30. Oktober 2012

Von wegen Pflegeheime statt Kindergärten

SPD und Grüne wollen morgen zeigen, dass sich dem demografischen Wandel auch etwas abgewinnen lässt

Hil­des­heim (r/br). SPD und Grü­ne neh­men sich des demo­gra­fi­schen Wan­dels an: Für mor­gen, Mitt­woch, laden ihre Rats­frak­tio­nen um 18 Uhr in das Kno­chen­hau­er Amts­haus zu einer Ver­an­stal­tung zum The­ma ein: Unter dem Titel „Chan­ce oder Risi­ko?“ dis­ku­tie­ren HAWK-Prä­si­den­tin Chris­tia­ne Die­nel, Ute Sandt­vos (Abtei­lungs­lei­te­rin Beruf­li­che Bil­dung der Hand­werks­kam­mer) und Kreis­wohn­bau-Chef Mat­thi­as Kauf­mann miteinander.

 

Ein­ge­la­den ist auch die Stu­die­ren­den­ver­tre­tung; sie hat nach Anga­ben der Ver­an­stal­ter aber bis ges­tern noch nicht mit­ge­teilt, ob und wer für sie teil­nimmt. Wohin die Rei­se an die­sem Abend gehen soll, ver­rät die rot­grü­ne Mehr­heits­grup­pe schon recht deut­lich in ihrer Ein­la­dung: Dar­in bekla­gen die Orga­ni­sa­to­rin­nen Yara Tuschick (Grü­ne) und Bea­te König (SPD), dass beim demo­gra­fi­schen Wan­del all­zu oft nur die nega­ti­ven Aus­wir­kun­gen dar­ge­stellt wür­den. Dabei gebe es auch Chan­cen, mei­nen die Politikerinnen.

 

Wie sich Hil­des­heim posi­tio­nie­ren muss, um sie zu fin­den und zu nut­zen, wol­len SPD und Grü­ne im Dia­log mit Wirt­schaft und Bür­gern her­aus­fin­den. Als Auf­takt sehen die Frak­tio­nen die mor­gi­ge Ver­an­stal­tung. Zu der lie­fert HAWK-Prä­si­den­tin Die­nel ein „Impuls­re­fe­rat“. Das dürf­te ganz im Sin­ne der Ver­an­stal­ter sein – kann es doch nach Ansicht von Die­nel nicht nur um das Mot­to „Pfle­ge­hei­me statt Kin­der­gär­ten“ gehen. Son­dern dar­um, auch unter den Bedin­gun­gen von Schrump­fung die Krea­ti­vi­tät der Gesell­schaft zu erhal­ten und dafür schon jetzt die Wei­chen zu stel­len. Auch Hand­werks­kam­mer-Ver­tre­te­rin Sandt­vos und Kreis­wohn­bau-Chef Kauf­mann wer­den kei­nes­wegs nur Trüb­sinn ver­brei­ten, wie ihre Aus­gangs­the­sen für den Abend ver­ra­ten (sie­he Fotos).

 

Chris­tia­ne Die­nel, HAWK-Präsidentin

Der demo­gra­fi­sche Wan­del ist kein Grund zur Panik. Es geht nicht um Pfle­ge­hei­me statt Kin­der­gär­ten. Son­dern dar­um, unter den Bedin­gun­gen von Schrump­fung die Gestal­tungs­fä­hig­keit der Gesell­schaft zu erhal­ten und dafür schon jetzt die rich­ti­gen Wei­chen zu stellen.“

 

 

 

 

 

 

 

Mat­thi­as Kauf­mann, Kreiswohnbau-Chef

Der demo­gra­fi­sche Wan­del bringt die Chan­ce, sich als attrak­ti­ver Wohn- und Lebens­ort zu prä­sen­tie­ren. Dazu gehö­ren Ange­bo­te wie bar­rie­re­freie Woh­nun­gen, wohn­be­glei­ten­de Dienst­leis­tun­gen, sta­bi­le und siche­re Nach­bar­schaf­ten und bezahl­ba­re Ener­gie durch erhöh­te Effizienz.“

 

 

 

 

 

 

 

Ute Sandt­vos, Handwerkskammer

Die betrieb­li­che Aus­bil­dung muss attrak­tiv sein, um Jugend­li­che zu begeis­tern: durch span­nen­de Beru­fe und viel­fäl­ti­ge Wei­ter­bil­dungs- und Beschäf­ti­gungs­mög­lich­kei­ten. Eltern muss ver­mit­telt wer­den, dass eine Aus­bil­dung kei­ne Sack­gas­se ist, son­dern auch eine Hoch­schul­zu­gangs­be­rech­ti­gung erwor­ben wird.”

 

 

 

 

 

Quel­le: Hil­des­hei­mer All­ge­mei­ne Zei­tung, 30. Okto­ber 2012

Veröffentlicht unter 2012

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