Lange Frostperiode verzögert Neubau der Sarstedter Rettungswache

Verantwortliche halten Rückstand für nicht mehr aufholbar – Luftbilder zeigen Dimension
Sarstedt. Die Fertigstellung der neuen Rettungswache am Schulzentrum in Sarstedt wird sich durch den ungewohnt langen Winter um rund einen Monat verzögern.
Davon geht Matthias Kaufmann, Geschäftsführer der Kreiswohnbaugesellschaft kwg, aus, wie er jetzt auf Anfrage der Redaktion erklärte. Unterdessen machen erste Luftbilder von der Baustelle die Dimensionen des Projektes deutlich – und zeigen auf, wie sich der Neubau auf das Sportplatz-Gelände auswirkt und wie nah er an das ebenfalls neue Gymnasium heranrückt.
Die kwg erledigt die Arbeiten an der Rettungswache für ihre Schwestergesellschaft, die „Gesellschaft für kommunale Immobilien Hildesheim“ (GKHI). Baustart für die Rettungswache war nach dem offiziellen ersten Spatenstich im Dezember vergangenen Jahres.
Zunächst sei alles nach Plan losgegangen, blickt Kaufmann zurück. Der Oberboden wurde abgeschoben und eine Baugrube ausgehoben. Weil der Untergrund sich als weniger tragfähig als erwartet erwiesen habe, wurde er durch ein „Gründungspolster“ mit fünf Prozent Kalk und Zement stabilisiert. Auch dazu kam es noch, doch dann bremste der Wintereinbruch die Arbeiten vorerst aus. „Wir haben in unserer Zeitplanung natürlich einen Puffer für einen solchen Fall eingebaut“, stellt Kaufmann weiter fest. Angesichts der Erfahrungen der vergangenen Jahre habe die GKHI diesen aber mit drei bis vier Wochen angesetzt.
Die lange Frostphase und der mehrmalige Wechsel zwischen kurzzeitiger Schneeschmelze und neuem Schneefall hätten aber insgesamt für einen Verzug um rund acht Wochen gesorgt.
„Man muss ehrlich sagen, dass es uns vermutlich nicht gelingen wird, die so entstandene Verzögerung von vier Wochen im weiteren Verlauf des Projektes noch aufzuholen“, räumt Kaufmann ein und betont gegenüber der Redaktion: „Glauben Sie mir, ich bin selbst schwer genervt davon!“
Anfang Mai soll nun die Stahlkonstruktion für die spätere Fahrzeughalle errichtet werden. Dann dürfte noch deutlicher werden, wie die fertige Rettungswache einmal aussehen soll. Bezugsbereit ist sie vermutlich in einem Jahr. Ursprünglich war der Plan, dass das Gebäude Ende Januar nächsten Jahres übergeben werden kann, nun wird es eher Ende Februar 2027. So lange starten die Rettungsfahrzeuge noch von der aktuellen, aber längst zu klein gewordenen Wache auf der Rückseite des Innerstebades.