro Qua­drat­me­ter wird nach Unter­neh­mens­an­ga­ben rund sie­ben Euro betra­gen.

 

Geplant sind Woh­nun­gen mit einer Grö­ßen­ord­nung zwi­schen 50 und 80 Qua­drat­me­tern. Zwar steckt das Pro­jekt laut Mai „noch ziem­lich in den Kin­der­schu­hen“, aber der Ter­min­plan ist schon fest­ge­zurrt. Ab kom­men­dem Mai sol­len dort die Bag­ger rol­len. Die kwg rech­net mit ins­ge­samt einem Jahr Bau­zeit. Das Vor­ha­ben wird dem Unter­neh­men zufol­ge durch ein Woh­nungs­bau­för­der­pro­gramm des Lan­des mög­lich.

 

Gemein­de­bür­ger­meis­ter Wolf­gang Moe­ger­le begrüßt die Ent­wick­lung. Die Gemein­de habe dafür eigens die Flä­che an die kwg ver­kauft. Denn: Sozia­ler Woh­nungs­bau sei wich­tig. Moe­ger­le sieht in dem Pro­jekt einen wich­ti­gen „Bau­stein“, um die Palet­te des Wohn­raums in der Gemein­de zu ergän­zen.

 

Das Schlicht­haus war in den ver­gan­ge­nen Jah­ren in die Schlag­zei­len gera­ten. Im Jahr 2002 hat­te eine 50-köp­fi­ge Men­schen­men­ge die dama­li­ge Unter­kunft für Asyl­be­wer­ber am Ran­de eines Volks­fes­tes gestürmt. Drei Bewoh­ner wur­den ver­letzt, die ande­ren von der Poli­zei eva­ku­iert. Die tami­li­schen Flücht­lin­ge konn­ten drei Tage spä­ter in ihr Domi­zil zurück­keh­ren.

 

Neben den Vor­fäl­len im Sep­tem­ber 2002 sorg­te eine Straf­tat im Janu­ar 2009 für Auf­se­hen. Damals atta­ckier­te ein Mann sei­nen Zech­kum­pa­nen – und ver­letz­te ihn dabei schwer. Der Angrei­fer war mit einer Axt auf sei­nen Kon­tra­hen­ten los­ge­gan­gen. Die­se Atta­cke wer­te­te das Hil­des­hei­mer Schwur­ge­richt spä­ter als gefähr­li­che Kör­per­ver­let­zung. Der sei­ner­zeit 50-jäh­ri­ge Ange­klag­te wur­de schließ­lich zu einer vier­jäh­ri­gen Frei­heits­stra­fe ver­ur­teilt. Das Opfer hat­te schwer ver­letzt über­lebt. Ursa­che der Gewalt­tat soll ein Streit gewe­sen sein, bei dem es um Tabak ging.

 

Quel­le: Hil­des­hei­mer All­ge­mei­ne Zei­tung, 23. Dezem­ber 2019

Veröffentlicht unter 2019

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