25. Oktober 2018

Neueröffnung Argentum in Algermissen

Schon zur Eröffnung treffen sich alle Bewohner

Das Argen­tum in Alger­mis­sen ist das fünf­te Gebäu­de der kwg nach dem Argen­tum-Kon­zept. Fotos: Andre­as May­en

Inzwi­schen dürf­te die Eröff­nung eines Argen­tum für Mat­thi­as Kauf­mann, Geschäfts­füh­rer der kwg, schon Rou­ti­ne sein. Bereits zum fünf­ten Mal hat er vor­ges­tern ein Argen­tum-Gebäu­de sei­nen Bewoh­nern und den Geschäfts­leu­ten über­ge­ben. Auch in Alger­mis­sen spürt man sei­ne Freu­de dar­über, dass das Kon­zept von vie­len Men­schen ange­nom­men wird. Alle 16 Woh­nun­gen des Argen­tum sind bereits bewohnt und alle Bewoh­ner sind zur Eröff­nungs­fei­er in das Restau­rant Dol­ce Vita gekom­men, das sich im Erd­ge­schoss des Argen­tum befin­det. Gera­de mal drei Jah­re hat es von den ers­ten Pla­nun­gen bis zum Ein­zug der ers­ten Mie­ter gedau­ert.

 

Alger­mis­sen mit rund 5000 Ein­woh­nern ist mit sei­nem akti­ven Ver­eins­le­ben, vie­len Tra­di­tio­nen und Bräu­chen ein idea­ler Ort zum Woh­nen. Vie­le Gemein­de­mit­glie­der brin­gen sich aktiv in das Dorf­le­ben ein und so kön­nen auch die Bewoh­ner des Argen­tum ihr Leben aktiv gestal­ten. Ärz­te, Apo­the­ke, the­ra­peu­ti­sche Ange­bo­te und meh­re­re Märk­te befin­den sich in der Nähe. Vom Bahn­hof ist sowohl die Kreis­stadt Hil­des­heim als auch die Lan­des­haupt­stadt Han­no­ver mit der S-Bahn in kur­zer Zeit erreich­bar.

 

Das Gemein­de­ge­biet ist über­wie­gend land­wirt­schaft­lich geprägt und lädt die Bewoh­ner des Argen­tum mit vie­len Wan­der- und Rad­ver­bin­dun­gen in die schö­ne Land­schaft ein.

 

Annet­te Uters (links) und Sabi­ne Engel­berg vom DRK-Pfle­ge­stütz­punkt in Alger­mis­sen mit Uwe Dom­beck, DRK Geschäfts­füh­rer Hil­des­heim-Mari­en­burg.

Im Haus befin­det sich ein DRK-Pfle­ge­stütz­punkt. Für eine gerin­ge Ser­vice-Pau­scha­le steht den Bewoh­nern ein per­sön­li­cher Ansprech­part­ner vor Ort zur Ver­fü­gung. Im Pfle­ge­stütz­punkt rich­ten sich ein bis zwei Ver­an­stal­tun­gen wie etwa Spie­le­nach­mit­ta­ge, Kaf­fee­run­den oder Sprech­stun­den zu pfle­ge­ri­schen Fra­gen direkt an die Bewoh­ner. Durch gemein­sa­me Aktio­nen soll die Haus­ge­mein­schaft gestärkt wer­den. „Der Pfle­ge­stütz­punkt ist auch ein Treff­punkt für alle Haus­be­woh­ner“, erklärt Sabi­ne Engel­berg, Lei­te­rin des DRK-Pfle­ge­stütz­punkts. Das DRK bie­tet zudem einen umfang­rei­chen Wahl­leis­tungs­ka­ta­log wie etwa eine Haus­halts­hil­fe, Kran­ken- und Alten­pfle­ge, Tages­pfle­ge, Bring- und Boten­diens­te sowie qua­li­fi­zier­te Hil­fe bei Behör­den­an­ge­le­gen­hei­ten oder Gel­tend­ma­chung von Ansprü­chen. Sabi­ne Engel­berg: „Wir sind zudem ein Bera­tungs­stütz­punkt, wo sich die Bewoh­ner und wei­te­re Inter­es­sen­ten unver­bind­lich bera­ten las­sen kön­nen.“

 

Bür­ger­meis­ter Wolf­gang Moe­ger­le (Mit­te) mit Dol­ce-Vita-Wirt Rinal­do Casi­ra­ro und Sabi­ne Engel­berg vom DRK-Pfle­ge­stütz­punkt.

Im Erd­ge­schoss hat Rinal­do Casi­ra­ro ein ita­lie­ni­sches Restau­rant eröff­net. In sei­nem Eis­la­bor stellt er das Eis vor Ort selbst her. Vom Gast­raum aus ist sowohl ein Blick in das Eis­la­bor als auch in die Küche mög­lich. Ins­ge­samt prä­sen­tiert sich das Ris­tor­an­te mit sei­nen gro­ßen Fens­tern hell und offen.

 

Die Woh­nun­gen haben eine Grö­ße von 68 bis 80 Qua­drat­me­tern und kön­nen zusam­men mit einem Ein­stell­platz für ein Auto gemie­tet wer­den. Zu allen Woh­nun­gen gehö­ren ein Bal­kon und ein Abstell­raum. Alle Woh­nun­gen sind mit einem Fahr­stuhl erreich­bar und bar­rie­re­frei. Das gesam­te Gebäu­de ist als KfW-55- Haus aus­ge­legt. „Das wird sich lang­fris­tig bei den Heiz­kos­ten aus­wir­ken“, sagt Mat­thi­as Kauf­mann. Das Argen­tum-Kon­zept soll den Bewoh­nern ermög­li­chen, mög­lichst lan­ge ein selbst­be­stimm­tes Leben zu füh­ren. Die Bewoh­ner leben auto­nom in ihren Woh­nun­gen und kön­nen sich benö­tig­te Leis­tun­gen dazu buchen. Sabi­ne Engel­berg: „Die Bewoh­ner erhal­ten jeweils die Unter­stüt­zung, die sie benö­ti­gen und wün­schen.“

 

Zu jeder Woh­nung gehö­ren ein Bal­kon und ein Abstell­raum. Außer­dem kann ein Ein­stell­platz für ein Auto gemie­tet wer­den.

Damit stel­len die Argen­tum- Häu­ser der kwg ein Gegen­kon­zept zum Heim dar. Zudem leis­ten die Häu­ser auch einen Bei­trag zur Ent­wick­lung und Bele­bung der jewei­li­gen Gemein­de. Durch ein Argen­tum wird in den Orts­ker­nen sowohl ein Ange­bot als auch Nach­fra­ge geschaf­fen. Alger­mis­sens Bür­ger­meis­ter Wolf­gang Moe­ger­le: „Uns ist es gelun­gen, den Orts­kern mit dem Argen­tum, dem Restau­rant Dol­ce Vita, der DRK-Sozi­al­sta­ti­on und dem ‚Sofa’ auf­zu­wer­ten.“

 

Das „Sofa“, der „Sozia­le Ort für Alle“ liegt neben dem Argen­tum und ist als Fami­li­en- und Genera­tio­nen­treff­punkt zu einem wich­ti­gen Anker­punkt in der Gemein­de Alger­mis­sen gewor­den. Apm

 

Quel­le: Hil­des­hei­mer All­ge­mei­ne Zei­tung, 25. Okto­ber 2018 (Son­der­ver­öf­fent­li­chung)

Veröffentlicht unter 2018