24. September 2018

Trend geht zum Mehrfamilienhaus

Nach Jahrzehnten klassischer Einfamilienhaus-Baugebiete entstehen wieder mehr Geschosswohnungen / Ein Projekt ist heute Abend in Hohenhameln Thema

Von Tho­mas Wedig

Hohen­ha­meln / Kreis Hil­des­heim. Vie­le Jah­re setz­ten die Gemein­den in der Regi­on fast nur auf klas­si­sche Neu­bau­ge­bie­te für Ein­fa­mi­li­en­häu­ser. Mitt­ler­wei­le lie­gen Mehr­fa­mi­li­en­häu­ser wie­der voll im Trend – nicht nur durch Pro­jek­te der gro­ßen Gesell­schaf­ten wie der Kreis­wohn­bau mit ihren Argen­tum-Anla­gen, son­dern auch durch pri­va­te Vor­ha­ben. Zum Bei­spiel in Alger­mis­sen: Vorm Schla­ge, Tie­berg, Gar­ten­stra­ße und Zie­ge­lei­weg sind eini­ge Stand­or­te, an denen Mehr­fa­mi­li­en­häu­ser kürz­lich ent­stan­den, gera­de wach­sen oder geplant wer­den.

 

In Hohen­ha­meln beschäf­ti­gen sich heu­te Abend der Orts­rat und der Aus­schuss für Bau­we­sen, Naturund Umwelt­schutz der Gemein­de mit einem grö­ße­ren Pro­jekt: Auf dem Gelän­de der ehe­ma­li­gen Fir­ma Stein­bach an der Orts­durch­fahrt soll wie berich­tet ein Mix aus einer senio­ren­ge­rech­ten Wohn­an­la­ge, Eigen­tums- und Miet­woh­nun­gen sowie eine Kin­der­ta­ges­stät­te ent­ste­hen. Das Gan­ze trägt den Arbeits­ti­tel „Wohn­quar­tier Am Schul­zen­trum“. Die Gemein­de will für das Gelän­de nun einen Bebau­ungs­plan auf­stel­len.

 

Der Hohen­ha­mel­ner Orts­rat möch­te den soge­nann­ten Geschoss­woh­nungs­bau indes noch mehr vor­an­trei­ben. Mit sei­nem Antrag, ein Bau­ge­biet nur für mehr­ge­schos­si­ge Häu­ser aus­zu­wei­sen, befasst sich der Gemein­de­rat am kom­men­den Don­ners­tag, 27. Sep­tem­ber. Der Vor­schlag geht auf einen Eil-Antrag von Mal­te Caval­li (FDP) zurück. Er weist dar­auf hin, dass in Hohen­ha­meln aktu­ell bezahl­ba­re Woh­nun­gen feh­len. Als Flä­che für ein mög­li­ches Mehr­fa­mi­li­en­haus-Bau­ge­biet schlägt er ein Feld zwi­schen Ang­erweg und Zie­ge­leistra­ße vor.

 

Dage­gen hat sich im Vor­feld aller­dings schon der TSV Hohen­ha­meln aus­ge­spro­chen, des­sen Sport­an­la­ge in der Nach­bar­schaft liegt. Der Ver­ein befürch­tet, dass es wegen des Sport­be­trie­bes zu Kon­flik­ten mit künf­ti­gen Anwoh­nern kom­men könn­te. Die Gemein­de­ver­wal­tung hält das vor­ge­schla­ge­ne Bau­ge­biet grund­sätz­lich nicht für nötig und ver­weist dar­auf, dass Woh­nun­gen zum Bei­spiel auch noch am Hah­nen­damm geplant sind. Ein wei­te­res Vor­ha­ben kön­ne bereits ange­scho­be­ne Pro­jek­te gefähr­den.

 

Quel­le: Hil­des­hei­mer All­ge­mei­ne Zei­tung, 24. Sep­tem­ber 2018

Veröffentlicht unter 2018