Nettlingen freut sich auf Drilling

Grundsteinlegung für neues Gerätehaus
Die derzeit 54 aktiven Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Nettlingen freuen sich auf ihr neues Gerätehaus – nun wurde offiziell die Grundsteinlegung an der Ernst-Moritz-Arndt-Straße 1 gefeiert. Das Besondere an dem Projekt: Das von der Kreiswohnungsbaugesellschaft Hildesheim (kwg) zu errichtende Gebäude ist baugleich mit den neuen Feuerwehrgerätehäusern in Söhlde und Hoheneggelsen. Der sogenannte letzte Drilling soll in nur 14 Monaten Bauzeit fertig sein.
„Ein lange geplantes Bauvorhaben nimmt Form an“, sagt Nettlingens Ortsbrandmeister Jan-Hendrik Soffner und spricht von einem „Meilenstein“ für den Ort. Das alte Feuerwehrgerätehaus an der Nordasseler Straße – ein ehemaliges Busdepot aus den 1950er-Jahren – war laut Soffner in die Jahre gekommen und deutlich zu klein für neue, größere Einsatzfahrzeuge. Der moderne Neubau auf dem rund 3100 Quadratmeter großen Grundstück an der Ernst-Moritz-Arndt-Straße umfasst dagegen nach den Plänen des Hildesheimer Planungs- und Ingenieurbüros Himstedt+Kollien eine Fahrzeughalle mit vier Stellplätzen, die laut kwg bei Bedarf erweitert werden kann.
Des Weiteren bietet das rund 775 Quadratmeter große Gebäude Räume für das Büro der Einsatzleitung, Lagebesprechung, Jugend, Teeküche und persönliche Schutzausrüstung sowie moderne Sanitär- und Umkleideräume, Werkstatt, Lagerraum und einen Technikraum, in dem ein Notstromaggregat untergebracht ist.
Die Konstruktion des Sozialtraktes ist laut kwg in Massivbauweise geplant. Die Dachkonstruktion ist als Flachdach mit Stahlbetondecke und Dachabdichtung vorgesehen. Die Fahrzeughalle wird als verzinkte Stahlkonstruktion mit Außenwänden aus Porenbetonwandplatten errichtet.
Die Wärmeerzeugung erfolgt mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe, die Verteilung über Fußbodenheizung und in der Fahrzeughalle über Deckenlufterhitzer. Zudem sind unter anderem eine PV-Anlage zur Eigenstromversorgung, eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und eine Abgas-Absauganlage in der Fahrzeughalle vorgesehen.
Die Kosten für das neue Gerätehaus belaufen sich nach Angaben der kwg auf rund 2,7 Millionen Euro. Anfang Juni wurde mit den Erdarbeiten begonnen, im Juli nächsten Jahres soll das Haus fertig sein und an die Ortsfeuerwehr übergeben werden.