23. Februar 2017

Rückschnitt an der Marienburger Straße

Hil­des­heim. Zur­zeit ist die Hoch­sai­son der Baum­pfle­ge – denn das Natur­schutz­ge­setz erlaubt das Fäl­len oder star­kes Beschnei­den von Bäu­men nur bis Ende Febru­ar. Ab 1. März ist es nur noch sehr ein­ge­schränkt erlaubt. Daher wird in die­sen Tagen an vie­len Ecken der Stadt gesägt, was das Zeug hält. Nicht nur auf öffent­li­chen, son­dern auch auf pri­va­ten Flä­chen. Grö­ße­re Aktio­nen sto­ßen oft bei Anwoh­nern auf Kri­tik oder Zwei­fel an der Not­wen­dig­keit.

 

Ges­tern war für Arbei­ten am Bewuchs neben der Mari­en­bur­ger Stra­ße eigens der Fuß­weg zwi­schen Treu­bur­ger Stra­ße und Greifs­wal­der Stra­ße gesperrt – und man­cher Pas­sant frag­te sich: Was wird da abge­holzt – und war­um?

 

Gefällt wird dort gar kein Baum, wie Mila­no Wer­ner von der Kreis­wohn­bau ver­si­chert. Dem Woh­nungs­bau­un­ter­neh­men gehö­ren die sechs Mehr­fa­mi­li­en­häu­ser, an denen Bäu­me und Büsche gestutzt wer­den. Bei den lau­fen­den Arbei­ten han­delt es sich nur um die regel­mä­ßi­ge Baum­pfle­ge, die alle paar Jah­re nötig ist – schon wegen der soge­nann­ten Ver­kehrs­si­che­rungs­pflicht. Schließ­lich muss genau wie die Stadt auch jeder ande­re Grund­stücks­ei­gen­tü­mer dafür sor­gen, dass von sei­nen Bäu­men kei­ne Gefahr für Ver­kehrs­teil­neh­mer im Umfeld aus­geht. Daher wer­den an den KWG-Wohn­blocks der­zeit totes Geäst her­aus­ge­sägt, Büsche und Bäu­me wer­den „auf den Stock“ geschnit­ten, um dann im Früh­jahr wie­der mit neu­er Frei­heit aus­schla­gen zu kön­nen, wie Wer­ner erklärt. Gene­rell lie­ge es der Lei­tung des Unter­neh­mens sehr am Her­zen, alten Baum­be­stand auf den Grund­stü­cken zu erhal­ten. Tw

 

Quel­le: Hil­des­hei­mer All­ge­mei­ne Zei­tung, 23. Febru­ar 2017

Veröffentlicht unter 2017