14. Mai 2019

Rütteln sie noch am kwg-Bau gegenüber dem Insel-Café?

Hausherr des Lokals wirbt in der Politik um Unterstützung / Stadtentwicklungsausschuss stellt am Mittwoch die Weichen

Von Rai­ner Bre­da Hil­des­heim.

Bert­hold Jämm­rich, der Eigen­tü­mer des Insel-Cafés, hofft in sei­nem Kampf gegen das kwg-Vor­ha­ben gegen­über sei­nem Lokal auf die Hil­fe der Poli­tik. Der 71-Jäh­ri­ge hat am Mon­tag­mor­gen Mit­glie­dern des Stadt­ent­wick­lungs­aus­schus­ses (Ste­ba) aus vier Frak­tio­nen vor Ort sei­ne Vor­be­hal­te erläu­tert. Ob er mit die­sen lan­den konn­te, zeigt sich am mor­gi­gen Mitt­woch: Dann ent­schei­det der Ste­ba, ob die kwg ihre Plä­ne wie gewünscht ver­wirk­li­chen kann.

 

Das kom­mu­na­le Unter­neh­men will in der Müh­len­stra­ße 23 einen Kom­plex mit zwölf alten­ge­rech­ten Woh­nun­gen bau­en. Noch steht auf dem ver­wil­der­ten Grund­stück das eins­ti­ge Pfarr­haus der Mag­da­le­nen-Gemein­de. Die kwg will es abrei­ßen und durch zwei drei­ge­schos­si­ge, mit­ein­an­der ver­bun­de­ne Gebäu­de erset­zen. Eines davon soll gegen­über dem Insel-Café ent­ste­hen.

 

War­um ihm das nicht passt, hat Nach­bar Jämm­rich den Ste­ba-Mit­glie­dern am Mon­tag­mor­gen vor Ort erklärt: Der 71-Jäh­ri­ge hat­te dazu Aus­zü­ge aus dem Bebau­ungs­plan und etli­che ande­re Unter­la­gen zu dem Vor­ha­ben auf einer Tisch­rei­he sei­nes Hau­ses aus­ge­brei­tet. „Um zu zei­gen, wie sich das Gan­ze für uns real dar­stellt.“

 

Beson­ders einen Punkt führ­te Jämm­rich ins Feld: So ver­tra­ge sich das kwg-Vor­ha­ben nicht mit der Vor­ga­be des Denk­mal­schutz­ge­set­zes, das Erschei­nungs­bild von Bau­denk­mä­lern nicht zu beein­träch­ti­gen. Denn die benach­bar­te Mag­da­le­nen- Kir­che und deren frü­he­res Klos­ter ver­schwän­den hin­ter dem geplan­ten Gebäu­de. „Und dann ist die­ser schö­ne his­to­ri­sche Blick weg, der für mich vor 30 Jah­ren einer der Grün­de war, das Insel-Café zu über­neh­men“, sag­te der Gas­tro­nom – wobei er mit der Hand zum Fens­ter in Rich­tung Müh­len­stra­ße wies, um den Poli­ti­kern klar­zu­ma­chen, wovon er sprach.

 

Die Ste­ba-Mit­glie­der – ver­tre­ten waren SPD, CDU, Grü­ne und Unabhängige/ FDP – zeig­ten sich zwar grund­sätz­lich inter­es­siert, reagier­ten aber inhalt­lich eher ver­hal­ten. Wohl auch, weil die Anwe­sen­heit der HAZ die Poli­ti­ker vor Ort über­rasch­te. Jämm­rich ver­si­cher­te, dies bei der Ein­la­dung ange­kün­digt zu haben, die Stim­mung war gleich­wohl getrübt. „Ich dach­te, wir füh­ren ein ver­trau­li­ches Gespräch“, grum­mel­te Ste­ba-Vor­sit­zen­der Det­lef Han­sen (SPD). CDU-Frak­ti­ons­chef Ulrich Kum­me wider­sprach Jämm­rich: „Wir wuss­ten nicht, dass die Pres­se kommt.“ Sowohl Kum­me als auch die übri­gen Poli­ti­ker hiel­ten sich im Bei­sein der HAZ (die bald ging) mit Bewer­tun­gen zurück. Vor allem der CDU-Frak­ti­ons­chef und Han­sen lie­ßen aber eine gewis­se Skep­sis gegen­über Jämm­richs Vor­be­hal­ten durch­bli­cken.

 

Quel­le: Hil­des­hei­mer All­ge­mei­ne Zei­tung, 14. Mai 2019

Veröffentlicht unter 2019

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