08. Juni 2016

Treffpunkt für pflegende Angehörige

ASB gründet Selbsthilfegruppe im ehemaligen „Kaiserhof“

BAD SALZDETFURTH Mit einem neu­en Ange­bot war­tet der Arbei­ter-Sama­ri­ter-Bund (ASB) in Bad Salz­det­furth auf. Am Diens­tag, 14. Juni, wird sich um 17.30 Uhr zum ers­ten Mal die Selbst­hil­fe­grup­pe pfle­gen­der Ange­hö­ri­ger in den Räu­men der ASB-Tages­pfle­ge im Argen­tum (ehe­ma­li­ger „Kai­ser­hof“) tref­fen. Ein­mal im Monat soll danach künf­tig unver­bind­lich und kos­ten­los die Mög­lich­keit zu Gespräch, Aus­tausch und Infor­ma­ti­on gege­ben wer­den.

 

Sören Hoffmann und Sonja Ludwig vom ASB betreuen die neue Selbsthilfegruppe pflegender Angehöriger. Foto: Martensen

Sören Hoff­mann und Son­ja Lud­wig vom ASB betreu­en die neue Selbst­hil­fe­grup­pe pfle­gen­der Ange­hö­ri­ger. Foto: Mar­ten­sen

Sören Hoff­mann von der ASB-Bereichs­lei­tung Bad Salz­det­furth wird zusam­men mit der Pfle­ge­dienst­lei­te­rin der Tages­pfle­ge Son­ja Lud­wig die Betreu­ung der Grup­pe über­neh­men. „Die pfle­gen­den Ange­hö­ri­gen leis­ten eine unheim­li­che Arbeit“, sagt Hoff­mann. „Sie opfern sich für ihre kran­ken Fami­li­en­mit­glie­der gera­de­zu auf und sto­ßen so oft­mals schnell an ihre Gren­zen der Belast­bar­keit. Dar­über offen zu reden, ist für vie­le immer noch ein Tabu. Dabei ist es für sie not­wen­dig, sich mit ande­ren Betrof­fe­nen aus­zu­tau­schen, zu erken­nen, dass man mit dem Pro­blem nicht allein ist und pro­fes­sio­nel­le Hil­fe zu bekom­men.“ Die kann der ASB bie­ten. „Wir sind auch hier in Bad Salz­det­furth breit auf­ge­stellt und kön­nen bei Bedarf schnell und unkom­pli­ziert reagie­ren. Wenn jemand bei uns anruft, wird er auf jeden Fall Hil­fe bekom­men“, ver­spricht Hoff­mann. Die Tref­fen wer­den ohne vor­ge­ge­be­ne The­men ablau­fen. „Wir kön­nen aber immer Fach­leu­te zu Rate zie­hen, die sich kom­pe­tent zu den gewünsch­ten The­men äußern.“

 

Es gibt bereits ers­te Anmel­dun­gen für das Grün­dungs­tref­fen. Hoff­mann bit­tet wei­te­re Inter­es­sen­ten, sich zu den Öff­nungs­zei­ten der Tages­pfle­ge (8 bis 16 Uhr) unter der Tele­fon­num­mer 05063/2775995 anzu­mel­den. Soll­te für die Zeit der Tref­fen eine Betreu­ung des zu Pfle­gen­den nötig sein, kann dies vom ASB geleis­tet wer­den. Die Betreu­ung könn­te dann über die Leis­tun­gen der Pfle­ge­ver­si­che­rung abge­rech­net wer­den.

 

Sören Hoff­mann möch­te den Pfle­gen­den im Vor­feld noch eine Sor­ge neh­men, die ihm immer wie­der vor­ge­tra­gen wird: nie­mand der pfle­gen­den Ange­hö­ri­gen muss Angst haben, durch das 2017 in Kraft tre­ten­de neue Pfle­ge­stär­kungs­ge­setz Nach­tei­le für die zu Pfle­gen­den zu haben. „Durch die Umstel­lung der Pfle­ge­stu­fen auf die Pfle­ge­gra­de wird nie­mand schlech­ter gestellt sein als vor­her“, beru­higt er. rm

 

Quel­le: Rund um Bad Salz­det­furth “RuBS”, 08. Juni 2016

Veröffentlicht unter 2016