„Keine Luxusinvestition“: Richtfest am neuen Gerätehaus in Hotteln

Weil das alte Gebäude nicht mehr den aktuellen Anforderungen entsprach, entsteht in Hotteln ein neues Gebäude für die Feuerwehr. Die Verantwortlichen betonen, wie wichtig die Maßnahme sei.
Es geht voran mit dem neuen Feuerwehrgerätehaus in Hotteln – am Freitag stand das Richtfest an. Dieses sei „ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zum Neubau“, sagte Sarstedts Bürgermeisterin Heike Brennecke (SPD). Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger aus Hotteln, ebenso wie Vertreter von Verwaltung und Politik, Vereinen und Feuerwehr hatten sich auf der Baustelle am St.-Florian-Weg versammelt, um dem Ereignis beizuwohnen.
Der Bau am Ortsausgang sei „keine Luxusinvestition“, betonte Hottelns Ortsbrandmeister Florian Potrykus. „Es ist eine Investition in die Sicherheit.“ Mit Planung und Bau hat die Stadt Sarstedt die Gesellschaft für kommunale Immobilien (GKHi), Schwester der Wohnbaugesellschaft kwg, betraut. Sie hat 13 Monate Bauzeit für das neue Feuerwehrgerätehaus angesetzt, dessen offizieller Spatenstich im April anstand.
Das Gebäude umfasst eine Fahrzeughalle mit drei Fahrzeugboxen und einen Sozialtrakt inklusive Schulungs- und Nebenräumen für rund 70 aktive Feuerwehrmitglieder. Bei Bedarf ist die Fahrzeughalle nach Osten um eine Box erweiterbar.
Folgt in den kommenden Jahren ein weiteres Feuerwehrhaus? Hottelns Ortsbürgermeister Dirk Warneke (GUT) jedenfalls kommentierte: „Beim Blick gen Gödringen wird hoffentlich auch zeitnah ein Folgeauftrag für ein neues Feuerwehrgerätehaus folgen. Der Feuerwehrbedarfsplan sieht das jedenfalls so vor. Zu handeln ist notwendig.“
Nun wird erst einmal in Hotteln gebaut. Bis zur Fertigstellung des rund 2,5 Millionen Euro teuren Neubaus und dem Umzug der Feuerwehr von der Bäckerstraße in den Sankt-Florian-Weg werden noch einige Wochen und Monate vergehen. „Was lange währt, wird dann also endlich gut. Und das, das ist dann auch gut so“, sagte der Ortsbürgermeister – schließlich hatten die Hottelner acht Jahre lang auf ein neues Feuerwehrgerätehaus gewartet.
Das neue Gerätehaus ist – wie der Ortsbrandmeister betont – nicht nur ein Gebäude für die Einsatzabteilung, sondern für die gesamte Ortsfeuerwehr und unterstützende Menschen. „Denn eine Feuerwehr lebt nicht von einem Gebäude. Eine Feuerwehr lebt von den Menschen, die hinter ihr stehen.“ Einsätze in der Vergangenheit im Dorf nach beispielsweise Starkregen und -hagel zeigten, wie wichtig eine leistungsfähige Feuerwehr im Ort sei.
„Wir helfen unseren Bürgerinnen und Bürgern, schützen Menschen und Eigentum und stehen füreinander ein. Dafür brauchen wir aber auch die richtigen Voraussetzungen“, sagte Potrykus. Dazu zähle unter anderem ein Gebäude, „das den Anforderungen einer modernen Feuerwehr entspricht“.
Die von der Stadt beauftragte GKHi hat entsprechende Erfahrungen und bereits mehrere Gebäude dieser Art im Landkreis Hildesheim realisiert – so auch jenes der Giftener Einsatzkräfte. Zudem errichtet sie die neue Sarstedter Rettungswache. Der Neubau in Hotteln ist nötig, weil das alte Feuerwehrhaus an der Bäckerstraße aus dem Jahr 1980 nicht mehr den aktuellen Anforderungen genügt. Das neue Domizil sieht im Sozialtrakt das Büro der Einsatzleitung, Sanitär- und Umkleideräume für Frauen und Männer sowie einen Raum für die persönliche Schutzausrüstung vor. Außerdem befinden sich dort ein Schulungsraum mit angrenzendem Jugendraum, die Teeküche mit Durchreiche zum Schulungsraum, WCs, die Garderobe und auch Lagermöglichkeiten.
Den Zukunfts- und Sicherheitsaspekt, die Einsatzbereitschaft der ehrenamtlichen Helfer sowie ihre Bedeutung für das dörfliche Leben hoben Landrat Bernd Lynack (SPD) und Sarstedts Gemeindebrandmeister Jens Klug hervor. kwg-Geschäftsführer Matthias Kaufmann übernahm den Richtspruch.