Kinderbetreuung nach norwegischem Konzept

Festliche Einweihung des Dibber-Bördehuus in Dinklar – Träger mit erster Einrichtung im Kreis Hildesheim
„Die Kinder sind hier angekommen“, sagt Jacqueline Bertram. Und das ist zu hören am Donnerstagnachmittag, als die Kindertagesstätte Dibber-Bördehuus in Dinklar offiziell eingeweiht wird, denn die jüngsten Gäste spielen schon ausgelassen. Bertram, Leiterin der Kita, und ihre Stellvertreterin Sandra Harms begrüßen bei Sonnenschein die Gäste. Wenige Minuten zuvor war der Himmel noch grau und es goss in Strömen.
Während die Mädchen und Jungen das Außengelände erobern, Sandkuchen backen, schaukeln oder das Klettergerüst erklimmen, Eltern und Großeltern sie dabei im Blick halten, gibt es viele Dankesworte am Rednerpult. Anja Sager-Bothe, zuständig für die pädagogische Gesamtleitung bei Dibber Deutschland (Sitz in Stuttgart), sagt: „Takk!“. Das ist norwegisch und heißt danke. Damit schlägt sie den Bogen zu den norwegischen Wurzeln des Unternehmens. Dessen Konzept ist es, Bildung als einen ganzheitlichen Prozess zu sehen. Naturnahes Lernen, Wertschätzung und Herzlichkeit sind weitere Eckpunkte. Sager-Bothes Dank geht in Richtung Verwaltung der Gemeinde Schellerten, an Gemeindebürgermeister Fabian von Berg (CDU) und sein Team. Sie lobt die Zusammenarbeit und dass für jedes auftretende Problem gemeinsam eine Lösung gefunden wurde. Als Dankeschön bekam von Berg einen Dibber, einen Pflanzlochbohrer, damit auch die Gemeinde weiter wachse und gedeihe. Für Ingenieur Heiko Kollin, die Mitarbeitenden der Gesellschaft für kommunale Immobilien (GkHi), die das Projekt umgesetzt hat, Schellertens Bauamtsleiter Rico Köhler und andere Unterstützer hat sie je einen Kräutertopf als Geschenk dabei.
Verwaltungschef von Berg erinnert daran, dass es bei seinem Amtsantritt die Idee für den Kindergarten bereits gab. Umgesetzt wurde das Projekt in einer Legislaturperiode, und das sei auch dem Grundstückseigentümer zu verdanken, der für den Verkauf bereit gewesen sei. 4,1 Millionen Euro investierte die Gemeinde in den Neubau der Einrichtung für drei Krippen- und zwei Kindergartengruppen. Die bisher größte Investition der Gemeinde für Kinderbetreuung. „Das schafft Raum für Kinder und neue Arbeitsplätze“, so von Berg. Nicht zu vergessen die unterirdische Zisterne mit einem Volumen von 100 Kubikmetern Löschwasser. „So etwas gelingt nur, wenn viele Menschen an einem Strang ziehen“, lobt von Berg. Mit Dibber habe man einen Träger gefunden, der die Gemeinde bereichert und ergänzt. Das neue Gebäude allein mache jedoch noch keine gute Kita aus, das können nur die Menschen, die dort arbeiten, so von Berg weiter. 15 Mitarbeitende sind dafür im Bördehuus im Einsatz.
Die Leiterin des Dibber-Bördehuuses dankt abschließend den Eltern für deren Vertrauen. Nach den Reden und der Aufforderung von Anja Sager-Bothe, Fragen zum Konzept zu stellen und ins Gespräch zu kommen, ist das Fest mit Schatzsuche, Entenrennen und Glitzertattoo-Station offiziell eröffnet. Für die Mädchen und Jungen hat das Fest da schon längst begonnen.